Die Sellagruppe ist ein markanter Gebirgsstock, der insbesondere durch die legendäre Skiumrundung Sellaronda an Bekanntheit gewonnen hat. Knapp 42 Kilometer werden auf dieser Runde zurückgelegt, die sich in 26 Pisten- und 16 Lift-Kilometer aufteilen. Der höchste Gipfel der Sella ist der Piz Boè mit einer Höhe von 3152 Metern, der allerdings durch die Kompaktheit des Gebirgsstocks kaum in Erscheinung tritt.
Die 2717 Meter hohe Serles liegt in den Stubaier Alpen in Tirol. Durch ihre dominante Lage sind der Haupt- und die beiden Nebengipfel bei klarer Sicht von Innsbruck aus gut zu erkennen. Der Legende nach ist der Hauptgipfel, der „Riese Serles“, ein ob seiner Grausamkeit von Gott zur Strafe versteinerter König.
Die Signalkuppe, auf Italienisch auch Punta Gnifetti genannt, ist ein Gipfel in den Penninischen Alpen an der Grenze zwischen Italien und der Schweiz. Sie ist ein Untergipfel des Monte Rosa. Der Berg ist nach „dem Signal“ benannt, einem markanten Gendarmen auf dem Ostgrat, der Cresta Signal genannt wird. Die Erstbesteigung wurde von Giovanni Gnifetti, einem Pfarrer aus Alagna Valsesia, durchgeführt. Das höchste Gebäude Europas, die Capanna Margherita, liegt auf dem Gipfel des Berges. Die Arbeiten begannen 1890 mit Unterstützung der italienischen Krone, und Königin Margherita eröffnete sie 1893.
Südwestlich von Oberstdorf, auf der Grenze zwischen Bayern und Vorarlberg erhebt sich als nördlichster Gipfel des Fellhorngrats das Söllereck. Der Berg liegt zwischen den Eingängen ins Kleinwalsertal im Westen und dem Stillachtal im Osten. Mit der Söllereckbahn gelangt man zur Bergstation auf eine Höhe von 1358 Metern. Im Winter befindet sich hier auch das Skigebiet Oberstdorf / Söllereck.
Der Spitzkofel ist der zweithöchste Berg der Lienzer Dolomiten und wird oft als Hausberg von Lienz bezeichnet. Er besteht hauptsächlich aus Kalk und Schiefer und thront unübersehbar über dem Lienzer Talkessel. An seinem Fuß findet sich auf 1902 m die Kerschbaumeralm als Ausgangspunkt für die Besteigung des Berges, die 1926 mit weithin hallenden Böllerschüssen eröffnet wurde.
Der Splügenpass verbindet die Schweiz mit Italien und beeindruckt mit seinen zahlreichen engen Serpentinen, historischen Tunneln und schützenden Steingalerien, die sich spektakulär an den Fels schmiegen. Besonders aufregend ist die kurvenreiche Passstraße, die durch diese einzigartigen Bauwerke und die imposante Alpenlandschaft zu einem unvergesslichen Erlebnis wird.
Das Stuhleck ist der höchste Gipfel der Fischbacher Alpen und sehr gut erschlossen. Das führte bereits im späten 19. Jahrhundert zu einem ausgeprägten Tourismus zu jeder Jahreszeit. Im Februar 1892 stiegen die Pioniere Toni Schruf, Max Kleinoscheg und Walther Wenderich von Mürzzuschlag aus mit Ski auf den Gipfel – es war eine der ersten Skibesteigungen eines Alpenbergs.
Im Nationalpark Triglav erhebt sich der pyramidenförmige Gipfel des Svinjak. Aufgrund seiner markante Form wird er auch als „Matterhorn von Bovec“ bezeichnet, da er zum Wahrzeichen der an seinem Fuß liegenden Ortschaft geworden ist. Trotz seiner vergleichsweise niedrigen Höhe ist der Svinjak ein beliebter Aussichtsberg. Von seinem Gipfel kann man das Bovec-Becken, das Soča-Tal und den höchsten Gipfel Sloweniens, den Triglav sehen.
