Die 7 höchsten Berge Frankreichs

Ganze 81 der 82 Viertausender der Alpen liegen in den Westalpen, und nicht wenige von ihnen liegen in Frankreich. Besonders im Mont-Blanc-Massiv tummeln sich die steinernen Riesen. Wir stellen euch hier die sieben höchsten eigenständigen Erhebungen Frankreichs vor. 

7. Aiguille de Bionnassay (4.052 Meter)

Die Aiguille de Bionnassay ist mit 4.052 Meter Höhe die siebthöchste eigenständige Erhebung in Frankreich und Teil der Mont-Blanc-Gruppe in den Savoyer Alpen. Sie liegt circa vier Kilometer westlich des Mont Blanc neben dem Dôme du Goûter, mit welchem sie über das Col de Bionnassay verbunden ist.

Die Aiguille de Bionnassay hat eine Prominenz von 164 Metern, wodurch sie in den Alpen als eigenständiger Berg gilt. Umgeben ist der schneebedeckte Gipfel, welcher sich direkt auf der französich-italienischen Grenze befindet, von einer Gletscherlandschaft. Besonders der Nordost-Grat der Aiguille de Bionnassay gilt als messerscharf und sehr exponiert. 


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6. Barre de Écrins (4.102 Meter)

Mit einer Höhe von 4.102 Metern ist die Barre de Écrins im Écrins-Massiv der südlichste und westlichste Viertausender der Alpen. Der formschöne Gipfel erhebt sich imposant und unverwechselbar in den Dauphiné-Alpen, nördlich der Stadt Gap. Andere Berge dieser Größe lassen sich sonst nur im weit entfernten Mont-Blanc-Massiv finden. Mit einer Schartenhöhe von über 2.000 Metern gilt die Barre de Écrins auch als einer der prominentesten Gipfel der Alpen. Der 4.015 Meter hohe schneebedeckte Dôme de Neige ist der beeindruckende Nebengipfel der Barre de Écrins, welcher als eigenständiges Ziel ebenfalls gerne erklommen wird. Beim Aufstieg über die Nordseite wird zudem der beeindruckende, schneereiche Glacier Blanc passiert. 


Die Barre de Écrins als Bergdruck


5. Aiguille Verte (4.122 Meter)

Die Aiguille Verte, zu deutsch „Grüne Nadel“, befindet sich ebenfalls im Mont-Blanc-Massiv, östlich von Chamonix und ragt dort 4.122 Metern hoch empor. Durch ihre felsige, spitze Form macht sie ihrem Namen alle Ehre. So gilt die Aiguille Verte mit ihrer mächtigen Felswand als einer der anspruchsvollsten Kletterberge der Alpen. Stellenweise beträgt die Neigung bis zu 55°, weshalb selbst der Normalweg durch das Whymper Couloir nicht zu unterschätzen ist. Das Bergmassiv ist zudem von Gletschern umgeben, wodurch die Aufstiegsrouten zusätzlich erschwert werden.

Aiguille Verte

4. Grandes Jorasses (4.208 Meter) 

Wie die meisten Viertausender erhebt sich auch der 4.208 Meter hohe mehrgipflige Berg Grandes Jorasses im Mont-Blanc-Massiv an der Grenze Italiens und Frankreichs. Höchster Gipfel des massiven Felskoloss ist der östlich gelegene Point Walker. Besonders bekannt ist die senkrechte Nordwand der Grandes Jorasses, welche circa 1.000 Meter steil über dem Glacier de Leschaux thront. Der Glacier de Leschaux verbindet sich mit dem Glacier du Tacul zum 12 Kilometer langen Mer de Glace, dem viertgrößten Gletscher der Alpen. Die Besteigung der Grandes Jorasses ist bereits über den Normalweg unglaublich anspruchsvoll und sehr erfahrenen Alpinisten vorbehalten. Eisfelder, Séracs, brüchige Felsen und sehr steile Neigungen stellen besonders Gefahren dar. An dem Berg fanden auch Künstler wie Caspar David Friedrich oder René Magritte Faszination und Inspiration und bildeten ihn in ihren Kunstwerken ab. 

Grande Jorasses

Die Grandes Jorasses als Bergdruck


3. Mont Blanc du Tacul (4.248 Meter)

Der 4.465 Meter hohe Mont Blanc du Tacul ist Teil der Mont-Blanc-Gruppe in den Savoyer Alpen und befindet sich zwischen der französischen Gemeinde Chamonix und der italienischen Ortschaft Courmayeur. Der Berg liegt am Nordostgrat des Mont Blancs, welcher von der touristisch beliebten Felsspitze Aiguille du Midi zum Gipfel führt. Diese Route zur Besteigung des Mont Blanc du Tacul gilt auch als Normalweg. Alternative Anstiegsmöglichkeiten beispielsweise über den Teufelsgrat (Aiguilles du Diable), welcher aus fünf spitzen Felsnadeln besteht, sind schwieriger. Insbesondere diese Route gilt als eine der anspruchsvollsten Touren der Alpen.

Mont Blanc du Tacul

Die Alpenberge als Quartett


2. Mont Maudit (4.465 Meter)

Der 4.465 Meter hohe Mont Maudit ist ebenfalls Teil der Mont-Blanc-Gruppe und liegt zwischen Mont Blanc du Tacul und Mont Blanc. Meist wird der Mont Maudit deshalb nicht eigenständig erklommen, sondern beim Aufstieg auf den Mont Blanc mitgenommen. Der Aufstieg auf den Gipfel ist schwierig und anspruchsvoll, weshalb der Mont Maudit, vermutlich seinen Namen erhielt, der sich mit “Verdammter Berg” übersetzen lässt. Eine beliebte Aufstiegsroute auf den eher selteneren besuchten Nebengipfel des Mont Blanc startet vom Rifugio Torino, zunächst Richtung Mont Blanc du Tacul, über den Kuffnergrat zum Gipfel mit Abstieg zum Refuge des Cosmiques.


1. Mont Blanc (4.810 Meter)

Mit einer Höhe von 4.810 Metern ist der berühmte Mont Blanc nicht nur der höchste Berg Frankreichs, sondern der gesamten Alpen. Es ist umstritten, ob der Mont Blanc nicht sogar der höchste Berg Europas ist. Dies hängt von der Definition der europäisch-asiatischen Grenze ab und dementsprechend ob der Elbrus im russischen Kaukasus auf europäischem Gebiet liegt. Das beeindruckende Mont-Blanc-Massiv thront über der südostfranzösischen Gemeinde Chamonix und befindet sich direkt auf der französisch italienischen Grenze. Ob die Gipfelregion komplett in Frankreich oder teils in Italien liegt ist ebenfalls kontrovers. Die Nordseite des Mont Blanc ist stark vergletschert, wohingegen die Südseite steile Felswände aufweist. Das Bergmassiv besitzt einige Nebengipfel wie den 4.748 Meter hohen Mont Blanc de Courmayeur am Südostgrat. Das Mont-Blanc-Massiv ist durch seine imposante Schönheit ein international beliebtes Reiseziel. Die Schwierigkeit des Berges und Gefahren durch Wetterumschwünge werden oftmals unterschätzt, sodass der Mont Blanc laut weltweiter Berg-Unfallstatistik zu den tödlichsten Bergen zählt. 


Der Mont Blanc als Bergdruck