Die sieben höchsten Berge der Schweiz

Die Alpen sind geprägt von atemberaubenden Landschaften und imposanten Bergen. Die meisten Viertausender des Alpenraums – 48 von insgesamt 82 – befinden sich in der Schweiz oder auf den Grenzen zu ihren Nachbarstaaten. Die sieben höchsten Berge des Landes stellen wir dir hier näher vor.

7. Grand Combin

Das Bergmassiv Grand Combin liegt in den westlichen Walliser Alpen, nahe der italienischen Grenze und ist mit einer Höhe von 4314 Metern der siebthöchste Berg der Schweizer Alpen. Das stark vergletscherte Massiv besteht aus drei Hauptgipfeln mit über 4000 Meter Höhe. Dem Petit Combin, dem Combin de Corbassière und dem höchsten der Drei, dem Combin de Grafeneire. Die beeindruckende Ostwand des Gipfels Combin de la Tsessette fällt über 1200 Meter steil ab. Östlich des Grand Combin befindet sich in einem tiefen Tal der Stausee Lac de Mauvoisin, dessen Zuflüsse den Berggletschern entspringen. Das Massiv ist Teil der mehrere Tage umfassenden, hochalpinen Haute Route von Chamonix nach Zermatt und kann zu Fuß oder auf Skiern überquert werden.

Grand Combin
Unsere Bergdrucke: Grand Combin

6. Dent Blanche

Die Dent Blanche ist ein freistehender, markanter, pyramidenförmiger Berggipfel, der sich in den Walliser Alpen etwa 10 Kilometer Luftlinie westlich von Zermatt befindet. Mit einer Höhe von 4356 Metern ist sie der sechzehnthöchste Gipfel der Alpen und der sechsthöchste der Schweiz. Die am Gipfel zusammentreffenden Grate verlaufen entlang aller vier Himmelsrichtungen. Die Nordostflanke ist hierbei am stärksten vergletschert. Die Südflanke hingegen fällt flacher als die andern ab, wodurch sie sich besonders gut zum Aufstieg eignet. Vom Gipfel aus bietet sich Bergsteigern ein atemberaubender Panoramablick über den Mont Blanc, Grand Combin, Monte Rosa, Matterhorn und Weisshorn- sowie die Mischabelgruppe. Der Name des Bergs, zu deutsch „weißer Zahn“, geht vermutlich auf eine Namensverwechslung bei einer Kartenabschrift zurück. Ursprünglich galt der Name wohl dem nahe gelegenen, deutlich schneebedeckteren Dent d’Hérens.

5. Matterhorn

Das Matterhorn hat durch seine markante tetraedrische Form einen hohen Wiedererkennungswert und ist so nicht nur das Motiv der Toblerone Schokolade, sondern einer der  ikonischsten Berge Europas und eins der bekanntesten Wahrzeichen der Alpen und der Schweiz. Mit 4478 Meter ragt das Matterhorn in den Walliser Alpen nahe Zermatt empor und ist Teil der Dent-Blanche-Decke. Der aus zwei verschiedenen, schräg aufeinander liegenden Gesteinsschichten bestehende Berg befindet sich mit seiner Südwand teilweise bereits auf italienischem Boden. Seinen Namen verdankt der Berg vermutlich dem umliegenden grasbewachsenen Tal, der sogenannten Matte. Das Matterhorn kann von Bergsteigern über vier Grate erklommen werden, wobei die Route über den Nordostgrat, auch als Hörnligrat bekannt, die am häufigsten gewählte ist. Der Aufstieg zum Gipfel ist nicht frei von Risiken. Seit der Erstbesteigung des Matterhorns 1865 kam es zu über 500 tödlichen Unfällen. Besonders die Gefahren während des Abstiegs werden von vielen Bergsteigern unterschätzt.

