Das große infografische Buch über die Alpen. Über 360 Seiten zu Geografie, Sportarten, Geschichte, Kultur, Naturschutz und vielem mehr. 2025 aktualisiert.
Südlich des Tegernsees erhebt sich der Hirschberg mit seinem Hauptgipfel im Westen und dem etwa 15 Meter niedrigeren Vorgipfel im Osten. Trotz der vergleichsweise geringen Höhe ist der Berg von Norden her weithin sichtbar und grüßt die Bewohner der Region im bayerischen Voralpenland. Der Gipfel ist über verschiedene Wanderpfade erreichbar und bietet eine hervorragende Aussicht, die bei gutem Wetter vom Rossstein über die Zugspitze bis zum Großglockner reicht.
Der Hochwanner auf der Grenze zwischen Bayern und Tirol ist Deutschlands höchste Erhebung außerhalb des Zugspitzmassivs. Mehr als 1400 Meter fällt die eindrucksvolle Nordwand Richtung Reintal ab. Die Erstbesteigung erfolgte 1870 über die heutige Normalroute von Süden aus Tirol. In den Sommermonaten hat man während des Aufstiegs gute Chancen, auf hier ansässige Murmeltiere zu treffen. Oben angekommen bietet sich schließlich eine tolle Aussicht auf die Nachbarberge wie die Alspitze im Norden oder die Mieminger Kette im Süden.
Die Birkkarspitze ist der höchste Berg des Karwendels. Gemeinsam mit den drei westlich des Gipfels gelegenen Ödkarspitzen bildet sie ein beeindruckendes Massiv. Nördlich der Birkkarspitze zieht sich das Karwendeltal. Durch seine Länge und den sanften Anstieg ist es zum Mountainbiken ideal. Auch ausgedehnte Skitouren in beeindruckendem Panorama sind dort beliebt.
Das Riedberger Horn ist ein markanter Grasberg im Allgäu und der höchste Berg der Hörnergruppe im Nordwesten von Oberstdorf. Der Gipfel ist leicht zu erreichen und bietet einen wunderschönen Blick auf die Allgäuer Hochalpen mit dem Hochvogel und dem Großen Krottenkopf. Das Gebiet am Riedberger Horn gilt als ideales Wandergebiet für Familien und Menschen ohne Vorerfahrung. Nur der Weg über den Nordostgrat ist etwas herausfordernder.
Der Geigelstein ist der dritthöchste Berg der Chiemgauer Alpen und der höchste ihrer Gipfel, der vollständig in Bayern gelegen ist. Mit seinem gut 100 Meter langen Gipfelgrat und den schräg abfallenden Flanken ähnelt der Berg vor allem von Süden aus gesehen einem spitzen Hausdach. Proteste gegen die Errichtung eines größeren Skigebiets am Geigelstein führten dazu, dass 1991 ein Areal von gut 300 Hektar unter Naturschutz gestellt wurde. Unter anderem handelt es sich um ein wichtiges Brutgebiet für Wanderfalken.
Als einer der westlichen Gipfel der Daumengruppe erhebt sich das Rubihorn mit seinem weithin sichtbaren Gipfelkreuz im Westen des Nebelhorns und nördlich des Schattenbergs. Der Berg ist nach der Gemeinde Rubi im Norden von Oberstdorf benannt. Von oben bietet sich eine hervorragende Aussicht auf das Illertal und die benachbarten Berge. Gerade landschaftlich sehr reizvoll ist der Aufstieg von Osten, bei dem der malerische Gaisalpsee passiert wird.
Südöstlich von Bad Reichenhall befindet sich der Untersberg, das nördlichste Gebirgsmassiv der Berchtesgadener Alpen. Die deutsch-österreichische Grenze verläuft über das ausgedehnte Gipfelplateau. Mit 1972 Metern ist der Berchtesgadener Hochthron dessen höchster Gipfel. Das gesamte Gebirgsmassiv ist von Karsthöhlen durchzogen. So befindet sich hier Deutschlands tiefste und längste bekannte Höhle sowie die einzige erschlossene Eishöhle. An den Nordhängen des Massivs wird seit der Römerzeit der bekannte Untersberger Marmor abgebaut.
Obwohl er häufig im Schatten seines berühmten östlichen Nachbarns Watzmann steht, ist der Hochkalter im gleichnamigen Bergmassiv einer der höchsten Gipfel Deutschlands. An seiner Nordseite befindet sich mit dem Blaueis der nördlichste Alpengletscher. Noch etwas weiter nördlich befindet sich der Zauberwald voller Felstrümmer. Dieser entstand vor etwa 4000 Jahren bei einem gewaltigen Bergsturz am Hochkaltermassiv, durch den auch der Hintersee aufgestaut wurde.
