Der Pilatus ist ein Gebirgsstock der Emmentaler Alpen, im Westen des Vierwaldstätter Sees. Das Pilatus-Massiv besteht aus einer Reihe von Gipfeln, von denen das Tomlishorn der höchste ist. Neben einer Seilbahn führt auch die Pilatusbahn zum Gipfel, die mit einer maximalen Steigung von 48 % als steilste Zahnradbahn der Welt gilt.
Südlich des höheren Oberalpstocks liegt der Piz Ault. Die beiden Berge erheben sich über das Vorderrheintal und die Gemeinde Disentis. Die Skilifte des Skigebiets Disentis 3000 auf der Südseite des Bergs führen bis auf eine Höhe von etwa 2800 Metern, knapp unterhalb des Gipfels des Piz Ault. Beliebte Station bei Touren rund um den Berg im Sommer wie Winter ist die Hütte des Schweizer Alpenvereins, die Camona da Cavardiras im Westen, auf der anderen Seite des Brunnifirns.
Der Name Badile bedeutet im Italienischen „Schaufel“, weil die berüchtigte Nordostwand des Berges tatsächlich einem Schaufelblatt ähnelt. Zusammen mit seinen Nachbargipfeln gehört der Piz Badile zu den berühmtesten Kletterbergen der Alpen. Seine Nordwand gilt als äußerst anspruchsvoll.
Der Piz Bernina ist der einzige Viertausender der Ostalpen und der isolierteste Berg der Schweiz. Die Erstbesteigung erfolgte 1850 durch Johann Coaz, dessen Tagebucheintrag über die Gipfel eine schöne Beschreibung der Liebe zu den Alpen ist: “Serious thoughts took hold of us. Greedy eyes surveyed the land up to the distant horizon, and thousands and thousands of mountain peaks surrounded us, rising as rocks from the glittering sea of ice. We stared amazed and awe-struck across this magnificent mountain world.”
Zwischen Splügenpass und Chur erhebt sich der Piz Beverin in den östlichen Adula Alpen. Der relativ freistehende Gipfel bietet eine hervorragende Aussicht. Ausser Wanderwegen führen unterschiedlich schwierige Kletterrouten auf den Piz Beverin. Zudem ist der Berg beliebtes Ziel für Skitouren. Rund um den Berg befindet sich der Naturpark Beverin. Neben dem Graubündner Wappentier, dem Steinbock, lebt hier auch ein Wolfsrudel.
Der Piz Buin ist der bestimmende Berg des Montafons, eines Ill-Tals in Vorarlberg. Als Teil des Silvretta-Hauptkamms markiert er den Grenzverlauf zwischen Österreich und der Schweiz. Aus den beiden Gletschern auf österreichischer Seite entspringt die Ill. Der Aufstieg zum Berg wird durch die ausapernden Gletscher immer schwieriger. Im Winter allerdings bietet der Berg wunderschöne Skirouten vom Gipfel ins Tal.
Der höchste Berg der Bündner und der Albula-Alpen liegt zentral in Graubünden. Diese zentrale Lage macht den Piz Kesch zu einem beliebten Tourenziel. Als höchste Erhebung zwischen Silvretta und Adula Alpen bietet er vom Gipfel eine der schönsten Aussichten der Region. Bei guter Sicht reicht der Blick bis zu den Ötztaler Alpen, Ortler und Adamello, der Berninagruppe und den Walliser Alpen.
Piz Linard ist der höchste Gipfel der Silvrettagruppe und wird oft als einer der formschönsten Berge der Alpen genannt. Er bildet eine symmetrische Gipfelpyramide und wirkt aus allen Blickrichtungen markant. Der Piz Linard überragt die Umgebung um bis zu 2 000 Meter und ist dadurch weithin sichtbar. Von Zernez im Unterengadin bildet er einen beeindruckenden Talschluss und wird oft als Wahrzeichen des Unterengadins bezeichnet.
In den Adula-Alpen, einem Teil der Lepontinischen Alpen liegt der Piz Medel auf der Grenze zwischen den Kantonen Graubünden und Tessin. Westlich des Gipfels befindet sich die Greina, ein bedeutender Alpenpass zwischen den beiden Kantonen, der bereits in der Antike genutzt wurde. Verschiedene Hütten eignen sich als Ausganspunkt für Touren zum Berg, darunter die Medelserhütte. Wie viele Berge der Region ist auch der Piz Medel ein lohnendes Ziel für Skitouren.
