Das große infografische Buch über die Alpen. Über 360 Seiten zu Geografie, Sportarten, Geschichte, Kultur, Naturschutz und vielem mehr. 2025 aktualisiert.
Zwischen Monte Rosa im Süden und der Mischabelgruppe im Norden erhebt sich das Rimpfischhorn als höchster Punkt der Allalingruppe. Sein Felsgrat steigt langsam von Norden bis zum höchsten Gipfel im Süden an. Entsprechend wirkt der Berg von Süden aus gesehen als steil aufragendes, steinernes Dreieck, während er von Westen und Osten seine Felszacken präsentiert. Das Rimpfischhorn eignet sich sowohl als Ziel für Hochtouren im Sommer wie auch für Skitouren im Winter.
Der Titlis liegt im Zentrum der Urner Alpen und ist die höchste Erhebung einer etwa 20 Kilometer langen Bergkette. Während der Titlis mit seinem geschwungenen Gipfel nach Osten und Süden schroff abfällt und beeindruckende Bergwände bildet, erstreckt er sich im Norden sanft abfallend hin zur Gemeinde Engelberg. Durch die Erschließung per Seilbahn und Attraktionen wie den „Titlis Cliff Walk“ handelt es sich um einen sehr beliebten und stark besuchten Berg, ob im Sommer zum Wandern oder im Winter zum Skifahren.
Die Signalkuppe, auf Italienisch auch Punta Gnifetti genannt, ist ein Gipfel in den Penninischen Alpen an der Grenze zwischen Italien und der Schweiz. Sie ist ein Untergipfel des Monte Rosa. Der Berg ist nach „dem Signal“ benannt, einem markanten Gendarmen auf dem Ostgrat, der Cresta Signal genannt wird. Die Erstbesteigung wurde von Giovanni Gnifetti, einem Pfarrer aus Alagna Valsesia, durchgeführt. Das höchste Gebäude Europas, die Capanna Margherita, liegt auf dem Gipfel des Berges. Die Arbeiten begannen 1890 mit Unterstützung der italienischen Krone, und Königin Margherita eröffnete sie 1893.
Das Breithorn ist ein Gebirgszug der Penninischen Alpen mit dem gleichnamigen höchsten Gipfel, der an der Grenze zwischen der Schweiz und Italien liegt. Er befindet sich auf der Hauptkette der Alpen, etwa auf halber Strecke zwischen Matterhorn und Monte Rosa und östlich des Theodulpasses. Der größte Teil des Massivs ist vergletschert und umfasst mehrere Nebengipfel, die alle östlich des Hauptgipfels liegen: das Zentrale Breithorn, der westliche Breithornzwilling, der Gendarm und die Roccia Nera.
Zwischen Splügenpass und Chur erhebt sich der Piz Beverin in den östlichen Adula Alpen. Der relativ freistehende Gipfel bietet eine hervorragende Aussicht. Ausser Wanderwegen führen unterschiedlich schwierige Kletterrouten auf den Piz Beverin. Zudem ist der Berg beliebtes Ziel für Skitouren. Rund um den Berg befindet sich der Naturpark Beverin. Neben dem Graubündner Wappentier, dem Steinbock, lebt hier auch ein Wolfsrudel.
Der Piz Val Gronda liegt in der Samnaungruppe, direkt an der Grenze zwischen Österreich und der Schweiz. Auf Schweizer Gebiet im Fimbatal, südwestlich des Gipfels, befindet sich die Heidelberger Hütte, Ausgangspunkt für Skitouren und der wichtigste Stützpunkt zur Erwanderung des Bergs. Von hier ist der Gipfel in etwa zwei Stunden problemlos erreichbar.
Der Name Badile bedeutet im Italienischen „Schaufel“, weil die berüchtigte Nordostwand des Berges tatsächlich einem Schaufelblatt ähnelt. Zusammen mit seinen Nachbargipfeln gehört der Piz Badile zu den berühmtesten Kletterbergen der Alpen. Seine Nordwand gilt als äußerst anspruchsvoll.
Der höchste Berg der Bündner und der Albula-Alpen liegt zentral in Graubünden. Diese zentrale Lage macht den Piz Kesch zu einem beliebten Tourenziel. Als höchste Erhebung zwischen Silvretta und Adula Alpen bietet er vom Gipfel eine der schönsten Aussichten der Region. Bei guter Sicht reicht der Blick bis zu den Ötztaler Alpen, Ortler und Adamello, der Berninagruppe und den Walliser Alpen.
