Südlich von Chamonix ragt die Felsspitze der Aiguille du Midi im Mont-Blanc-Massiv empor. Sie bietet eine tolle Aussicht und ist gleichzeitig Ausgangspunkt für alpine Touren auf die umliegenden Viertausender, vor allem zum alles überragenden Mont Blanc. Seit 1955 führt eine Seilbahn auf die Aiguille du Midi und macht den mittlerweile mit Restaurants und touristischen Läden ausgestatteten Gipfel leicht erreichbar. Erstmals bestiegen wurde der höchste Gipfel der Aiguille du Midi 1856. Besonders die Südwand ist heute aufgrund ihre vielen Kletterrouten beliebt.
Die Mutspitze ist der Hausberg der Ortschaft Dorf Tirol und bildet das südöstliche Ende der Texelgruppe in den Ötztaler Alpen. Der Gipfel ist ein beliebtes Ziel für Tageswanderungen und bietet einen herrlichen Ausblick in die Täler nach Süden in Richtung Meran und nach Norden ins Spronser Tal und auf den Rest der Texelgruppe. Der Aufstieg startet mit der Hochmuther Seilbahn und von dort aus entweder von der östlichen Seite her über den Mutkopf oder von westlicher Seite über die Leiter Alm und die Taufenscharte. Die anspruchsvolle Route ist dank der in den Fels gehauenen Wanderwege gut zu schaffen.
Als „Matterhorn des Himalaya“ wird die Ama Dablam gelegentlich bezeichnet, doch dieser markante Gipfel setzt ganz eigene Schönheitsmaßstäbe. Auf dem Weg zum Everest Base Camp dominiert der Berg lange Zeit das östliche Panorama der Wanderer und Bergsteiger. Wie die Arme einer fürsorglichen Mutter oder „Ama“ reichen die auffälligen Grate vom Gipfel nach unten. Der dazwischen hängende Gletscher erinnert an einen sogenannten „Dablam“, einen traditionellen Anhänger der Sherpa-Frauen. Hinter Everest und Cho Oyu ist die Ama Dablam der populärste Berg für Kletterer im Himalaya. Im Gegensatz zum höchsten Berg der Erde, der vor allem im Mai bestiegen wird, ist an der Ama Dablam der Herbst die beliebteste Aufstiegssaison.
Der Col du Tourmalet ist ein französischer Pyrenäenpass im Südwesten des Départements Hautes-Pyrénées. Seine Bekanntheit verdankt er vor allem dem Radsport. Kein anderer Bergpass wurde in der Geschichte der Tour de France häufiger befahren. Bereits 1910, als die Tour erstmals in die Pyrenäen führte, stand der Tourmalet mit im Programm. Octave Lapize, der als Erster oben ankam und im späteren Verlauf die Gesamtwertung der Tour 1910 für sich entscheiden sollte, wird dabei der empörte Ausruf „Vous êtes des assassins!“ (Ihr seid Mörder!) zugeschrieben, mit dem er die Tourorganisatoren beschimpfte. Auch die Vuelta a España führte schon mehrfach auf den Tourmalet.
Der Col de l’Iseran ist mit 2764 Metern der höchste asphaltierte Alpenpass Europas und eine der legendärsten Herausforderungen im französischen Hochgebirge. Er besitzt große Bedeutung für den Radsport und war mehrfach Teil der Tour de France. Seine Schwierigkeit ergibt sich nicht nur aus den vielen Höhenmetern und der Länge des Anstiegs, sondern auch aus der dünnen Luft und den oft extremen Wetterbedingungen. Selbst im Hochsommer können Kälte und Sturm den Pass dominieren – 2019 musste die Tour de France hier aufgrund von Schnee und Erdrutschen sogar abgebrochen werden.
Das Timmelsjoch, auch Timmel genannt, ist ein 2474 m hoher Grenzpass zwischen Österreich und Italien, der die Ötztaler Alpen von den Stubaier Alpen trennt und das Ötztal mit dem Passeiertal verbindet. Der Pass, dessen Name vom rätoromanischen Wort „tömbl“ für Hügel stammt, wurde seit frühester Zeit genutzt und war ein wichtiger Handelsweg, auch von den Fuggern und Welsern. Seit 1920 verläuft die Grenze zwischen Italien und Österreich über das Joch und 2010 wurde das Timmelsjoch-Museum eröffnet, das genau auf der Grenze errichtet wurde und die Geschichte und Bedeutung des Passes hervorhebt.
Alpe d’Huez ist ein Wintersportort in den französischen Alpen, der international bekannt als Bergankunft bei der Tour de France ist.Alpe d’Huez – das sind wahrscheinlich die 21 berühmtesten Serpentinen der Welt. Die kurvige Auffahrt in den französischen Wintersportort wird auch „Woodstock des Radsports” genannt. Wenn die Tour de France hier Station macht, pilgern Hunderttausende an den Rand der Strecke und feiern eine große Party.