Der Grünten ist als der Wächter des Allgäus bekannt und befindet sich südlich von Kempten, direkt am Alpenrand. Bereits im Mittelalter wurde der Grünten das erste mal erklommen und man entdeckte ein großes Eisenerzvorkommen an seinen Hängen. Vom 15. bis ins 19. Jahrhundert wurden viele Stollen für den Bergbau angelegt. Für die Produktion von Eisenerz benötigte man große Mengen an Holz und den starken Rodungen in der Umgebung verdankt der Grünten seinen Namen, denn dieser steht im lokalen Dialekt für „Glatzkopf“.
Der Große Arber wird auch als „König des Bayerischen Waldes“ bezeichnet, dessen höchste Erhebung er ist. Der Berg liegt umgeben von Naturschutzgebieten und zwei Seen, nahe der tschechischen Grenze. Wanderwege und Skipisten machen den Großen Arber zu einem attraktiven Ausflugsziel. Bei klarer Sicht reicht der Blick vom Gipfel bis zu den Alpen. Neben der Aberkapelle unterhalb des Gipfels, befinden sich zwei Radarkuppeln der Luftwaffe auf dem Großen Arber. Diese sind Relikte aus der Zeit des Kalten Krieges.
Der Biberkopf erhebt sich am Ende des Allgäuer Hauptkamms und ist der südlichste Berg Deutschlands. Über seinen markanten Gipfel verläuft die Grenze zu Österreich. Der Name dürfte auf die einst große Biberpopulation im angrenzenden Lechtal und den umliegenden Hochmooren zurückzuführen sein. Dies spiegelt sich in der traditionellen Damentracht der Gegend wieder, zu der auch eine Biberfellmütze gehört.
Südwestlich von Oberstdorf, auf der Grenze zwischen Bayern und Vorarlberg erhebt sich als nördlichster Gipfel des Fellhorngrats das Söllereck. Der Berg liegt zwischen den Eingängen ins Kleinwalsertal im Westen und dem Stillachtal im Osten. Mit der Söllereckbahn gelangt man zur Bergstation auf eine Höhe von 1358 Metern. Im Winter befindet sich hier auch das Skigebiet Oberstdorf / Söllereck.
Das Nebelhorn ist ein Gipfel der Daumengruppe in den Allgäuer Alpen, die sich östlich von Oberstdorf erhebt. Die Nebelhornbahn führt nahezu direkt auf den Gipfel des Bergs, was sie zur höchsten Seilbahn des Allgäus macht. Mit der Nebelhorn Trophy ist sogar ein internationaler Eiskunstlauf-Wettbewerb, der jährlich in Oberstdorf stattfindet, nach dem Berg benannt.
Das Fellhorn gilt als der Blumenberg der Allgäuer Alpen, vor allem aufgrund der großen Alpenrosenfelder an seinen Hängen. Als Teil der Schafalp-Gruppe war der Berg früher auch als „Schlappolder (Kreuz-)Spitz“ bekannt. Aus dem Stillachtal gelangt man mit der Fellhornbahn auf eine Höhe von etwa 70 Metern unterhalb des Berggipfels.
Die Trettachspitze ist der höchste Berg der Allgäuer Alpen, der sich komplett in Bayern befindet. Der markante Gipfel wird aufgrund seiner Erscheinung auch als das „Matterhorn des Allgäus“ bezeichnet. Der Aufstieg auf die Trettachspitze ist erfahrenen Kletterern vorbehalten. Als leichteste Route gilt der Weg über den Nordwestgrat. Häufig begangen werden vor allem unterschiedliche Routen an der Westwand des Bergs.
Im Ostallgäu bei Füssen erhebt sich der Tegelberg. Höchster Punkt des Massivs ist der Branderschrofen. Das Tegelberghaus, etwa 150 Meter unterhalb des Gipfels, ist unter anderem mit der in den 1960er-Jahren erbauten Tegelbergbahn erreichbar. Nahe der Bergstation starten viele Gleitschirmflieger, die in der warmen Jahreszeit zahlreich am Berg erscheinen. Am westlichen Fuß des Bergs liegt Hohenschwangau mit dem weltberühmten Schloss Neuschwanstein.