Das Rheinwaldhorn ist der höchste Berg der Adula Alpen. Auf italienisch heißt der Berg Adula. Der Name tauchte bereits auf historischen Karten des Römischen Reiches auf. Weitere Namen für den Berg waren Rheinwaldspitze, Schneehorn, Adulahorn und Moschelhorn. Das Rheinwaldhorn wird von mehreren Gletschern dominiert, die das flache Gipfelplateau prägen. An seinen Flanken entspringt der Hinterrhein, einer der beiden Zuflüsse des Rheins.
Piz Linard ist der höchste Gipfel der Silvrettagruppe und wird oft als einer der formschönsten Berge der Alpen genannt. Er bildet eine symmetrische Gipfelpyramide und wirkt aus allen Blickrichtungen markant. Der Piz Linard überragt die Umgebung um bis zu 2 000 Meter und ist dadurch weithin sichtbar. Von Zernez im Unterengadin bildet er einen beeindruckenden Talschluss und wird oft als Wahrzeichen des Unterengadins bezeichnet.
Der Vanil Noir ist der höchste Berg der Freiburger Alpen. Er liegt an der Grenze der Schweizer Kantone Freiburg und Waadt, etwa 20 Kilometer östlich von Montreux und dem Genfer See. Am Vanil Noir gibt es seit 1983 ein Naturschutzgebiet, das sich durch viele seltene Pflanzen und eine große Tierwelt auszeichnet. Unter anderem können 73 Tagfalterarten oder die Aspisviper bewundert werden und es wachsen Blumen wie die Alpen-Betonie oder der Drachenkopf.
Der Glärnisch ist das höchste Bergmassiv der Schwyzer Alpen. Da er sich vollständig im Kanton Glarus befindet, wird der Glärnisch in anderen Einteilungen der Gebirgsgruppen zu den Glarner Alpen gezählt. Er hat mehrere Gipfel, der höchste von allen ist der Bächistock. Durch die Höhe und die Lage bietet der Berg von seinen Gipfeln fantastische Blicke über den Nordosten der Schweiz.
Der Pilatus ist ein Gebirgsstock der Emmentaler Alpen, im Westen des Vierwaldstätter Sees. Das Pilatus-Massiv besteht aus einer Reihe von Gipfeln, von denen das Tomlishorn der höchste ist. Neben einer Seilbahn führt auch die Pilatusbahn zum Gipfel, die mit einer maximalen Steigung von 48 % als steilste Zahnradbahn der Welt gilt.
Das Schreckhorn ist der nördlichste Viertausender Europas. Steil ragt der mächtige Felszacken südlich von Grindelwald empor. Zusammen mit dem nur unwesentlich niedrigeren Lauteraarhorn bildet das Schreckhorn einen imposanten Doppelgipfel. Häufig wird das Schreckhorn als der am schwierigsten zu besteigende Viertausender der Alpen bezeichnet. Der Berg gilt als Geheimtipp für erfahrene Bergsteiger, da es wegen seiner abseitigen Lage eher menschenleer ist.
Das Aletschhorn ist der zweithöchste Gipfel der Berner Alpen und wird häufig als kältester Alpenberg beschrieben, da es in besonderem Maße kalten Winden ausgesetzt ist. Von der Spitze aus hat man eine atemberaubende Aussicht auf die umliegenden Drei- und Viertausender der Berner und Walliser Alpen. Rund um das Aletschhorn liegen die Aletschgletscher, die früher verbunden waren. Der Große Aletschgletscher ist der größte Gletscher im gesamten Alpenraum.
Im Westen von Chur erhebt sich der Ringelspitz über das Vorderrheintal. Der Berg, der auf rätoromanisch als Piz Barghis bekannt ist, ist der höchste Gipfel des Kantons St. Gallen und liegt auf der Grenze zu Graubünden. Für Touren zum Gipfel bietet sich als Ausgangspunkt die Ringelspitzhütte des Schweizer Alpen-Clubs im Südosten des Bergs an. Für den Aufstieg besonders geeignet sind die Winter- und Frühjahrsmonate.
Nahe des südlichen Dreiländerecks zwischen der Schweiz, Österreich und Liechtenstein erhebt sich die Schesaplana. Mitten in den Alpen gelegen bietet der Gipfel als höchster Punkt des Rätikons bei guten Bedingungen eine Aussicht auf hunderte Alpengipfel bis in die Walliser Alpen, die Ötztaler Alpen, das Zugspitzmassiv und darüber hinaus. Verschiedene Hütten bieten sich als Zwischenstation auf dem Weg auf die Schesaplana an, etwa die Mannheimer Hütte im Norden hinter dem Brandner Gletscher, die Douglashütte am Lünersee im Osten oder die Schesaplanahütte im Süden.