Im Ostallgäu bei Füssen erhebt sich der Tegelberg. Höchster Punkt des Massivs ist der Branderschrofen. Das Tegelberghaus, etwa 150 Meter unterhalb des Gipfels, ist unter anderem mit der in den 1960er-Jahren erbauten Tegelbergbahn erreichbar. Nahe der Bergstation starten viele Gleitschirmflieger, die in der warmen Jahreszeit zahlreich am Berg erscheinen. Am westlichen Fuß des Bergs liegt Hohenschwangau mit dem weltberühmten Schloss Neuschwanstein.
Das Timmelsjoch, auch Timmel genannt, ist ein 2474 m hoher Grenzpass zwischen Österreich und Italien, der die Ötztaler Alpen von den Stubaier Alpen trennt und das Ötztal mit dem Passeiertal verbindet. Der Pass, dessen Name vom rätoromanischen Wort „tömbl“ für Hügel stammt, wurde seit frühester Zeit genutzt und war ein wichtiger Handelsweg, auch von den Fuggern und Welsern. Seit 1920 verläuft die Grenze zwischen Italien und Österreich über das Joch und 2010 wurde das Timmelsjoch-Museum eröffnet, das genau auf der Grenze errichtet wurde und die Geschichte und Bedeutung des Passes hervorhebt.
Der Titlis liegt im Zentrum der Urner Alpen und ist die höchste Erhebung einer etwa 20 Kilometer langen Bergkette. Während der Titlis mit seinem geschwungenen Gipfel nach Osten und Süden schroff abfällt und beeindruckende Bergwände bildet, erstreckt er sich im Norden sanft abfallend hin zur Gemeinde Engelberg. Durch die Erschließung per Seilbahn und Attraktionen wie den „Titlis Cliff Walk“ handelt es sich um einen sehr beliebten und stark besuchten Berg, ob im Sommer zum Wandern oder im Winter zum Skifahren.
Der Tödi ist der höchste Gipfel der Glarner Alpen. Er ist stark vergletschert und nur schwer zugänglich. Der Name kommt vermutlich vom schweizerdeutschen „d’ Ödi“ (die Öde; unbewohntes, einer Wüste gleichendes Gebiet), was im Laufe der Zeit zu Tödi wurde. Bei klarem Himmel ist der Tödi bis vom 70 Kilometer entfernten Zürich aus sichtbar.
Der Traunstein wird aufgrund seiner vorgeschobenen und markanten Silhouette oft als Wächter des Salzkammergutes bezeichnet - bei gutem Wetter ist er aus über 150 km zu erspähen. Zwar ist er mit einer Höhe von 1691 m ein kleiner Fisch unter den Alpenbergen - die Schönheit des Berges zieht aber seit jeher prominente Besucher an. Schon Kaiser Franz Josef kam regelmäßig zur Gemsenjagd.
Die Trettachspitze ist der höchste Berg der Allgäuer Alpen, der sich komplett in Bayern befindet. Der markante Gipfel wird aufgrund seiner Erscheinung auch als das „Matterhorn des Allgäus“ bezeichnet. Der Aufstieg auf die Trettachspitze ist erfahrenen Kletterern vorbehalten. Als leichteste Route gilt der Weg über den Nordwestgrat. Häufig begangen werden vor allem unterschiedliche Routen an der Westwand des Bergs.
Der höchste Berg Sloweniens ist das alpine Wahrzeichen des östlichsten Alpenlandes und findet sich im nationalen Wappen sowie auf der slowenischen 50-Cent-Münze wieder. Er kann teilweise aus 100 km Entfernung erblickt werden. Nach dem Triglav ist der einzige Nationalparks Sloweniens benannt. An seinen Hängen soll in den nächsten Jahren das Skigebiet 2864 Bohinj entstehen, das als größtes Skigebiet Sloweniens Ökologie und Tourismus vereinen soll.
Die Tschingelhörner sind eine Reihe von Bergspitzen in den Glarner Alpen. Wie große Zwerge thronen die Gipfel auf einer Decke aus Verrucanogestein. Diese jüngere Gesteinsschicht liegt über einer Älteren und bildet so die Glarner Hauptüberschiebung, ein berühmtes Geotop und UNESCO-Weltkulturerbe. Der höchste Berg der Glarner Alpen ist der Tödi, aber auch die Tschingelhörner haben es aufgrund ihrer Form zu einem beliebten Ausflugsziel gebracht.