Der Passo Pordoi liegt eingefasst von Sass Pordoi und Sass Becé inmitten der Dolomiten und trennt die italienischen Provinzen von Trient und Belluno. Einst Anfang des 20. Jahrhunderts als einer der höchsten asphaltierten Gebirgspässe der Dolomiten erbaut, um Bozen mit Cortina d’Ampezzo zu verbinden, ist das Joch heute vor allem ein beliebtes Ausflugsziel. Während das Passo Pordoi im Sommer Ausgangspunkt für Wanderungen, Kletter- oder Bergtouren ist, sind im Winter von dort die Pisten der Skigebiete Belvedere und Arabba zu erreichen.
Der Strand der größten und touristisch beliebtesten deutschen Nordseeinsel ist 40 Kilometer lang. Sie gilt als Reiseziel von Reichen und Prominenten. Ein Bahndamm verbindet Sylt mit dem Festland.
Der Watzmann ist einer Sage nach eine versteinerte Königsfamilie, die von einer Frau verflucht wurde. Als zentraler Gebirgsstock der Berchtesgadener Alpen prägt er die Landschaft im Südosten Oberbayerns und bietet mit seiner Ostwand eine der spannendsten Herausforderungen für Kletterer im gesamten Alpenraum.
Der Piz Palü ist vor allem Filmbegeisterten ein Begriff - im Klassiker „Die weiße Hölle des Piz Palü“ von 1929 sucht ein verzweifelter Bergsteiger die Leiche seiner von einer Lawine verschütteten Frau. Der Name Palü kommt vom lateinischen „Palus“, was „sumpfig“ bedeutet. Von der vier Kilometer östlich gelegenen Alpe Palü ging der Name auf den Berg über.
Der Ortler ist der höchste Gipfel Südtirols und ein historisch bedeutsamer Berg. Seine Besteigung erfolgte bereits 1805 auf Befehl von Erzherzog Johann von Österreich und war ein wichtiges alpinistisches Ereignis. Während des Ersten Weltkrieges stellte Österreich-Ungarn auf dem Gipfel sogar Geschütze auf. Überreste dieser Stellungen sind heute noch sichtbar. In einer Sage heißt es, dass der Ortler ein vor lauter Wut versteinerter Riese ist, der von einem Zwerg bezwungen wurde.
Der Hohe Dachstein ist mit 2995 Metern der höchste Gipfel des Dachsteingebirges und gleichzeitig der höchste Gipfel der österreichischen Bundesländer Oberösterreich und Steiermark. Berühmt sind die hohen Südwände, die etwa 1000 Meter tief abfallen. Die Dachstein Gletscherbahn erschließt vom steirischen Ort Ramsau am Dachstein aus den südlichen Teil des Dachsteinmassivs. Für den Bau wurde in den 1960ern ein Teil des Nebengipfels Hunerkogel gesprengt.
Bestehend aus kleiner Zinne, grosser Zinne und westlicher Zinne (von links nach rechts) sind die Drei Zinnen in den Sextner Dolomiten ein beliebtes Ziel zum Klettern. Von hier aus nahmen viele Entwicklungen des Bergsteigens ihren Anfang, zum Beispiel die Betonung der Sportlichkeit im Klettern. Ein Teil ihrer Bekanntheit lässt sich leider auf den Ersten Weltkrieg zurückführen. Damals war das Gebiet rund um die Drei Zinnen heftig umkämpft. Die Spuren der Gefechte sind noch heute rund um die Drei Zinnen zu finden.
Der Klausenpass verbindet auf 1948 Metern das Urner Schächental mit dem Glarner Linthal. Unser Druck zeigt ihn von der Ostseite: die Kehren der Passstraße hoch über dem Urnerboden, mit acht Kilometern Länge die größte Alp der Schweiz, auf der im Sommer rund 1200 Rinder weiden. Darunter der Fätschbach, der unterhalb des Clariden entspringt, als Quellfall aus der Felswand bricht und weiter unten über die Stufen des Berglistüber ins Linthal stürzt. Die Passstraße entstand zwischen 1893 und 1899, von 1922 bis 1934 fuhr hier das legendäre Klausenrennen – im Winter ist der Übergang gesperrt.
Die Felsnadeln der Aiguilles d'Arves erheben sich in der Maurienne, im Osten von Grenoble. Die südliche Spitze, Aiguille Méridional, ist dabei die höchste Erhebung. Es folgen die nur ein Meter niedrigere Aiguille Centrale und etwas abgesetzt, weiter im Norden die auch als „Tête de Chat“, also Katzenkopf, bezeichnete Aiguille Septentrionale. Da es viele eher zum berühmten und populären Écrins-Massiv im Süden zieht, sind die Aiguelles d'Arves inzwischen eine Art Geheimtipp für alle, die eher einsame Berg- und Klettertouren suchen.