Der eindrucksvolle Niesen erhebt sich südlich des Thunersees. Durch seine Pyramidenform wirft der Berg in den Wintermonaten, wenn die Sonne niedrig steht, einen riesigen dreieckigen Schatten auf die Gemeinde Spiez am Fuß des Bergs. Seit 1910 ist der Gipfel mit der Niesenbahn, einer Standseilbahn erschlossen.
Die Rigi ist ein Bergmassiv mit dem höchsten Gipfel Rigi Kulm. Das Massiv, gelegen zwischen Vierwaldstättersee, Zugersee und Lauerzersee, bietet einen spektakulären Ausblick über weite Teile der Schweizer Alpen. Auch deshalb wurde 1871 mit der Vitznau-Rigi-Bahn die erste Bergbahn Europas in Betrieb genommen. Die Rigi zieht seit Jahrhunderten berühmte Gäste an: Twain und Goethe besuchten das Massiv und Tolstoi beschrieb die Aussicht sogar als „die schönste weltweit“.
Zwischen Eiger und Jungfrau komplettiert der Mönch das eindrucksvolle Dreigestirn im Berner Oberland. Von der Bergstation der Jungfraubahn sind es knapp über 600 Höhenmeter Aufstieg bis zum Gipfel, der allerdings einige technische Herausforderungen beinhaltet. Erst 1996 wurde bei Nachmessungen festgestellt, dass der Berg neun Meter höher ist als bisher angenommen. Am Berg wurden früher auf Weiden Wallache, sogenannte „Münche“ gesömmert. Aus dem „Münchenberg“ wurde dann der Mönch.
Die Jungfrau ist der höchste Gipfel des Dreigestirns, das sie gemeinsam mit Eiger und Mönch bildet. Die Eröffnung der Zahnradbahn zum Jungfraujoch auf über 3400 Meter Höhe im Jahr 1912 machte den Berg zu einem der am leichtesten zugänglichen Viertausender der Alpen. Der Name ging womöglich von der am Nordhang gelegenen Wengernalp, die von den Nonnen des ehemaligen Frauenklosters Interlaken Jungfrauenberg genannt wurde, mit der Zeit auf die Jungfrau über.
Nördlich von Zermatt thront das Weisshorn in den Walliser Alpen. Der Hauptgipfel der Weisshorngruppe fällt durch seine ebenmäßige Pyramidenform mit drei scharfen Graten auf. Trotz vieler Viertausender in der Umgebung ist das Weisshorn relativ freistehend. Der Fels an den drei Seitenwänden ist sehr brüchig, weshalb diese sich kaum zum Klettern eignen. Beim Aufstieg müssen 3000 Höhenmeter überwunden werden, was ein hohes Maß an Ausdauer erfordert. Der Weg über den Südwestgrat gilt als anspruchsvollste Route auf den Gipfel.
Nach dem Mont-Blanc-Massiv ist der Monte Rosa das höchste Gebirgsmassiv der Alpen. Der höchste Gipfel, die Dufourspitze, ist der zweithöchste Berg der Alpen und der höchste der Schweiz. Östlich davon, direkt auf der Grenze zu Italien, liegt der Grenzgipfel, der 4618 Meter hoch ist, und weiter im Süden die Signalkuppe (4554 m). Direkt auf ihrem Gipfel steht mit der Capanna Regina Margherita (Margheritahütte) das höchstgelegene Gebäude Europas.
Der Mont Fort ist ein Dreitausender in den Walliser Alpen, der sich im Süden von Nendaz erhebt. Umgeben ist der Berg von drei Gletschern. Der Glacier de Tortin im Westen ist Teil des größten Skigebiets der Schweiz, 4 Vallées. Der Mont Fort lässt sich bequem per Seilbahn von Nendaz oder Verbier aus erreichen. Oben angekommen bietet sich einem bei passendem Wetter eine spektakuläre Aussicht auf die Bergmassive von Monte Rosa und Mont Blanc.
Zwischen Matterhorn und Monte-Rosa ragt der fünf Kilometer lange Liskamm empor. Sein höchster Punkt ist der Ostgipfel. Auf nordöstlicher Seite des Kamms fällt eine vereiste, über 1000 Meter steile Felswand ab. Südlich befindet sich der stark zerrissene Lysgletscher. 1861 wurde der Ostgipfel das erste mal bestiegen und drei Jahre später überschritten Alpinisten das erste mal den Grat. Die Gratüberschreitung kostete schon viele Bergsteiger das Leben, weshalb der Liskamm den Beinamen „Menschenfresser“ erhielt.
