Zwischen Matterhorn und Monte-Rosa ragt der fünf Kilometer lange Liskamm empor. Sein höchster Punkt ist der Ostgipfel. Auf nordöstlicher Seite des Kamms fällt eine vereiste, über 1000 Meter steile Felswand ab. Südlich befindet sich der stark zerrissene Lysgletscher. 1861 wurde der Ostgipfel das erste mal bestiegen und drei Jahre später überschritten Alpinisten das erste mal den Grat. Die Gratüberschreitung kostete schon viele Bergsteiger das Leben, weshalb der Liskamm den Beinamen „Menschenfresser“ erhielt.
Weit über 1000 Meter erhebt sich der Lugauer über das Radmertal im Osten des Bergs. Der markante Doppelgipfel fällt auf der Westflanke deutlich sanfter ab. Hier fühlen sich besonders die vielen Skitourengänger wohl, die den Lugauer jedes Jahr besuchen. Dem tollen Panorama, das sich beim Aufstieg zum Gipfel bietet, verdankt der Berg auch seinen Namen. „Lug auer“ im lokalen Dialekt kann mit „Schau hinunter“ übersetzt werden.
Der Malojapass ist ein beeindruckender Gebirgspass in den Schweizer Alpen, der auf einer Höhe von 1812 Metern liegt. Er verbindet das Engadin im Kanton Graubünden mit dem italienischen Veltlin und bietet atemberaubende Ausblicke auf die umliegende Berglandschaft. Der Malojapass ist nicht nur eine wichtige Verkehrsverbindung, sondern auch ein beliebtes Ziel für Touristen, die die Schönheit der Alpenregion erkunden möchten.
Die Marmolata gilt als die Königin der Dolomiten, deren höchster Berg sie ist. Auf der Nordseite befindet sich mit dem Ghiacciaio della Marmolada der letzte größere Dolomitengletscher. Die Region rund um die Marmolatagruppe ist insbesondere bei Wanderern äußerst beliebt. So führt unter anderem der Traumpfad München–Venedig am Berg entlang.
Wenn es einen perfekten Berg gibt, ist es das Matterhorn. Seine einsame Präsenz am Ende des Nikolaitals und seine beinahe perfekt tetraedrische Form machen diesen Berg zu einem Symbol für die Schönheit der Alpen und zu einer Projektionsfläche für die Herausforderungen des Alpinismus.
Der Mittagskogel (slow.: Kepa) ist einer der höchsten Berge der westlichen Karawanken. Die Felspyramide an der Grenze zwischen Kärnten und Slowenien gehört zum Hauptkamm der westlichen Karawanken. Der abgeflachte Gipfel verleiht dem Mittagskogel eine vulkanhafte Erscheinung. Den Namen Mittagskogel, Mittagsgipfel, Mittagsberg oder auch Zwölferberg gibt es häufig in den Alpen. Er benennt einen Berg, der im Süden einer größeren Ortschaft steht und wie ein Zeiger um zwölf Uhr auf die Sonne zeigt.
Zwischen Eiger und Jungfrau komplettiert der Mönch das eindrucksvolle Dreigestirn im Berner Oberland. Von der Bergstation der Jungfraubahn sind es knapp über 600 Höhenmeter Aufstieg bis zum Gipfel, der allerdings einige technische Herausforderungen beinhaltet. Erst 1996 wurde bei Nachmessungen festgestellt, dass der Berg neun Meter höher ist als bisher angenommen. Am Berg wurden früher auf Weiden Wallache, sogenannte „Münche“ gesömmert. Aus dem „Münchenberg“ wurde dann der Mönch.
Der Mont Aiguille ist ein markanter Berg der Nördlichen Dauphiné-Kalkalpen in der Region Isère. Ähnlich den berühmten Tafelbergen im Monument Valley in Utah ragt sein Gipfel steil aus seiner Umgebung empor. er ist ein Überbleibsel einer einstigen Hochebene, die um die Berge herum durch Erosion und das Schleifen einstiger Gletscher abgetragen wurde. Abgesetzt vom Hauptkamm des Massif du Vercors ist der Mont Aiguille trotz vergleichsweise geringer Höhe weithin sichtbar.
Der Mont Blanc ist der höchste Berg Frankreichs und der Alpen. Während er von Süden aus schroff erscheint, wirkt er von Norden rundlich und einladend. Mit einer Schartenhöhe von 4696 Metern zählt er zu den elf prominentesten Bergen weltweit. Im Ort Chamonix am Fuß des Bergmassives, der heute der Ausgangspunkt einiger sehr aufregender Freeride-Abfahrten ist, fanden 1924 die ersten Vorläufer der Olympischen Winterspiele statt.
