82 Viertausender der Alpen · Walliser Alpen

Combin de Grafeneire

Höhe
4310 m
Prominenz
1513 m
Erstbesteigung
1859
Land
Schweiz

Auf der KarteZum Poster

Grand Combin als illustrierter Druck von Marmota Maps (4314 m, Walliser Alpen)
Illustration aus unserem Poster Grand Combin, ab 19 €

Über den Berg

Der Grand Combin ist der höchste Berg in den westlichen Walliser Alpen. Als einziger Viertausender zwischen Mont-Blanc-Gruppe, Dent Blanche und den Bergen rund um das Monte Rosa ragt er hoch über seine Umgebung empor und ist weithin sichtbar. Westlich des Grand Combins befindet sich der Grosse St. Bernhardpass.

„Die Combins sind viele“, so heißt es im Clubführer über die Walliser Alpen des SAC. Tatsächlich gibt es im Combin-Massiv eine große Zahl von Gipfeln, von denen vier oberhalb von 4 000 Metern liegen. Die höchste Erhebung ist der Combin de Grafeneire im Zentrum. Im Westen liegt der Combin de Valsorey, der über den Schneefeldern des Glacier de Corbassière im Norden thront. Der Combin de la Tsessette, der niedrigste der vier, befindet sich im Osten. Er dominiert den Glacier de Corbassière im Nordwesten und den Glacier du Croissant im Süden. Nach Osten fällt der Berg über etwa 1 200 Meter steil ab. Darunter befindet sich der Glacier de la Tsessette. Ein weiterer Nebengipfel, die Aiguille du Croissant, liegt nördlich des Combin de Grafeneire. Sie ist zwar der zweithöchste Gipfel (4 259 m), erhebt sich jedoch nur wenig über den Bergrücken. Daher ist sie im Gegensatz zu den anderen drei Gipfeln nicht auf der UIAA-Liste der 82 Viertausender zu finden.

Weiterlesen

Der Grand Combin ist ein beliebtes Bergtourenziel. Wer hier klettern will, sollte sich aber der Gefahren in diesem Gelände bewusst sein. Dazu zählen insbesondere sogenannte Séracs, hohe Türme aus Gletschereis, die jederzeit einstürzen oder abbrechen können. Gletscherspalten und das an vielen Stellen brüchige Gestein können ebenfalls leicht zu Unglücken führen. Unbedingt abgeraten wird davon, die Route der Erstbesteiger von 1857 durch den sogenannten „Corridor“ zu gehen, wo sich vor allem die Eisverhältnisse so stark verändert haben, dass eine sichere Passage nahezu unmöglich geworden ist. Die heutige Normalroute führt über die Nordwestwand in Richtung der Gipfel. Als Ausgangspunkt eignet sich die Cabane François-Xavier Bagnoud (auch Cabane FXB à Panossière) am Glacier de Corbassière. Deren erste Vorgängerhütte wurde bereits 1893 erbaut.

Aus unserem Buch „Berge der Alpen“ (2023), S. 124/125 · Zum Buch

Lage in den Alpen

Karte wird geladen …

Im Vergleich

Platz 20

von 82 Viertausendern der Alpen, nach Höhe

  • Prominenz: Platz 7 von 82
  • Dominanz: Platz 7 von 82

↑ Mont Blanc, 4807 mLes Droites, 4000 m

Steckbrief

Höhe
4310 mQuelle: Liste unserer Wandkarte „82 Viertausender der Alpen“ (2026), bestätigt durch das Geländemodell swissALTI3D von swisstopo (4310 m)
Prominenz
1513 m
Scharte
Fenêtre de Durand, 2797 m
Dominanz
26,5 km (bis Dent Blanche)
Orometrische Dominanz
35,1
Kletterschwierigkeit (Normalweg)
II
Erstbesteigung
1859
Erstbesteiger
Jouvence Bruchez, Benjamin, Maurice Felley
Land
Schweiz
Gruppe
Grand Combin, Walliser Alpen
Koordinaten
45,9375° N, 7,2992° O
Nummer
21 der 82
Was bedeuten die Zahlen?
Prominenz
Wie weit ein Gipfel aus seiner Umgebung herausragt: der Höhenunterschied zwischen dem Gipfel und der Scharte.
Scharte
Der tiefste Punkt auf dem Weg zum nächsthöheren Gipfel, meist ein Sattel oder Joch. Gipfelhöhe minus Höhe der Scharte ergibt die Prominenz.
Dominanz
Die Entfernung in Luftlinie bis zum nächsten Punkt, der höher ist als der Gipfel.
Orometrische Dominanz
Prominenz geteilt durch Höhe, in Prozent. Je größer der Wert, desto eigenständiger steht der Gipfel da.
Kletterschwierigkeit (Normalweg)
Die schwierigsten Kletterstellen auf dem Normalweg, in römischen Zahlen. I ist am leichtesten.

Mehr dazu auf unserem Poster Was macht einen Berg aus?

Viertausender in der Nähe

Mehr dazu im Blog

Passend dazu

Höhe: Liste unserer Wandkarte „82 Viertausender der Alpen“ (2026), bestätigt durch das Geländemodell swissALTI3D von swisstopo (4310 m). Weitere Werte: Liste unserer Wandkarte „82 Viertausender der Alpen“, Stand 23.09.2026. Text: unser Buch „Berge der Alpen“ (2023), S. 124/125.

Alle 82 Viertausender auf der Karte