Es wurde viel über das Breithorn als „leichtester Viertausender der Alpen“ geschrieben. Dabei klingen schon einmal spöttische Töne an, etwa wenn die Guides aus Zermatt und St. Niklas von den „Breithorn-Liit“ (Breithornleuten) sprechen. Als solche werden Personen bezeichnet, die auf das Breithorn geführt werden können, aber mangels körperlicher oder alpinistischer Tauglichkeit von den übrigen, schwierigeren Gipfeln in der Region ferngehalten werden sollten. Ungeachtet dessen sollte immer in Erinnerung behalten werden, dass eine Hochtour auf über 4 000 Meter auch am Breithorn keinem Spaziergang gleicht.
Einer der Hauptgründe für die gute Zugänglichkeit des Breithorns sind die Lifte des benachbarten Skigebiets Zermatt-Cervinia, das höchstgelegene Resort der Alpen mit dem höchsten Punkt auf 3899 Meter. Eine Seilbahn führt bis zur höchsten Bergstation der Alpen am Klein Matterhorn auf 3 883 Meter Höhe. Dies ist der Ausgangspunkt für den Normalweg zum Breithorn. Zunächst erfolgt ein Abstieg bis auf 3 796 Meter zum Sattel des Breithornplateaus. Über den Breithornpass geht es dann von Südwesten auf den Westgipfel. Der Weg ist für einen Berg dieser Höhe nicht besonders steil. All das trägt dazu bei, dass es sich beim Breithorn wohl um den am häufigsten bestiegenen Viertausender der Alpen handelt.