Der Mont Fort ist ein Dreitausender in den Walliser Alpen, der sich im Süden von Nendaz erhebt. Umgeben ist der Berg von drei Gletschern. Der Glacier de Tortin im Westen ist Teil des größten Skigebiets der Schweiz, 4 Vallées. Der Mont Fort lässt sich bequem per Seilbahn von Nendaz oder Verbier aus erreichen. Oben angekommen bietet sich einem bei passendem Wetter eine spektakuläre Aussicht auf die Bergmassive von Monte Rosa und Mont Blanc.
Der Mont Pelvoux ist ein breiter, mächtiger Gebirgsstock im Osten des Écrins-Massivs in den französischen Westalpen. Der Aufstieg ist fordernd. Von der Schutzhütte Refuge du Pelvoux am Südhang führt die Normalroute über eine immer steiler werdende Eisrinne. Sobald das Plateau mit demGlacier du Pelvoux erreicht ist, können die verschiedenen Bergspitzen vergleichsweise einfach erstiegen werden.
Der Mont Ventoux ist der höchste Gipfel der südlichen Dauphiné Kalkalpen. In der ersten dokumentierten Besteigung eines Alpenbergs, unternommen von Francesco Petrarca und seinem Bruder, war der Gigant der Provence das Ziel. Dieser Aufstieg galt vielen fortan als die Begründung des Alpinismus. Im Radsport handelt es sich um einen „Der heiligen Berge der Tour de France“, auch wenn der Ventoux seit der ersten Überfahrt 1951 im Schnitt nur alle vier bis fünf Jahre auf dem Tourplan steht.
Der Mont Ventoux ist ein 1909 m hoher Bergmassiv in der französischen Provence. Dieser Berg wird auch „Gigant der Provence“ genannt und hat eine große Bedeutung für den Radsport. Obwohl der Berg deutlich weniger hoch ist als die bekanntesten Alpenpässe, ist er vom Schwierigkeitsgrad her vergleichbar. Dafür sorgen nicht nur die vielen Höhenmeter, sondern oft auch die Hitze der Provence und ein erbarmungsloser Gegenwind auf den letzten Kilometern.
Als höchster Berg der Seealpen liegt der Monte Argentera nur 50 km nördlich von Nizza in einem der größten Naturgebiete der Alpen. Er ist von einigen Bergketten eingerahmt und wirkt vergleichsweise unscheinbar. Der umliegende Naturpark bietet einige schöne Wanderrouten und ist die Heimat unzähliger Murmeltiere.
Der Monte Baldo bildet einen 30 Kilometer langen Bergrücken, der sich über dem Ostufer des Gardasees erhebt und auf der anderen Seite ins Etschtal in der Provinz Trient abfällt. Höchster Punkt des Bergrückens ist die Cima Valdritta. Der Berg ist sehr gut erschlossen und somit leicht zu besteigen. Der Gipfel des Monte Baldo ragte während der Eiszeiten über die Gletscher, dadurch wurde hier eine einzigartige Flora bewahrt, die es sonst nirgendwo mehr gibt.
Der Monte Civetta in der Provinz Belluno thront über demCordévole-Tal und dem Ort Alleghe. „Civetta“ heisst auf deutsch „Eule“ und geht auf die frühere Vorstellung zurück, einen solch gewaltigen Berg nur fliegend erobern zu können. Das liegt vor allem an der ebenso steilen wie gewaltigen Nordwestwand, mit über 1000 Meter Höhe und drei Kilometern Breite eine der grössten Felswände der Dolomiten.
Der Monte Disgrazia ist ein Chamäleon. Blickt man von Nordwesten oder Südosten auf den Berg, erscheint der Monte Disgrazia als scharfes, schroffes, unbezwingbares Horn. Von Nordosten wirkt die Bergspitze dagegen wie ein langgezogenes Plateau. Der Grund ist die mehrgipflige Gipfelmauer, die in fast perfekt nordwestlicher Richtung verläuft und so verschiedene Ansichten ermöglicht.
Der Monte Pelmo ist ein gewaltiger, freistehender Felsendom und gehört zu den höchsten Gipfeln der Dolomiten. Er ragt eindrucksvoll aus den umliegenden Tälern heraus. Von Nordwesten entsteht der Eindruck, einen gigantischen Sessel zu betrachten: der Gipfelfelsblock in der Mitte und der Monte Pelmetto sowie der Nordwestgrat als Armlehnen. Deshalb wird der Pelmo auch „Gottes Sessel“ genannt.
Der Monte Resegone ist einer der bekanntesten Berge in der Lombardei. Trotz der vergleichsweise geringen Höhe verfügt der Berg über eine beeindruckende Erscheinung. Etwa ein Dutzend Gipfel verteilen sich auf einer Länge von circa drei Kilometern. Höchster Punkt des Bergs ist der Punta Cermenati. Der Monte Resegone erhebt sich etwa 1500 Meter über die Stadt Lecco am Comer See im Westen. Bei gutem Wetter ist die Gipfelregion auch von Mailand aus zu sehen.
