Da die Barre des Écrins die Nachbargipfel um mehrere hundert Meter überragt, bietet die Spitze „ein Panorama, das selbst in den Alpen so oft nicht anzutreffen ist“, wie es Edward Whymper ausdrückte, der 1864 zu der Sechsergruppe gehörte, der die Erstbesteigung des Bergs gelang. Der Aufstieg auf der heutigen Normalroute erfolgt von Nordosten oberhalb des Glacier Blanc über die Schutzhütte Refuge des Écrins. Eine besonders große klettertechnische Herausforderung stellt die Südwand des Bergs dar. Sie wurde 1880 zum ersten Mal erfolgreich durchstiegen.
Der Zugang zur Barre des Écrins ist nicht grundsätzlich eingeschränkt. Allerdings befindet sie sich im Zentrum des nach ihr benannten Nationalparks. Der Parc National des Écrins wurde 1973 gegründet und hat eine Kernzone von 918 Quadratkilometern. Besonders aktiv wird hier die Beobachtung von Tieren und Pflanzen betrieben, die auf der Webseite des Parks dokumentiert wird. Die Lage im Nationalpark schützt die Barre des Écrins vor übermäßiger touristischer Erschließung, so dass ihr wilder, unberührter Charakter bewahrt werden kann.