Die Signalkuppe, auf Italienisch auch Punta Gnifetti genannt, ist ein Gipfel in den Penninischen Alpen an der Grenze zwischen Italien und der Schweiz. Sie ist ein Untergipfel des Monte Rosa. Der Berg ist nach „dem Signal“ benannt, einem markanten Gendarmen auf dem Ostgrat, der Cresta Signal genannt wird. Die Erstbesteigung wurde von Giovanni Gnifetti, einem Pfarrer aus Alagna Valsesia, durchgeführt. Das höchste Gebäude Europas, die Capanna Margherita, liegt auf dem Gipfel des Berges. Die Arbeiten begannen 1890 mit Unterstützung der italienischen Krone, und Königin Margherita eröffnete sie 1893.
Zwischen Splügenpass und Chur erhebt sich der Piz Beverin in den östlichen Adula Alpen. Der relativ freistehende Gipfel bietet eine hervorragende Aussicht. Ausser Wanderwegen führen unterschiedlich schwierige Kletterrouten auf den Piz Beverin. Zudem ist der Berg beliebtes Ziel für Skitouren. Rund um den Berg befindet sich der Naturpark Beverin. Neben dem Graubündner Wappentier, dem Steinbock, lebt hier auch ein Wolfsrudel.
Der höchste Berg der Bündner und der Albula-Alpen liegt zentral in Graubünden. Diese zentrale Lage macht den Piz Kesch zu einem beliebten Tourenziel. Als höchste Erhebung zwischen Silvretta und Adula Alpen bietet er vom Gipfel eine der schönsten Aussichten der Region. Bei guter Sicht reicht der Blick bis zu den Ötztaler Alpen, Ortler und Adamello, der Berninagruppe und den Walliser Alpen.
Der Mittagskogel (slow.: Kepa) ist einer der höchsten Berge der westlichen Karawanken. Die Felspyramide an der Grenze zwischen Kärnten und Slowenien gehört zum Hauptkamm der westlichen Karawanken. Der abgeflachte Gipfel verleiht dem Mittagskogel eine vulkanhafte Erscheinung. Den Namen Mittagskogel, Mittagsgipfel, Mittagsberg oder auch Zwölferberg gibt es häufig in den Alpen. Er benennt einen Berg, der im Süden einer größeren Ortschaft steht und wie ein Zeiger um zwölf Uhr auf die Sonne zeigt.
Das Kreuzjoch ist der höchste Berg der Kitzbüheler Alpen und zugleich auch deren südwestlicher Eckpfeiler. Westlich des Berges beginnt das Zillertal, südöstlich das Gerlostal. Der Gipfel ist leicht zu besteigen. Sowohl von Gerlos, als auch von Zell am Ziller führen Seilbahnen den Berg hoch, jedoch nicht bis ganz auf den Gipfel.
Der Hohe Sonnblick ist der höchste Berg der Goldberggruppe in den Hohe Tauern. Der Name Goldberggruppe geht auf die Goldminen-Geschichte der Region zurück. Das vom 13. bis ins frühe 19. Jahrhundert geförderte Gold war eine der Grundlagen für den Reichtum des Erzstifts Salzburg. In jüngerer Vergangenheit litt der Sonnblick sehr unter dem Klimawandel, die Gletscher schmelzen und der Permafrost taut auf. 2003 wurde der Gipfel mit Spritzbeton und Gebirgsankern befestigt.
Der Hochgolling ist der höchste Berg der Schladminger Tauern und der gesamten Niederen Tauern. Die wuchtige Felspyramide mit den markanten und steil abfallenden Graten erhebt sich über dem Untertal und dem Lesachtal und zieht sich somit vom Bundesland Salzburg im Westen hinüber in die Steiermark im Osten. Blickfang des allseits steil abfallenden und durch dunkles Gestein geprägten Berges ist seine rund 1 000 Meter hohe Nordwand.
Im Westen von Chur erhebt sich der Ringelspitz über das Vorderrheintal. Der Berg, der auf rätoromanisch als Piz Barghis bekannt ist, ist der höchste Gipfel des Kantons St. Gallen und liegt auf der Grenze zu Graubünden. Für Touren zum Gipfel bietet sich als Ausgangspunkt die Ringelspitzhütte des Schweizer Alpen-Clubs im Südosten des Bergs an. Für den Aufstieg besonders geeignet sind die Winter- und Frühjahrsmonate.
Der eindrucksvolle Niesen erhebt sich südlich des Thunersees. Durch seine Pyramidenform wirft der Berg in den Wintermonaten, wenn die Sonne niedrig steht, einen riesigen dreieckigen Schatten auf die Gemeinde Spiez am Fuß des Bergs. Seit 1910 ist der Gipfel mit der Niesenbahn, einer Standseilbahn erschlossen.
In den Alpen entspringen einige der wichtigsten Flüsse Mitteleuropas. In dieser Grafik stellen wir 15 längsten Flüsse der Alpen vor. Nach dem Rhein als längsten Alpenfluss folgt mit der Save einer der vielen Donauzuflüsse der Alpen. Sie ist der längste Fluss Sloweniens. Die Rhone als drittlängster Alpenfluss ist zwar nicht der längste, aber der wasserreichste Fluss Frankreichs.
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