Auf der Südseite der Graubündner Gemeinde Disentis/Mustér erhebt sich der Piz Muraun. Dem Gipfel gegenüber liegen im Norden Piz Ault und Oberalpstock. Im Süden ragt der gut 300 Meter höhere Piz Medel empor. Auch wenn der Aufstieg zum Gipfel des Piz Muraun ohne echte Kletterpassagen zu bewerkstelligen ist, handelt es sich doch um eine anspruchsvolle Wanderroute. Für weniger sportlich Geübte empfiehlt sich eine Fahrt mit dem berühmten Glacier Express nach Disentis, die eine spektakuläre Aussicht auf den Berg bietet.
Der Piz Palü ist vor allem Filmbegeisterten ein Begriff - im Klassiker „Die weiße Hölle des Piz Palü“ von 1929 sucht ein verzweifelter Bergsteiger die Leiche seiner von einer Lawine verschütteten Frau. Der Name Palü kommt vom lateinischen „Palus“, was „sumpfig“ bedeutet. Von der vier Kilometer östlich gelegenen Alpe Palü ging der Name auf den Berg über.
Der Piz Val Gronda liegt in der Samnaungruppe, direkt an der Grenze zwischen Österreich und der Schweiz. Auf Schweizer Gebiet im Fimbatal, südwestlich des Gipfels, befindet sich die Heidelberger Hütte, Ausgangspunkt für Skitouren und der wichtigste Stützpunkt zur Erwanderung des Bergs. Von hier ist der Gipfel in etwa zwei Stunden problemlos erreichbar.
Der Piz Vallatscha ist ein Dreitausender in der Sesvennagruppe, einer Gebirgsgruppe im Dreiländereck zwischen Tirol in Österreich, Südtirol in Italien und dem schweizerischen Graubünden. Im Nordwesten liegt der höhere Piz Tavrü. Im Südosten führen die Lifte des Skigebiets Minschuns auf eine Höhe von etwa 2700 Metern. Südlich des Piz Vallatscha verläuft der Ofenpass, seit jeher ein bedeutender Teil der Verbindung zwischen Etsch- und Inntal.
Der 2844 m hohe Pizol gehört zu den Glarner Alpen und liegt im Schweizer Kanton St. Gallen. Zum Wander- und Skigebiet auf der Nordseite des Bergmassivs führte seit 1954 die älteste Gondelbahn der Schweiz herauf, die 2007 durch eine neue Anlage ersetzt wurde. Das Pizolgebiet ist ein beliebter Ausgangspunkt für Skitouren.
Der Pizzo Coca ist der höchste Berg der Bergamasker Alpen, einem steilen, nach Norden hin scharf abfallenden Gebirgszug. Der Berg ist einer der südlichsten Dreitausender der italienischen Alpen. Von seinem Gipfel hat man einen wunderbaren Blick in die norditalienische Tiefebene, nach Norden hin blickt man zum Piz Bernina, dem östlichsten Viertausender der Alpen.
Der Pizzo di Gino ist der höchste Gipfel der Luganer Voralpen in der Lombardei und gilt als Grenzberg zwischen den Vor- und Hochalpen. Der Berggipfel gleicht einer ebenmäßigen, dreiseitigen Pyramide aus Gestein. An den Berghängen entspringt der Wildbach Cuccio. Im Nordwesten des Pizzo di Gino liegt der Bergtal Valle Albano.
Die Presanella ist ein Berg der italienischen Südalpen und höchster Punkt der Adamello-Presanella-Alpen. Die Erstbesteigung erfolgte am 25. August 1864 durch den Briten Douglas William Freshfield. Die Identität seiner Begleiter ist umstritten, sodass Freshfield oft allein als Erstbesteiger genannt wird.
Das Rax-Bergmassiv liegt nördlich des Semmerings und ist Teil der Rax-Schneeberg-Gruppe. Höchster Gipfel des Bergplateaus ist die Heukuppe. An den Steigen der Rax wurde 1894 durch Fritz Benesch, die erste Skala für alpine Schwierigkeitsstufen definiert. Zudem gründete man hier 1896 nach einem Lawinenunglück den ersten Bergrettungsdienst der Welt.
Die Reisalpe ist der höchste Berg der Gutensteiner Alpen. Felsen gibt es hier lediglich an der Südwest und Nordseite, ansonsten ist der Berg fast vollständig von Wald, Wiesen und Almen mit Viehhaltung bedeckt. Die brüchige Hirschenmauer im Südwesten fällt vom Almgelände ab und bildet eine grosse Schutthalde. Hier besteht Absturz-, und Steinschlaggefahr. Vermutlich ist die Hirschmauer Namensgeber des Berges: Das brüchige Gestein „rieselt“ von der Alpe ins Tal.