Südöstlich von Bad Reichenhall befindet sich der Untersberg, das nördlichste Gebirgsmassiv der Berchtesgadener Alpen. Die deutsch-österreichische Grenze verläuft über das ausgedehnte Gipfelplateau. Mit 1972 Metern ist der Berchtesgadener Hochthron dessen höchster Gipfel. Das gesamte Gebirgsmassiv ist von Karsthöhlen durchzogen. So befindet sich hier Deutschlands tiefste und längste bekannte Höhle sowie die einzige erschlossene Eishöhle. An den Nordhängen des Massivs wird seit der Römerzeit der bekannte Untersberger Marmor abgebaut.
Der Vanil Noir ist der höchste Berg der Freiburger Alpen. Er liegt an der Grenze der Schweizer Kantone Freiburg und Waadt, etwa 20 Kilometer östlich von Montreux und dem Genfer See. Am Vanil Noir gibt es seit 1983 ein Naturschutzgebiet, das sich durch viele seltene Pflanzen und eine große Tierwelt auszeichnet. Unter anderem können 73 Tagfalterarten oder die Aspisviper bewundert werden und es wachsen Blumen wie die Alpen-Betonie oder der Drachenkopf.
Die Vesulspitze befindet sich östlich von Ischgl in Tirol und ist Teil der Samnaungruppe. Abgesehen vom Piz Rots auf der Grenze zur Schweiz handelt es sich um die höchste Erhebung auf der österreichischen Seite der Gebirgsgruppe. Auf dem Gipfel angekommen, lässt sich nicht nur das mächtige Gipfelkreuz aus Holz bestaunen. Als relativ freistehender Dreitausender hat man von hier auch eine tolle Aussicht über die umliegenden Berge und Täler.
Was macht einen Berg aus? Ein Berg erhebt sich über seine Umgebung. Doch nicht jede kleinste Erhebung ist auch ein Berg. Welche Kriterien können wir also anlegen, um einen Berg als solchen zu definieren? Mit Hilfe der Geografie lässt sich ein Berg objektiv beschreiben. Wichtigstes und definierendes Merkmal eines Bergs ist seine Höhe über dem Meeresspiegel. Bergsteiger etwa wollen häufig „Tausender-Marken“ überwinden. Die Schartenhöhe oder topografische Prominenz misst daneben die Eigenständigkeit eines Bergs. Ein nur wenige hundert Meter hoher Berg im Alpenvorland kann je nach Lage eindrucksvoller wirken als ein Nebengipfel mit über 4 000 Metern Höhe im Mont Blanc- oder Monte Rosa-Massiv.
Welche Eigenschaften machen den richtigen Ski aus? Dieses Plakat bringt die entscheidenden Merkmale übersichtlich auf den Punkt: Biegelinie, Kontur, Skilänge, Flex, Radius und Untergrundbeschaffenheit. Eine klare Infografik, die komplexes Skiwissen anschaulich macht – ideal für alle, die ihre Ausrüstung wirklich verstehen wollen.
Der Watzmann ist einer Sage nach eine versteinerte Königsfamilie, die von einer Frau verflucht wurde. Als zentraler Gebirgsstock der Berchtesgadener Alpen prägt er die Landschaft im Südosten Oberbayerns und bietet mit seiner Ostwand eine der spannendsten Herausforderungen für Kletterer im gesamten Alpenraum.
Die Weißkugel ist der dritthöchste Berg in Österreich. Ihre Lage direkt am Alpenhauptkamm macht sie ausserdem zum höchsten Gipfel auf der österreichisch-italienischen Grenze. Auf der Weißkugel treffen vier Gipfelgrate aufeinander, zwischen denen sich Gletscher befinden. Einer von ihnen, der Hintereisferner, wird seit mehr als 100 Jahren wissenschaftlich untersucht – eine der längsten bestehenden Zeitreihen in der Gletscherforschung.
Die Weißseespitze ist ein Berg im Weißkamm der Ötztaler Alpen an der Grenze von Tirol zu Südtirol. Sie liegt im Osten des Reschensees am Ende des Langtauferer Tals (italienisch: Vallelunga). Über den Gipfel verläuft die Grenze zwischen Österreich und Italien. Auf italienisch ist der Berg als „Cima del Lago Bianco“ bekannt – eine wörtliche Übersetzung des deutschen Namens.
