Der Dom ist der höchste Berg, der sich vollständig auf Schweizer Staatsgebiet befindet. Manchen gilt er daher als der wahre höchste Gipfel des Landes. Relativ freistehend erhebt er sich zwischen dem Mattertal im Westen und dem Saastal im Osten als höchste Erhebung der Mischabelgruppe.
Als „Mischabel“ wurde in einem alten Dialekt die Mistgabel bezeichnet. Tatsächlich ähnelt die Silhouette des Doms mit seinen Nebengipfeln, der Gabel im Westen und dem Grand Gendarme im Osten, einem Dreizack, einer Heu- oder eben einer Mistgabel. So war Mischabel früher auch der Name für den Berg. Der heutige Name geht auf einen Domherrn, nämlich Josef Anton Berchtold aus Sitten, zurück. Berchtold begann ab 1830 mit der topografischen Vermessung des Wallis. Ab 1835 tat er dies offiziell im Auftrag der Eidgenossenschaft, um zur Erstellung der „Dufourkarte“ beizutragen, wobei er auch die Mischabelgruppe vermaß (S. 116). Ob Berchtold selbst damit begann, den Berg als Dom zu bezeichnen, oder ob sich der Name später als Anerkennung seiner Arbeit durchsetzte, ist nicht überliefert.