Die Mythen gelten als Wahrzeichen von Schwyz und erheben sich im gleichnamigen Kanton im Osten von dessen Hauptort. Höchster Gipfel ist der Grosse Mythen im Süden. Nördlich davon befindet sich der Kleine Mythen und als Nebengipfel von diesem noch weiter im Norden der Haggenspitz. Während der Grosse Mythen mit einer Wanderung erreicht werden kann, führen nur Kletterrouten auf die beiden niedrigeren Gipfel.
Durch seine Lage nahe vieler Viertausender der Walliser Alpen ist das Almagellerhorn nicht der auffälligste Gipfel der Region. Dabei hätte der formschöne Berg, der von Saas Fee aus als perfekte Felspyramide erscheint, alle Aufmerksamkeit verdient. Auch der Aufstieg, der nicht allzu schwierig ist, lohnt sich, denn vom Gipfel des Almagellerhorns hat man eine tolle Aussicht auf die umliegenden Gipfel und Gebirgszüge wie Weissmies im Norden, Stellihorn im Süden und natürlich im Westen die Gipfel von Mischabelgruppe und Monte Rosa.
Wie mit weißem Moos bedeckt erscheint der schneebedeckte Gipfel des Weissmies. Diesem Umstand verdankt der Berg seinen Namen, denn „Mies“ bedeutet im lokalen Dialekt „Moos“. In den Walliser Alpen gelegen ist der Weissmies höchster Gipfel und Namensgeber der Weissmiesgruppe. Er wurde 1855 zum ersten mal bestiegen und gilt als einer der leichter zu erklimmenden Viertausender. Vom Gipfel schweift der Blick über die Nachbargipfel der Gruppe, die Mischabelkette bis zum Monte Rosa sowie hinunter ins Saastal auf Saas-Fee im Westen und das Simplontal im Osten.
Der Piz Vallatscha ist ein Dreitausender in der Sesvennagruppe, einer Gebirgsgruppe im Dreiländereck zwischen Tirol in Österreich, Südtirol in Italien und dem schweizerischen Graubünden. Im Nordwesten liegt der höhere Piz Tavrü. Im Südosten führen die Lifte des Skigebiets Minschuns auf eine Höhe von etwa 2700 Metern. Südlich des Piz Vallatscha verläuft der Ofenpass, seit jeher ein bedeutender Teil der Verbindung zwischen Etsch- und Inntal.
Auf der Südseite der Graubündner Gemeinde Disentis/Mustér erhebt sich der Piz Muraun. Dem Gipfel gegenüber liegen im Norden Piz Ault und Oberalpstock. Im Süden ragt der gut 300 Meter höhere Piz Medel empor. Auch wenn der Aufstieg zum Gipfel des Piz Muraun ohne echte Kletterpassagen zu bewerkstelligen ist, handelt es sich doch um eine anspruchsvolle Wanderroute. Für weniger sportlich Geübte empfiehlt sich eine Fahrt mit dem berühmten Glacier Express nach Disentis, die eine spektakuläre Aussicht auf den Berg bietet.
In den Adula-Alpen, einem Teil der Lepontinischen Alpen liegt der Piz Medel auf der Grenze zwischen den Kantonen Graubünden und Tessin. Westlich des Gipfels befindet sich die Greina, ein bedeutender Alpenpass zwischen den beiden Kantonen, der bereits in der Antike genutzt wurde. Verschiedene Hütten eignen sich als Ausganspunkt für Touren zum Berg, darunter die Medelserhütte. Wie viele Berge der Region ist auch der Piz Medel ein lohnendes Ziel für Skitouren.
Südlich des höheren Oberalpstocks liegt der Piz Ault. Die beiden Berge erheben sich über das Vorderrheintal und die Gemeinde Disentis. Die Skilifte des Skigebiets Disentis 3000 auf der Südseite des Bergs führen bis auf eine Höhe von etwa 2800 Metern, knapp unterhalb des Gipfels des Piz Ault. Beliebte Station bei Touren rund um den Berg im Sommer wie Winter ist die Hütte des Schweizer Alpenvereins, die Camona da Cavardiras im Westen, auf der anderen Seite des Brunnifirns.
Als einer der höchsten Berge der Glarner Alpen erhebt sich der Oberalpstock zwischen Maderanertal in Uri im Norden und Surselva, dem Vorderrheintal in Graubünden im Süden. Besonders markant sind die vier Grate, die nahe des Gipfels zusammenlaufen. Der erste Aufstieg auf den Oberalpstock erfolgte über die Südostseite. Dieser Weg ist auch heute noch die Normalroute. Außer bei Wanderern und Bergsteigern ist der Oberalpstock auch bei Skitourengängern sehr beliebt.