Nach dem Mont-Blanc-Massiv ist der Monte Rosa das höchste Gebirgsmassiv der Alpen. Der höchste Gipfel, die Dufourspitze, ist der zweithöchste Berg der Alpen und der höchste der Schweiz. Östlich davon, direkt auf der Grenze zu Italien, liegt der Grenzgipfel, der 4618 Meter hoch ist, und weiter im Süden die Signalkuppe (4554 m). Direkt auf ihrem Gipfel steht mit der Capanna Regina Margherita (Margheritahütte) das höchstgelegene Gebäude Europas.
Der Monte Stivo erhebt sich im Nordosten des Gardasees zwischen den beiden Tälern Valle dei Laghi im Westen und Vallagarina im Osten. Der Berggipfel bietet eine tolle Aussicht auf den nördlichen See sowie unter anderem auf die Gipfel von Marmolata, Adamellogruppe, Presanella und Sellagruppe. Nur etwa 40 Meter unterhalb des Gipfels befindet sich die Berghütte Rifugio Stivo Prospero Marchetti, die vom alpinen Verein Società degli Alpinisti Tridentini (SAT) betrieben wird.
Der Monte Viso ist der höchste Berg der Cottischen Alpen. Er ist mindestens 500 Meter höher als alle ihn umgebenden Berge und weithin sichtbar. An seiner nördlichen Flanke entspringt der Po, Italiens längster Fluss. Auch deshalb sind der Berg und seine Umgebung von der Unesco 2013 als Biosphärenreservat ausgewiesen worden. Vom Gipfel des Monte Viso kann man bei gutem Wetter mit einem Fernglas bis zum Mailänder Dom blicken sowie im Norden Matterhorn und Mont Blanc bestaunen.
Die Mutspitze ist der Hausberg der Ortschaft Dorf Tirol und bildet das südöstliche Ende der Texelgruppe in den Ötztaler Alpen. Der Gipfel ist ein beliebtes Ziel für Tageswanderungen und bietet einen herrlichen Ausblick in die Täler nach Süden in Richtung Meran und nach Norden ins Spronser Tal und auf den Rest der Texelgruppe. Der Aufstieg startet mit der Hochmuther Seilbahn und von dort aus entweder von der östlichen Seite her über den Mutkopf oder von westlicher Seite über die Leiter Alm und die Taufenscharte. Die anspruchsvolle Route ist dank der in den Fels gehauenen Wanderwege gut zu schaffen.
Die Mythen gelten als Wahrzeichen von Schwyz und erheben sich im gleichnamigen Kanton im Osten von dessen Hauptort. Höchster Gipfel ist der Grosse Mythen im Süden. Nördlich davon befindet sich der Kleine Mythen und als Nebengipfel von diesem noch weiter im Norden der Haggenspitz. Während der Grosse Mythen mit einer Wanderung erreicht werden kann, führen nur Kletterrouten auf die beiden niedrigeren Gipfel.
Das Nebelhorn ist ein Gipfel der Daumengruppe in den Allgäuer Alpen, die sich östlich von Oberstdorf erhebt. Die Nebelhornbahn führt nahezu direkt auf den Gipfel des Bergs, was sie zur höchsten Seilbahn des Allgäus macht. Mit der Nebelhorn Trophy ist sogar ein internationaler Eiskunstlauf-Wettbewerb, der jährlich in Oberstdorf stattfindet, nach dem Berg benannt.
Der eindrucksvolle Niesen erhebt sich südlich des Thunersees. Durch seine Pyramidenform wirft der Berg in den Wintermonaten, wenn die Sonne niedrig steht, einen riesigen dreieckigen Schatten auf die Gemeinde Spiez am Fuß des Bergs. Seit 1910 ist der Gipfel mit der Niesenbahn, einer Standseilbahn erschlossen.
Die Nordkette, oder Inntalkette ist die südlichste Gebirgskette im Karwendel und erhebt sich im Norden Innsbrucks über das Unterinntal. Höchster Punkt der Nordkette ist der Kleine Solstein im Westen, der trotz seines Namens den Großen Solstein um nahezu 100 Meter überragt. Der Innsbrucker Klettersteig führt über insgesamt sieben Gipfel der Kette, von der Seegrubenspitze über den Langen Sattel bis zum Frau Hitt genannten Gipfel.