Nördlich von Zermatt thront das Weisshorn in den Walliser Alpen. Der Hauptgipfel der Weisshorngruppe fällt durch seine ebenmäßige Pyramidenform mit drei scharfen Graten auf. Trotz vieler Viertausender in der Umgebung ist das Weisshorn relativ freistehend. Der Fels an den drei Seitenwänden ist sehr brüchig, weshalb diese sich kaum zum Klettern eignen. Beim Aufstieg müssen 3000 Höhenmeter überwunden werden, was ein hohes Maß an Ausdauer erfordert. Der Weg über den Südwestgrat gilt als anspruchsvollste Route auf den Gipfel.
Wie mit weißem Moos bedeckt erscheint der schneebedeckte Gipfel des Weissmies. Diesem Umstand verdankt der Berg seinen Namen, denn „Mies“ bedeutet im lokalen Dialekt „Moos“. In den Walliser Alpen gelegen ist der Weissmies höchster Gipfel und Namensgeber der Weissmiesgruppe. Er wurde 1855 zum ersten mal bestiegen und gilt als einer der leichter zu erklimmenden Viertausender. Vom Gipfel schweift der Blick über die Nachbargipfel der Gruppe, die Mischabelkette bis zum Monte Rosa sowie hinunter ins Saastal auf Saas-Fee im Westen und das Simplontal im Osten.
Trotz vergleichsweise geringer Höhe ist der Wilde Kaiser durch seine Prominenz und seine gute Erreichbarkeit eins der Wahrzeichen der Ostalpen. Sowohl bei Kletterern als auch bei Skifahrern ist das Kaisergebirge ein beliebtes Ziel. Pioniere wie Hans Dülfer entwickelten hier völlig neue Klettertechniken und an den Berghängen erstreckt sich das Skigebiet „Wilder Kaiser/Brixenthal“, eins der größten Areale Österreichs.
Die Wildspitze ist der zweithöchste Berg Österreichs und der höchste Berg der Ötztaler Alpen. Durch die große Schartenhöhe ist die Aussicht von der Wildspitze praktisch nur durch die Erdkrümmung begrenzt und reicht von den Berner Alpen im Westen, mit Bietschhorn und Aletschhorn, bis zur Schobergruppe im Osten. Im letzten Jahrhundert war der Nordgipfel der höhere Gipfel der Wildspitze, dieser ist aber abgeschmolzen. Heute ist der Südgipfel der höchste Punkt des Berges.
Der Zirbitzkogel ist der höchste Berg der Seetaler Alpen und touristisch sehr gut erschlossen. Es gibt viele Hütten sowie Unterkünfte. Von allen Himmelsrichtungen aus führen, vorbei an mehreren kleinen Seen, die Wanderwege hinauf, die die Anstiege deutlich verkürzen. Zugleich ist der Zirbitzkogel auch für seine artenreiche Fauna und Flora bekannt: An seinen Hängen wachsen Zirben und in den höheren Lagen gedeihen Speik und Alpenrosen. Zudem gibt es rund um den Berg sehr seltene Schmetterlingsarten und Brutgebiete der Mornellregenpfeifer.
Das Zuckerhütl an der Grenze zu Südtirol ist einer der charakteristischsten Berge der Alpen. Seine Nordseite wird vom mächtigen Gletscher Sulzenauferner bedeckt, während er zum Süden hin hunderte Meter schroff abfällt. Von seinem Gipfel aus kann man bei gutem Wetter bis zum Ortler schauen, an seinen Hängen die Pisten des Stubaitals genießen.
Die Zugspitze ist der höchste Berg Deutschlands und des Wettersteingebirges. Unterhalb des Gipfels liegen ein kleines Skigebiet und einige Gletscher, die aber, bedingt durch den Klimawandel, in den nächsten Jahren verschwinden werden. Es gibt einen Asteroid, der nach der Zugspitze benannt ist und sogar einen kleinen Freizeitpark auf dem mit drei Bahnen erschlossenen Gipfel.
Der Zwölferkofel oder Zwölfer gehört zu den fünf Gipfeln, die zusammen die Sextner Sonnenuhr bilden. Vom Ort Moos bei Sexten aus gesehen befindet sich die Sonne etwa um 12 Uhr mittags (Sonnenzeit) über dem Gipfel des Zwölferkogel. Entsprechend sind die Nachbargipfel als Neuner, Zehner, Elfer und Einser bekannt. Wie viele andere Dolomitengipfel ist auch der Zwölferkogel ein gleichermaßen beliebtes wie forderndes Ziel für Kletterer.