Der Albulapass im Schweizer Kanton Graubünden verbindet das Albulatal mit dem Hochtal Engadin. Er zählt zu den beliebtesten Alpenpässen zum Radfahren. Der über 20 Kilometer lange Anstieg von Westen ist landschaftlich besonders schön und abwechslungsreich. Nicht nur die Bergwelt beeindruckt, sondern auch die parallel zur Passstraße verlaufende Streckenführung der Rhätischen Bahn. Wegen der Bahn-Alternative und der teils engen Straße gibt es auf dem Pass relativ wenig Autoverkehr.
Alpe d’Huez ist ein Wintersportort in den französischen Alpen, der international bekannt als Bergankunft bei der Tour de France ist.Alpe d’Huez – das sind wahrscheinlich die 21 berühmtesten Serpentinen der Welt. Die kurvige Auffahrt in den französischen Wintersportort wird auch „Woodstock des Radsports” genannt. Wenn die Tour de France hier Station macht, pilgern Hunderttausende an den Rand der Strecke und feiern eine große Party.
Der Col de l’Iseran ist mit 2764 Metern der höchste asphaltierte Alpenpass Europas und eine der legendärsten Herausforderungen im französischen Hochgebirge. Er besitzt große Bedeutung für den Radsport und war mehrfach Teil der Tour de France. Seine Schwierigkeit ergibt sich nicht nur aus den vielen Höhenmetern und der Länge des Anstiegs, sondern auch aus der dünnen Luft und den oft extremen Wetterbedingungen. Selbst im Hochsommer können Kälte und Sturm den Pass dominieren – 2019 musste die Tour de France hier aufgrund von Schnee und Erdrutschen sogar abgebrochen werden.
Der Col de la Loze ist mit 2304 Metern einer der höchsten befahrbaren Übergänge der französischen Alpen und ein Mythos des modernen Radsports. Die Passhöhe zwischen Méribel und Courchevel ist erst seit 2019 über einen asphaltierten, für Autos gesperrten Radweg erreichbar. Seine Schwierigkeit liegt weniger in der Länge als im unrhythmischen Profil: Ständige Steigungswechsel mit Rampen von über 20 Prozent machen jede Tempoeinteilung unmöglich. Seit 2020 Teil der Tour de France, gilt der Anstieg als einer der härtesten der Rundfahrt – 2023 verlor hier sogar Tadej Pogačar im Duell mit Jonas Vingegaard endgültig die Tour.
Der Col du Galibier ist mit einer Höhe von 2642 m der fünfthöchste asphaltierte Straßenpass in den Alpen. Der Pass in den Westalpen ist einer der absoluten Klassiker im Programm der Tour de France. Gleichzeitig hat er landschaftlich sehr viel zu bieten. Ein Großteil der Strecke verläuft durch hochalpines, einer Mondlandschaft ähnelndes Gelände. Der Galibier bildet zudem eine Klimagrenze zwischen dem feuchteren nordalpinen und dem trockenen mediterranen Klima auf der Südseite.
Der Col du Tourmalet ist ein französischer Pyrenäenpass im Südwesten des Départements Hautes-Pyrénées. Seine Bekanntheit verdankt er vor allem dem Radsport. Kein anderer Bergpass wurde in der Geschichte der Tour de France häufiger befahren. Bereits 1910, als die Tour erstmals in die Pyrenäen führte, stand der Tourmalet mit im Programm. Octave Lapize, der als Erster oben ankam und im späteren Verlauf die Gesamtwertung der Tour 1910 für sich entscheiden sollte, wird dabei der empörte Ausruf „Vous êtes des assassins!“ (Ihr seid Mörder!) zugeschrieben, mit dem er die Tourorganisatoren beschimpfte. Auch die Vuelta a España führte schon mehrfach auf den Tourmalet.