Als einer der höchsten Berge der Glarner Alpen erhebt sich der Oberalpstock zwischen Maderanertal in Uri im Norden und Surselva, dem Vorderrheintal in Graubünden im Süden. Besonders markant sind die vier Grate, die nahe des Gipfels zusammenlaufen. Der erste Aufstieg auf den Oberalpstock erfolgte über die Südostseite. Dieser Weg ist auch heute noch die Normalroute. Außer bei Wanderern und Bergsteigern ist der Oberalpstock auch bei Skitourengängern sehr beliebt.
Südöstlich von Klagenfurt, nahe der slowenischen Grenze, liegt das Obirmassiv in den Karawanken. Die höchste Erhebung ist der Hochobir. Aufgrund von Erzvorkommen rund um den Obir wurde hier vermutlich seit dem 12. bis zum Ende des 19. Jahrhunderts Bergbau betrieben. Dabei wurden die mittlerweile denkmalgeschützen Obir-Tropfsteinhöhlen entdeckt, welche durch die Bergbauarbeiten teilweise beschädigt wurden. Außerdem befand sich auf dem Gipfel des Obir bis 1947 eine der ersten Wetterstationen der Alpen.
Der Olperer ist mit 3476 Metern Höhe der dritthöchste Gipfel der Zillertaler Alpen in Tirol sowie die höchste Erhebung des Tuxer Kamms. Von Osten gesehen erscheint der Berggipfel als nahezu perfekte Felspyramide. Die Besteigung des Olperers über die Normalroute von Südosten ist mit einfachen Kletterpassagen zu bewerkstelligen. Anspruchsvoller ist der Weg von der Geraer Hütte über Olpererferner, Wildlahnerscharte und schließlich den Nordgrat des Bergs.
Der Ortler ist der höchste Gipfel Südtirols und ein historisch bedeutsamer Berg. Seine Besteigung erfolgte bereits 1805 auf Befehl von Erzherzog Johann von Österreich und war ein wichtiges alpinistisches Ereignis. Während des Ersten Weltkrieges stellte Österreich-Ungarn auf dem Gipfel sogar Geschütze auf. Überreste dieser Stellungen sind heute noch sichtbar. In einer Sage heißt es, dass der Ortler ein vor lauter Wut versteinerter Riese ist, der von einem Zwerg bezwungen wurde.
Weithin sichtbar ragt der 1893 Meter hohe Ötscher in den Ybbstaler Alpen, im Osten der Nördlichen Kalkalpen empor. Besonders beeindruckend erscheint das Bergmassiv von Norden und Süden aus gesehen, wenn es sich in seiner vollen Breite präsentiert. Der Name des Bergs lässt sich auf slawische Bewohner der Gegend im 9. Jahrhundert zurückführen, die den Berg als „Othza“ (Vaterberg) bezeichneten. Für Wanderer und Kletterer ist der Ötscher das ganze Jahr über ein beliebtes Ziel. Nordwestlich des Gipfels befindet sich zudem das Skigebiet Lackenhof am Ötscher.
Die Parseierspitze ist der einzige Dreitausender der Nördlichen Kalkalpen und der höchste Berg der Lechtaler Alpen. Sie ragt als zackiger Felsturm über dem Inntal empor. Der Name des Bergs und des Parseiertals geht wohl auf das romanische Wort „presür“ zurück, mit dem das Gatter einer Alm bezeichnet wurde.
Obwohl der Patscherkofel weder einer der höchsten Berge der Region ist, noch als sonderlich schön gilt, macht ihn seine Lage südlich von Innsbruck zum Hausberg der Stadt. Der „Sender Patscherkofel“ auf dem Gipfel des Bergs erhebt sich inklusive Antennen noch einmal 67 Meter über den Gipfel. Einem internationalen Publikum wurde der Patscherkofel während der Olympischen Winterspiele 1964 und 1976 bekannt, als an seinen Hängen die Alpinen Skiwettbewerbe ausgetragen wurden.
Der Peitlerkofel, im Ladinischen als „Sass de Pütia“ bekannt, liegt in den nördlichen Dolomiten. Steil und einsam ragen seine beiden Gipfel Großer Peitler und der etwa 60 Meter niedrigere Nebengipfel im Westen, der Kleine Peitler, zwischen Gadertal und Vilnößtal empor. Während man den Kleinen Peitler mit einer Wandertour erreichen kann, führen einfache Routen Kletterer von Süden her auf den Gipfel des Großen Peitlers, von wo aus man eine der schönsten Aussichten in den Dolomiten genießen kann.
Im Osten von Albertville in der Beaufort Region liegt die Pierra Menta, ein gut 2700 Meter hoher Felsgipfel. Die charakteristische Spitze fasziniert Wanderer wie Bergsteiger gleichermaßen. Legendenstatus hat die Pierra Menta jedoch vor allem durch das nach ihr bennante Skitourenrennen, das jedes Jahr in der Region stattfindet und zu den drei größten Veranstaltungen dieser Art in den Alpen zählt.