Matterhorn
Matterhorn
Unsere Bergdrucke: Matterhorn

4. Weisshorn

Ebenfalls im Wallis, nördlich von Zermatt ragt das Weisshorn in Form eines gleichschenkligen Dreiecks 4505 Meter empor und ist somit der vierthöchste Berg der Schweiz. Die ebenmäßige, dreigratige Pyramide ist als Hauptgipfel der Weisshorngruppe relativ freistehend. Das Weisshorn wird durch seine Form und durch seine unberührte Lage manchmal als der schönste Berg der Alpen bezeichnet. Bei einem Aufstieg müssen 3000 Höhenmeter überwunden werden. Dies bietet für Alpinisten eine große Herausforderung. Der Ostgrat gilt als heutiger Normalweg, wohingegen der Südwestgrat den anspruchsvollste Aufstiegsweg bietet.

3. Liskamm

Der Liskamm ist ein 5 Kilometer langer Grenzkamm in den Walliser Alpen zwischen Matterhorn im Westen und der Monte-Rosa-Gruppe im Osten, auf der Grenze zu Italien. Der Ostgipfel ist mit einer Erhebung von 4527 Metern der höchste Punkt des Gebirgszugs. Der etwa ein Kilometer entfernte Westgipfel liegt auf einer Höhe von 4479 Metern. Auf nordöstlicher Seite des Kamms fällt eine vereiste, über 1000 Meter steile Felswand ab. Südlich befindet sich der stark zerrissene Lysgletscher. Es gibt mehrere Routen, um den Liskamm zu besteigen. Über den Ostgrat und den Südgrat kann der Ostgipfel bezwungen werden. Will man bei einer alpinen Tour jedoch beide Gipfel mitnehmen, dann bietet es sich an, über den Südwestgrat zum Westgipfel und weiter zum Ostgipfel zu steigen. Besonders dieser Übergang von Gipfel zu Gipfel ist sehr stark verwechtet, das heißt von einem Schneeüberhang bedeckt, was eine hohe Gefahr für Bergsteiger darstellt. Wegen der hohen Unfallquote durch sogenannte Wechtenbrüche ist der Liskamm auch unter dem Namen „Menschenfresser“  bekannt.

2. Dom

Der Dom ist mit 4545 Metern der höchste Berg, der sich komplett auf Schweizer Boden befindet. Der in den Walliser Alpen gelegene Gipfel ist Teil der Mischabelgruppe, welches nach dem Monte Rosa, das zweitgrößte Gebirgsmassiv der Schweiz bildet. Seinen Namen trägt der Dom zu Ehren des Domherrn Joseph Anton Bechthold, welcher den Berg 1833 erstmals vermaß. Die Besteigung ist nur erfahrenen Alpinisten empfohlen, denn die Route zum Gipfel führt parallel zu Gletscherspalten und an stark verwechtetem Gelände entlang. Die Erstbesteigung des Doms gelang im Jahre 1858. 1917 wurde der Berg dann erstmals mit Skiern bestiegen.

Dom Berg Schweiz
Dom Berg Schweiz
Unsere Bergdrucke: Dom

1. Dufourspitze

Welches nun der höchste Berg der Schweiz ist, sorgt immer wieder für Diskussionen, denn mit einer Höhe von 4634 Metern ist die im Wallis gelegene Dufourspitze zwar der am höchste Punkt der Schweiz, allerdings befindet sich der Gipfel nur circa 160 Metern von der italienischen Grenze entfernt, womit Teile des Berges auf italienischem Staatsgebiet liegen. Dadurch konkurriert sie mit dem Dom um den Titel des höchsten Schweizer Berges.  Unbestritten ist dagegen, dass die Dufourspitze der zweithöchste Alpenberg nach dem Mont Blanc ist. Sie ist Teil des Monte-Rosa-Massiv, welches insgesamt zehn Viertausender umfasst. Ursprünglich wurde der Berg Gornerhorn genannt. Seinen neuen und jetzigen Namen erhielt er 1863 in Anlehnung an den General und Kartografen Guillaume-Henri Dufour. Die Route zum Gipfel startet für Alpinisten meistens an der relativ niedrig gelegenen Monte Rosa Hütte, wodurch Auf- und Abstieg viel Zeit in Anspruch nehmen. Gletscherspalten und vereiste Grate stellen die größten Schwierigkeiten auf dem Weg zum Gipfel dar.

Dufourspitze
Unsere Bergdrucke: Dufourspitze