Der Reschensee ist vor allem für seinen aus dem Wasser ragenden Kirchturm bekannt – ein Wahrzeichen des versunkenen Dorfes Alt-Graun. Der künstlich angelegte See liegt auf etwa 1500 Metern Höhe nahe der Grenze zu Österreich und ist heute ein beliebtes Ziel für Wassersport, Radfahren und Wintertourismus.
Das Rheinwaldhorn ist der höchste Berg der Adula Alpen. Auf italienisch heißt der Berg Adula. Der Name tauchte bereits auf historischen Karten des Römischen Reiches auf. Weitere Namen für den Berg waren Rheinwaldspitze, Schneehorn, Adulahorn und Moschelhorn. Das Rheinwaldhorn wird von mehreren Gletschern dominiert, die das flache Gipfelplateau prägen. An seinen Flanken entspringt der Hinterrhein, einer der beiden Zuflüsse des Rheins.
Das Riedberger Horn ist ein markanter Grasberg im Allgäu und der höchste Berg der Hörnergruppe im Nordwesten von Oberstdorf. Der Gipfel ist leicht zu erreichen und bietet einen wunderschönen Blick auf die Allgäuer Hochalpen mit dem Hochvogel und dem Großen Krottenkopf. Das Gebiet am Riedberger Horn gilt als ideales Wandergebiet für Familien und Menschen ohne Vorerfahrung. Nur der Weg über den Nordostgrat ist etwas herausfordernder.
Die Rigi ist ein Bergmassiv mit dem höchsten Gipfel Rigi Kulm. Das Massiv, gelegen zwischen Vierwaldstättersee, Zugersee und Lauerzersee, bietet einen spektakulären Ausblick über weite Teile der Schweizer Alpen. Auch deshalb wurde 1871 mit der Vitznau-Rigi-Bahn die erste Bergbahn Europas in Betrieb genommen. Die Rigi zieht seit Jahrhunderten berühmte Gäste an: Twain und Goethe besuchten das Massiv und Tolstoi beschrieb die Aussicht sogar als „die schönste weltweit“.
Zwischen Monte Rosa im Süden und der Mischabelgruppe im Norden erhebt sich das Rimpfischhorn als höchster Punkt der Allalingruppe. Sein Felsgrat steigt langsam von Norden bis zum höchsten Gipfel im Süden an. Entsprechend wirkt der Berg von Süden aus gesehen als steil aufragendes, steinernes Dreieck, während er von Westen und Osten seine Felszacken präsentiert. Das Rimpfischhorn eignet sich sowohl als Ziel für Hochtouren im Sommer wie auch für Skitouren im Winter.
Im Westen von Chur erhebt sich der Ringelspitz über das Vorderrheintal. Der Berg, der auf rätoromanisch als Piz Barghis bekannt ist, ist der höchste Gipfel des Kantons St. Gallen und liegt auf der Grenze zu Graubünden. Für Touren zum Gipfel bietet sich als Ausgangspunkt die Ringelspitzhütte des Schweizer Alpen-Clubs im Südosten des Bergs an. Für den Aufstieg besonders geeignet sind die Winter- und Frühjahrsmonate.
Der Risserkogel, der zweithöchste Gipfel der Tegernseer Berge, liegt südlich des etwas niedrigeren Plankensteins, der mit seinen markanten Zinnen ein populärer Kletterberg ist. Der Aufstieg auf den Risserkogel ist hingegen mit einer - je nach Route - zwei- bis vierstündigen Wanderung zu bewerkstelligen. Der Berg ist damit ein beliebtes Ausflugsziel, gerade auch für die Einwohner der Landeshauptstadt München und deren Umgebung.
Das Felsspitzen der Rosengartengruppe ragen östlich von Bozen in den Dolomiten empor. Höchster Gipfel ist der Kesselkogel. Der Fels des beliebten Aussichtsberg erstrahlt bei Sonnenuntergang in prächtigen Rottönen. Dieses Phänomen wird als Alpenglühen oder auf ladinisch als enrosadira bezeichnet. Um den Berg rankt sich die Sage des Zwergenkönigs Laurin, der nach einem verlorenen Kampf um die Königstochter den Rosengarten verflucht haben soll. Das „Gartl“ solle weder nachts noch tags sichtbar sein, weshalb es heute nur zur Dämmerung während des Alpenglühens erscheint.
