Was macht einen Ski aus?

Wir haben die wichtigsten Eigenschaften, die für die richtige Ski-Wahl wichtig sind, hier zusammengesammelt.


Was macht einen Ski aus?

1.Untergrund

Für die Wahl eines Skis ganz entscheidend: Auf welchem Schnee werden sie gefahren, wie ist der Untergrund beschaffen?

Park (3 – 5 % aller Skifahrer)
Halfpipe, Kicker, Rails und andere Obstacles sind im Park zu Hause. Der Schnee im Park ist hochverdichtet und meist mit Kunstschnee versetzt.
Die Skier müssen extrem hohe Beanspruchungen aus Hindernissen und Landungen überstehen. Meist werden TwinTips eingesetzt.

Piste (90 % aller Skifahrer)
Cruisen, Carven, Kurzschwingen oder Tempobolzen – die Möglichkeiten auf der Piste sind unbegrenzt. Die Unterlage kann ebenso vielseitig sein:
Von frisch präparierter und butterweicher Naturschneepiste bis bockelharter Kunstschneeauflage ist alles zu finden.
Ein guter Ski bietet den richtigen Kompromiss aus Eisgriffigkeit, Gleitvermögen und Drehfreude.

Tiefschnee (20 – 25 % aller Skifahrer)
Für den Moment, in dem das Schneekissen den Fahrer wie auf Wolken trägt, geben manche Skiläufer alles.
Zumeist wird auf weichem, mitunter verspurtem Schnee gefahren. Ein passender Ski muss ausreichend Auftrieb
geben und dennoch gut drehen – insbesondere, wenn nachmittags der Schnee schwer wird.

Freeride (10 % aller Skifahrer)
Dort, wo der Lift aufhört, geht es für Freerider meist noch weiter – gerne auch auf Fellen. Der Freerider weiß nie, welche Bedingungen der gewählte Hang aufweist:
Von windverpresstem Schnee bis zum echten Pow-Erlebnis kann alles dabei sein. Zum Einsatz kommen meist breite Skier, die besonders viel Auftrieb, aber auch eine maximale Kontrolle bieten.

2. Biegelinie

Die Biegelinie bestimmt, in welchem Bereich und mit welchem Druck die Kanten aktiv in den Schnee gepresst werden.
Dadurch werden die Spurstabilität und die Drehfreudigkeit des Ski beeinflusst. Weiterhin bestimmt die Biegelinie, wie die Skienden und die Skispitzen gestaltet sind.

3. Skilänge

Die Länge wird abhängig von der Körperlänge des Fahrers und des Einsatzzweckes des Skis gewählt.
Grundsätzlich gilt, dass ein langer Ski mehr Laufruhe vermittelt und insbesondere bei höherem Tempo
besser kontrolliert werden kann. Kürzere Ski wiederum sind drehfreudiger.

4. Flex

Flex bezeichnet die Biegsamkeit eines Skis. Die Skier für den Tiefschnee müssen am biegsamsten sein. Je höher das Gewicht, desto steifer muss der Ski sein.
Park – mittlerer Flex. Genug für Tricks auf der Piste und in der Pipe, aber hart genug für sicher gestandene Kicker.
Piste – wenig Flex. Volle Kantenkontrolle auch auf sehr hartem Untergrund.
Tiefschnee – viel Flex. Für harmonisches Aufschwimmen im Tiefschnee.
Freeride – mittlerer Flex. Ausreichend steif für eine sichere Skibeherrschung auch in technischem Gelände. Aber genügend Flex, um im Powder aufzuschwimmen und manövrierfähig zu agieren.

5. Kontur

Die Geometrie der Outline bestimmt das Fahrverhalten. Die Breite des Skis hat Einfluss auf den Auftrieb des Ski im Tiefschnee – allerdings sind breitere Ski auf der Piste auch kraftraubend und lassen sich weniger gut carven. Die Taillierung (die Verjüngung des Ski zu seiner Mitte hin) definiert gemeinsam mit der Skilänge den Drehradius.

6. Radius

Je kürzer und je stärker tailliert die Kontur ist, desto kleiner wird der Radius des Skis während der Kurvenfahrt. Ein kleinerer Radius des Skis erlaubt das Fahren sehr enger Kurven. Dabei treten höhere Fliehkräfte auf und es werden größere Schräglagen möglich. Skier mit kleinem Radius neigen stärker zum Verkanten als weniger stark taillierte Skier.

Skier für die Pisten brauchen kleinere Radien für höhere Kurvengeschwindigkeit. Im Park steht Kontrolle im Vordergrund, deswegen sind mittlerer Radius und breiterer Skier optimal. Mittlere Radien und breite Skier für lässige und weite Turns im Tiefschnee, die wenig Druck auf den Hang ausüben. Die Skier für Freeride brauchen extrem viel Fläche für maximalen Auftrieb und müssen eine sehr hohe Laufruhe aufweisen. Deshalb wird meist ein noch größerer Radius gewählt. Manche Fahrer bevorzugen Freeride-Ski, die mehrere Radien miteinander kombinieren.


Die Infografik haben wir mit den Informationen von Craftski erstellt. Craftski bietet Workshops mit professioneller Anleitung zum Eigenbau von Skiern oder Snowboards nach den individuellen Vorlieben an.

Die passenden Skigebiete zum idealen Ski finden, mit unseren Karten der Skigebiete:

Alpenkarte mit 630 Skigebieten

Die erste länderübergreifende Karte der Alpen mit 630 Skigebieten (≥ 5 Pistenkilometer).

Alpenkarte mit 275 Skigebieten

Die handliche länderübergreifende Karte der Alpen mit 275 Skigebieten (≥ 25 Pistenkilometer).

Skigebiete Österreichs

Die erste Marmota Map eines Alpenlandes. Österreich und all seine 413 Skigebiete, im Alpenraum und außerhalb.

Wandkarte - Skigebiete Österreichs