82 Viertausender der Alpen · Gran Paradiso

Gran Paradiso

Höhe
4061 m
Prominenz
1876 m
Erstbesteigung
1860
Land
Italien

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Gran Paradiso als illustrierter Druck von Marmota Maps (4061 m, Grajische Alpen)
Illustration aus unserem Poster Gran Paradiso, ab 19 €

Über den Berg

Der Gran Paradiso ist der höchste Berg der Grajischen Alpen und der einzige Viertausender der Gruppe. Zugleich ist er der höchste Berg, der vollständig auf italienischem Staatsgebiet liegt. Der Gebirgsstock des Gran Paradiso ist durch schmale Grate und steile Bergspitzen geprägt. Rund um den Berg befinden sich mehrere Gletscher – im Westen der Ghiacciaio del Gran Paradiso und der Ghiacciaio del Laveciau, im Osten der Ghiacciaio della Tribolazione.

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Der Gran Paradiso gilt als einer der am leichtesten erreichbaren Viertausender der Alpen. Der Normalweg führt von Westen aus über das Rifugio Vittorio Emanuele II. Die Routen über die Ostseite sind deutlich anspruchsvoller. Der Gran Paradiso wird auch gerne genutzt, um den Aufstieg in diesen Höhenlagen zu trainieren und sich auf die Besteigung anderer Viertausender wie den Mont Blanc vorzubereiten.

Rund um den Gran Paradiso befindet sich der gleichnamige „Parco Nazionale del Gran Paradiso“, der 1922 als erster italienischer Nationalpark eingerichtet wurde. Schon zuvor spielte das Gebiet eine bedeutende Rolle für den Naturschutz in den Alpen. Der Alpensteinbock war so stark bejagt worden, dass der Bestand fast überall im Alpenraum ausgerottet war – bis auf eine Kolonie von etwa 100 Tieren rund um den Gran Paradiso. 1820 wurden diese Steinböcke unter Artenschutz gestellt. Um den Steinbock wieder in der Schweiz anzusiedeln, wurden um 1900 die ersten Tiere aus Italien geschmuggelt, da der Export offiziell nicht erlaubt war. Der heutige Bestand von schätzungsweise bis zu 50 000 Steinböcken im Alpenraum stammt wohl vollständig von den 100 Steinböcken aus dem heutigen Nationalpark ab. Auch viele andere Tiere wie Gämsen, Adler oder Murmeltiere sind im Park beheimatet. Ebenso findet sich hier eine vielfältige Flora, die unter anderem etwa 1 500 alpine Blütengewächse umfasst.

Aus unserem Buch „Berge der Alpen“ (2023), S. 76/77 · Zum Buch

Lage in den Alpen

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Im Vergleich

Platz 63

von 82 Viertausendern der Alpen, nach Höhe

  • Prominenz: Platz 6 von 82
  • Dominanz: Platz 6 von 82

↑ Mont Blanc, 4807 mLes Droites, 4000 m

Steckbrief

Höhe
4061 mQuelle: Liste unserer Wandkarte „82 Viertausender der Alpen“ (2026)
Prominenz
1876 m
Scharte
nahe Kleiner Sankt Bernhard, 2185 m
Dominanz
45,1 km (bis Grandes Jorasses)
Orometrische Dominanz
46,2
Kletterschwierigkeit (Normalweg)
II
Erstbesteigung
04.09.1860
Erstbesteiger
John J. Cowell, W. Dundas, Jean Tairraz, Michel-Clément Payot
Land
Italien
Gruppe
Gran Paradiso
Koordinaten
45,5178° N, 7,2672° O
Nummer
20 der 82
Was bedeuten die Zahlen?
Prominenz
Wie weit ein Gipfel aus seiner Umgebung herausragt: der Höhenunterschied zwischen dem Gipfel und der Scharte.
Scharte
Der tiefste Punkt auf dem Weg zum nächsthöheren Gipfel, meist ein Sattel oder Joch. Gipfelhöhe minus Höhe der Scharte ergibt die Prominenz.
Dominanz
Die Entfernung in Luftlinie bis zum nächsten Punkt, der höher ist als der Gipfel.
Orometrische Dominanz
Prominenz geteilt durch Höhe, in Prozent. Je größer der Wert, desto eigenständiger steht der Gipfel da.
Kletterschwierigkeit (Normalweg)
Die schwierigsten Kletterstellen auf dem Normalweg, in römischen Zahlen. I ist am leichtesten.

Mehr dazu auf unserem Poster Was macht einen Berg aus?

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Höhe und weitere Werte: Liste unserer Wandkarte „82 Viertausender der Alpen“, Stand 23.09.2026. Text: unser Buch „Berge der Alpen“ (2023), S. 76/77.

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