Als einer der westlichen Gipfel der Daumengruppe erhebt sich das Rubihorn mit seinem weithin sichtbaren Gipfelkreuz im Westen des Nebelhorns und nördlich des Schattenbergs. Der Berg ist nach der Gemeinde Rubi im Norden von Oberstdorf benannt. Von oben bietet sich eine hervorragende Aussicht auf das Illertal und die benachbarten Berge. Gerade landschaftlich sehr reizvoll ist der Aufstieg von Osten, bei dem der malerische Gaisalpsee passiert wird.
Der in der Ostschweiz gelegene Säntis ist mit 2501 m der höchste Berg im Alpstein. Mit einer Schartenhöhe von über 2000 m ist er zudem einer der prominentesten Alpenberge. Auf dem Gipfel treffen drei Kantonsgrenzen aufeinander. Von dort kann man bei guter Sicht sechs der acht Alpenländer sehen.
Etwa 1000 Meter erhebt sich der Sassongher als mächtiger Felsturm über das südliche Gadertal und den Ort Corvara. Der markante Berg ist Teil des Naturpark Puez-Geisler, in dessen Südosten er sich befindet. Den Gipfel des Sassongher zu erreichen ist erfahrenen Kletterern vorbehalten. Für die Mühen wird man mit einer beeindruckenden Aussicht von oben belohnt. Der Berg ist bekannt für die tollen Panoramen anderer Dolomitengipfel von Fanesgruppe über Sellastock bis zur Marmolata.
Der Säuling in den Ammergauer Alpen gilt als Hausberg von Füssen und liegt südöstlich der Stadt, genau auf der deutsch-österreichischen Grenze. Vom Gipfel bietet sich ein grandioser Ausblick, nicht nur auf die umgebenden Seen, sondern auch auf die beiden Schlösser Hohenschwangau und das weltberühmte Neuschwanstein. Obwohl der Gipfel des Säuling eher pyramidenförmig erscheint, verdankt der Berg seinen Namen wohl der Tatsache, dass er steil, fast säulenartig emporragt.
Nahe des südlichen Dreiländerecks zwischen der Schweiz, Österreich und Liechtenstein erhebt sich die Schesaplana. Mitten in den Alpen gelegen bietet der Gipfel als höchster Punkt des Rätikons bei guten Bedingungen eine Aussicht auf hunderte Alpengipfel bis in die Walliser Alpen, die Ötztaler Alpen, das Zugspitzmassiv und darüber hinaus. Verschiedene Hütten bieten sich als Zwischenstation auf dem Weg auf die Schesaplana an, etwa die Mannheimer Hütte im Norden hinter dem Brandner Gletscher, die Douglashütte am Lünersee im Osten oder die Schesaplanahütte im Süden.
Der 2563 m hohe Schlern ist aufgrund seiner charakteristischen Form eines der Wahrzeichen Südtirols und der Dolomiten. So wird der Berg unter anderem im „Bozner Bergsteigerlied“, einer der inoffiziellen Südtiroler Hymnen, besungen. Den Legenden nach sollen um den Berg herum die Schlernhexen ihr Unwesen treiben, die vor allem für Unwetter und anderes Unheil sorgen.
Der 2076 m hohe Schneeberg ist der höchste Berg in Niederösterreich und der am östlichst gelegene Zweitausender in den Alpen. Nach dem Großglockner hat der Schneeberg die größte Dominanz aller österreichischen Berge. Bei guter Sicht kann man vom Gipfel die Hauptstadt Wien sehen. Für deren Bewohner ist der Berg ein beliebtes, nahes Ausflugsziel.
Das Schreckhorn ist der nördlichste Viertausender Europas. Steil ragt der mächtige Felszacken südlich von Grindelwald empor. Zusammen mit dem nur unwesentlich niedrigeren Lauteraarhorn bildet das Schreckhorn einen imposanten Doppelgipfel. Häufig wird das Schreckhorn als der am schwierigsten zu besteigende Viertausender der Alpen bezeichnet. Der Berg gilt als Geheimtipp für erfahrene Bergsteiger, da es wegen seiner abseitigen Lage eher menschenleer ist.
Die Seceda liegt in den Dolomiten in Südtirol, am Rande des Naturparks Puez-Geisler. Von St. Ulrich im Grödner Tal fährt die Seilbahn Seceda bis zur Bergstation, etwa 70 Meter unterhalb des Gipfels. Oben auf dem Berg bietet sich ein Panoramablick auf fast ganz Südtirol und weiter über Italien und Österreich. Das Skigebiet auf der Seceda-Alm bietet eine der längsten Abfahrten der Dolomiten. Von kurz unterhalb des Gipfels geht es über mehr als 10 Kilometer und mehr als 1000 Höhenmeter hinunter nach St. Ulrich.