Südlich des Chiemsees erhebt sich die Kampenwand, die mit ihrer markanten Felsspitze, die an einen Hahnenkamm erinnert, noch aus großer Entfernung leicht zu erkennen ist. Nicht auf dem Haupt- sondern auf dem vier Meter niedrigeren Ostgipfel befindet sich das mit 12 Metern höchste Gipfelkreuz der Bayerischen Alpen. Die Kampenwandbahn bringt im Winter Skifahrer ins Skigebiet Kampenwand–Aschau am Nordosthang des Bergs. Der Aufstieg auf den etwa 200 Meter höher gelegenen Hauptgipfel ist per Wanderung mit nur wenigen Kletterpassagen möglich. Die Kampenwand bietet jedoch auch Routen für längere Kletter-, Mountainbike- und Skitouren.
Der Brocken ist der höchste Berg des Harz und gilt auch als höchste Erhebung Norddeutschlands. Seit 1899 ist der Gipfel mittels einer Schmalspurbahn erschlossen. Um den häufig nebelverhangenen Berg ranken sich eine Reihe von Mythen. So galt der auch als Blocksberg bekannte Brocken als ein Hexentanzplatz. Das Auftreten von Lichteffekten im Nebel, das sogenannte Brockengespenst, trug ebenfalls zur Legendenbildung bei.
Der Risserkogel, der zweithöchste Gipfel der Tegernseer Berge, liegt südlich des etwas niedrigeren Plankensteins, der mit seinen markanten Zinnen ein populärer Kletterberg ist. Der Aufstieg auf den Risserkogel ist hingegen mit einer - je nach Route - zwei- bis vierstündigen Wanderung zu bewerkstelligen. Der Berg ist damit ein beliebtes Ausflugsziel, gerade auch für die Einwohner der Landeshauptstadt München und deren Umgebung.
Die Landschaft auf Föhr ist flach und von Wiesen und landwirtschaftlichen Flächen geprägt. Neben dem Hauptort Wyk gibt es viele kleine, malerische Dörfer. Die Strände sind schmal, aber sehr beliebt zum Baden.
Amrum ist bekannt für den Kniepsand, seinen breiten Strand.Eigentlich ist er eine Sandbank, die um die Insel herumwandert. Wahrzeichen Amrums ist der rot-weiß gestreifte Leuchtturm.
Langeneß ist die größte Hallig im Wattenmeer. Die Menschen leben auf 18 Warften, die bei Sturmfluten zu kleinen Inseln werden. Güter gelangen mit einer Lorenbahn auf die Insel.
Hooge ist die zweitgrößte Hallig im Wattenmeer. Die Häuser stehen auf zehn bewohnten Warften, die sie vor Sturmfluten schützen. Ein niedriger Deich schützt vor noch häufigeren Überflutungen.
Auf der Hallig Nordstrandischmoor leben etwa 20 Personen auf vier Warften. Die Inselschule ist eine der kleinsten Schulen Deutschlands. Eine Lorenbahn verbindet die Hallig mit dem Festland.
Pellworm liegt inmitten von Wattflächen. Die Insel ist rundherum von einem Deich geschützt, sonst würde sie regelmäßig überflutet. Es gibt hier keinen Sandstrand, aber jede Menge Ruhe.
Die vor der Elbmündung im Watt gelegene Insel Neuwerk bildet zusammen mit den unbewohnten Nachbarinseln Scharhörn und Nigehörn den nördlichsten und westlichsten Stadtteil Hamburgs.
Wangerooges Form erinnert an ein Seepferdchen. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Insel von Bomben getroffen. Heute geht es ruhig zu, die Inselbahn zuckelt gemütlich durch die Landschaft.
Das autofreie Spiekeroog ist besonders naturnah und ruhig. Die Insel ist bekannt für ihr idyllisches Dorf. Selbst Fahrräder gelten hier als zu hektisch. Auf der Ostplate herrscht unberührte Wildnis.
Die autofreie Insel ist bei Familien besonders beliebt. Die bunte Inselbahn transportiert die Gäste in den Ort. Das Wahrzeichen von Langeoog ist der auf einer Düne errichtete Wasserturm.
Baltrum gilt wegen seiner Ruhe als besonders erholsam. Statt Straßennamen gibt es auf der kleinen, autofreien Insel nur Hausnummern. Die ältesten Häuser tragen die niedrigsten Nummern.
Norderney war das erste deutsche Seebad an der Nordsee, wovon heute historische Gebäude des Kurtourismus zeugen. Im Westen gibt es viele Kneipen und Bars, im Osten – einsame Natur.
Die autofreie Insel ist an keiner Stelle breiter als 900 Meter. So ist es nie weit zum Meer, dessen Brandung man immer hören kann. Pferdefuhrwerke transportieren auf Juist Personen und Güter.