Bei der Großglockner-Hochalpenstraße ist das Sprichwort „Der Weg ist das Ziel“ wörtlich zu verstehen. Bei der Straße handelt es sich nicht nur um eine gewöhnliche Autoverbindung zwischen den österreichischen Bundesländern Salzburg und Kärnten. Die Straße ist auch Touristenattraktion und Naturspektakel. Wer dem Straßenlauf folgt passiert den Nationalpark Hohe Tauern, mitten im alpinen Hochgebirge, mit Strecken auf einer Höhe von bis zu 2500 Metern. In den Frühjahrs- und Sommermonaten hat man hier zudem gute Chancen, Alpenmurmeltiere zu erspähen, die in der Gegend zahlreich vorkommen.
Der Julierpass ist ein bedeutender Gebirgspass in den Schweizer Alpen und erreicht eine Höhe von 2284 Metern. Er verbindet das Engadin im Kanton Graubünden mit dem Rest der Schweiz und bietet atemberaubende Ausblicke auf die umliegenden Gipfel. Mit seiner reichen Geschichte als alte Handelsroute und seiner modernen Bedeutung als wichtige Straßenverbindung zieht der Julierpass sowohl Reisende als auch Outdoor-Enthusiasten an.
Der Malojapass ist ein beeindruckender Gebirgspass in den Schweizer Alpen, der auf einer Höhe von 1812 Metern liegt. Er verbindet das Engadin im Kanton Graubünden mit dem italienischen Veltlin und bietet atemberaubende Ausblicke auf die umliegende Berglandschaft. Der Malojapass ist nicht nur eine wichtige Verkehrsverbindung, sondern auch ein beliebtes Ziel für Touristen, die die Schönheit der Alpenregion erkunden möchten.
Der Mont Ventoux ist ein 1909 m hoher Bergmassiv in der französischen Provence. Dieser Berg wird auch „Gigant der Provence“ genannt und hat eine große Bedeutung für den Radsport. Obwohl der Berg deutlich weniger hoch ist als die bekanntesten Alpenpässe, ist er vom Schwierigkeitsgrad her vergleichbar. Dafür sorgen nicht nur die vielen Höhenmeter, sondern oft auch die Hitze der Provence und ein erbarmungsloser Gegenwind auf den letzten Kilometern.
Der Passo Pordoi liegt eingefasst von Sass Pordoi und Sass Becé inmitten der Dolomiten und trennt die italienischen Provinzen von Trient und Belluno. Einst Anfang des 20. Jahrhunderts als einer der höchsten asphaltierten Gebirgspässe der Dolomiten erbaut, um Bozen mit Cortina d’Ampezzo zu verbinden, ist das Joch heute vor allem ein beliebtes Ausflugsziel. Während das Passo Pordoi im Sommer Ausgangspunkt für Wanderungen, Kletter- oder Bergtouren ist, sind im Winter von dort die Pisten der Skigebiete Belvedere und Arabba zu erreichen.
Der Splügenpass verbindet die Schweiz mit Italien und beeindruckt mit seinen zahlreichen engen Serpentinen, historischen Tunneln und schützenden Steingalerien, die sich spektakulär an den Fels schmiegen. Besonders aufregend ist die kurvenreiche Passstraße, die durch diese einzigartigen Bauwerke und die imposante Alpenlandschaft zu einem unvergesslichen Erlebnis wird.
Das Stilfser Joch gilt als „die Königin der Passstraßen“ und ist der Übergang zwischen Südtirol und der Lombardei.Mit einer Passhöhe von 2757 Metern ist das Stilfser Joch der höchste Gebirgspass in Italien sowie die dritthöchste Passstraße der Alpen.
Das Timmelsjoch, auch Timmel genannt, ist ein 2474 m hoher Grenzpass zwischen Österreich und Italien, der die Ötztaler Alpen von den Stubaier Alpen trennt und das Ötztal mit dem Passeiertal verbindet. Der Pass, dessen Name vom rätoromanischen Wort „tömbl“ für Hügel stammt, wurde seit frühester Zeit genutzt und war ein wichtiger Handelsweg, auch von den Fuggern und Welsern. Seit 1920 verläuft die Grenze zwischen Italien und Österreich über das Joch und 2010 wurde das Timmelsjoch-Museum eröffnet, das genau auf der Grenze errichtet wurde und die Geschichte und Bedeutung des Passes hervorhebt.