82 Viertausender der Alpen · Walliser Alpen

Breithorn (West)

Höhe
4160 m
Prominenz
440 m
Erstbesteigung
1813
Land
Italien, Schweiz

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Breithorn als illustrierter Druck von Marmota Maps (4164 m, Walliser Alpen)
Illustration aus unserem Poster Breithorn, ab 19 €

Über den Berg

Etwa in der Mitte zwischen Matterhorn und Dufourspitze erhebt sich eine circa drei Kilometer breite Gipfelkette aus Firn und Gestein auf dem Alpenhauptkamm – und damit auf der Grenze zwischen der Schweiz und Italien. Das Breithorn verfügt über fünf Gipfel, die von Westen nach Osten langsam niedriger werden. Der Hauptgipfel wird entsprechend als Westgipfel oder Breithorn Occidentale bezeichnet. Es folgen in Richtung Osten das Breithorn Centrale als Mittelgipfel und die Breithorn-Zwillinge. Diese bestehen aus dem Ostgipfel, Breithorn Orientale, und dem Gendarm. Den östlichen Abschluss der Gipfelkette bildet der Schwarzfluh (französisch: Roche Noire; italienisch: Roccia Nera).

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Es wurde viel über das Breithorn als „leichtester Viertausender der Alpen“ geschrieben. Dabei klingen schon einmal spöttische Töne an, etwa wenn die Guides aus Zermatt und St. Niklas von den „Breithorn-Liit“ (Breithornleuten) sprechen. Als solche werden Personen bezeichnet, die auf das Breithorn geführt werden können, aber mangels körperlicher oder alpinistischer Tauglichkeit von den übrigen, schwierigeren Gipfeln in der Region ferngehalten werden sollten. Ungeachtet dessen sollte immer in Erinnerung behalten werden, dass eine Hochtour auf über 4 000 Meter auch am Breithorn keinem Spaziergang gleicht.

Einer der Hauptgründe für die gute Zugänglichkeit des Breithorns sind die Lifte des benachbarten Skigebiets Zermatt-Cervinia, das höchstgelegene Resort der Alpen mit dem höchsten Punkt auf 3899 Meter. Eine Seilbahn führt bis zur höchsten Bergstation der Alpen am Klein Matterhorn auf 3 883 Meter Höhe. Dies ist der Ausgangspunkt für den Normalweg zum Breithorn. Zunächst erfolgt ein Abstieg bis auf 3 796 Meter zum Sattel des Breithornplateaus. Über den Breithornpass geht es dann von Südwesten auf den Westgipfel. Der Weg ist für einen Berg dieser Höhe nicht besonders steil. All das trägt dazu bei, dass es sich beim Breithorn wohl um den am häufigsten bestiegenen Viertausender der Alpen handelt.

Aus unserem Buch „Berge der Alpen“ (2023), S. 126/127 · Zum Buch

Lage in den Alpen

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Im Vergleich

Platz 39

von 82 Viertausendern der Alpen, nach Höhe

  • Prominenz: Platz 24 von 82
  • Dominanz: Platz 21 von 82

↑ Mont Blanc, 4807 mLes Droites, 4000 m

Steckbrief

Höhe
4160 mQuelle: Liste unserer Wandkarte „82 Viertausender der Alpen“ (2026), bestätigt durch das Geländemodell swissALTI3D von swisstopo (4159,2 m)
Prominenz
440 m
Scharte
Schwarztor, 3720 m
Dominanz
4,2 km (bis Castor)
Orometrische Dominanz
10,6
Kletterschwierigkeit (Normalweg)
I
Erstbesteigung
13.08.1813
Erstbesteiger
Henry Maynard, Joseph-Marie Couttet, Jean Gras, Jean-Baptiste und Jean-Jacques Erin
Land
Italien, Schweiz
Gruppe
Breithorn, Walliser Alpen
Koordinaten
45,9411° N, 7,7477° O
Nummer
11 der 82
Was bedeuten die Zahlen?
Prominenz
Wie weit ein Gipfel aus seiner Umgebung herausragt: der Höhenunterschied zwischen dem Gipfel und der Scharte.
Scharte
Der tiefste Punkt auf dem Weg zum nächsthöheren Gipfel, meist ein Sattel oder Joch. Gipfelhöhe minus Höhe der Scharte ergibt die Prominenz.
Dominanz
Die Entfernung in Luftlinie bis zum nächsten Punkt, der höher ist als der Gipfel.
Orometrische Dominanz
Prominenz geteilt durch Höhe, in Prozent. Je größer der Wert, desto eigenständiger steht der Gipfel da.
Kletterschwierigkeit (Normalweg)
Die schwierigsten Kletterstellen auf dem Normalweg, in römischen Zahlen. I ist am leichtesten.

Mehr dazu auf unserem Poster Was macht einen Berg aus?

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Höhe: Liste unserer Wandkarte „82 Viertausender der Alpen“ (2026), bestätigt durch das Geländemodell swissALTI3D von swisstopo (4159,2 m). Weitere Werte: Liste unserer Wandkarte „82 Viertausender der Alpen“, Stand 23.09.2026. Text: unser Buch „Berge der Alpen“ (2023), S. 126/127.

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