Der Passo Pordoi liegt eingefasst von Sass Pordoi und Sass Becé inmitten der Dolomiten und trennt die italienischen Provinzen von Trient und Belluno. Einst Anfang des 20. Jahrhunderts als einer der höchsten asphaltierten Gebirgspässe der Dolomiten erbaut, um Bozen mit Cortina d’Ampezzo zu verbinden, ist das Joch heute vor allem ein beliebtes Ausflugsziel. Während das Passo Pordoi im Sommer Ausgangspunkt für Wanderungen, Kletter- oder Bergtouren ist, sind im Winter von dort die Pisten der Skigebiete Belvedere und Arabba zu erreichen.
Der Lago die Braies, zu Deutsch „Pragser Wildsee“, befindet sich inmitten der Pragser Dolomiten in Südtirol und wird daher auch als Perle der Dolomitenseen bezeichnet. Er ist der größte der Dolomitenseen und ein beliebtes Ausflugsziel, zudem ist er auch Schauplatz zahlreicher Mythen und Sagen der Region. So soll sich etwa am Südende des Sees, wo heute der imposante Seekofel das Gewässer überragt, das Tor zur Unterwelt befunden haben.
Die Presanella ist ein Berg der italienischen Südalpen und höchster Punkt der Adamello-Presanella-Alpen. Die Erstbesteigung erfolgte am 25. August 1864 durch den Briten Douglas William Freshfield. Die Identität seiner Begleiter ist umstritten, sodass Freshfield oft allein als Erstbesteiger genannt wird.
Puente Nuevo ist die touristische Hauptattraktion der kleinen Stadt Ronda im Süden Spaniens. Das massive Brückenbauwerk verbindet die Altstadt mit dem jüngeren Stadtteil El Mercadillo über die etwa 120 Meter tiefe Schlucht El Tajo. Die Quadersteine, die die Brücke formen, wurden bereits im 18. Jahrhundert in eben jener Schlucht geschlagen, die sie heute überspannen. Der Bau der Brücke dauerte 40 Jahre.
Puncak Jaya, auch unter dem niederländischen Namen Carstensz-Pyramide bekannt, ist der höchste Berg Indonesiens, der höchste Berg auf Neuguinea und der höchste Berg der Erde, der nicht auf den kontinentalen Landmassen liegt. Puncak Jaya wird häufig als einer der Seven Summits gezählt, wenn er als höchster Berg von Australien und Ozeanien betrachtet wird. Obwohl Puncak Jaya der niedrigste der Seven Summits ist und die Temperaturen am Gipfel vergleichsweise moderat ausfallen, ist der Aufstieg auf den Gipfel technisch anspruchsvoller als bei den meisten anderen Bergen der Liste.
Im Hochland von Äthiopien befindet sich der Ras Dashen (auch Ras Dashän), die höchste Erhebung des Landes und der zehnthöchste Gipfel Afrikas. Der Berg besteht aus sieben Felsnadeln, deren genaue Höhe umstritten ist. Offiziell wird eine Höhe von 4533 Metern angegeben. Spätere Messungen ergaben eine Höhe von 4550 Metern. Da der Gipfel recht einfach zu erreichen ist, wird angenommen, dass der Ras Dashen schon früh bestiegen wurde. Der erste belegte Aufstieg durch einen Europäer gelang 1841.
Das Rax-Bergmassiv liegt nördlich des Semmerings und ist Teil der Rax-Schneeberg-Gruppe. Höchster Gipfel des Bergplateaus ist die Heukuppe. An den Steigen der Rax wurde 1894 durch Fritz Benesch, die erste Skala für alpine Schwierigkeitsstufen definiert. Zudem gründete man hier 1896 nach einem Lawinenunglück den ersten Bergrettungsdienst der Welt.
Die Reisalpe ist der höchste Berg der Gutensteiner Alpen. Felsen gibt es hier lediglich an der Südwest und Nordseite, ansonsten ist der Berg fast vollständig von Wald, Wiesen und Almen mit Viehhaltung bedeckt. Die brüchige Hirschenmauer im Südwesten fällt vom Almgelände ab und bildet eine grosse Schutthalde. Hier besteht Absturz-, und Steinschlaggefahr. Vermutlich ist die Hirschmauer Namensgeber des Berges: Das brüchige Gestein „rieselt“ von der Alpe ins Tal.
Der Reschensee ist vor allem für seinen aus dem Wasser ragenden Kirchturm bekannt – ein Wahrzeichen des versunkenen Dorfes Alt-Graun. Der künstlich angelegte See liegt auf etwa 1500 Metern Höhe nahe der Grenze zu Österreich und ist heute ein beliebtes Ziel für Wassersport, Radfahren und Wintertourismus.
Das Rheinwaldhorn ist der höchste Berg der Adula Alpen. Auf italienisch heißt der Berg Adula. Der Name tauchte bereits auf historischen Karten des Römischen Reiches auf. Weitere Namen für den Berg waren Rheinwaldspitze, Schneehorn, Adulahorn und Moschelhorn. Das Rheinwaldhorn wird von mehreren Gletschern dominiert, die das flache Gipfelplateau prägen. An seinen Flanken entspringt der Hinterrhein, einer der beiden Zuflüsse des Rheins.
Das Riedberger Horn ist ein markanter Grasberg im Allgäu und der höchste Berg der Hörnergruppe im Nordwesten von Oberstdorf. Der Gipfel ist leicht zu erreichen und bietet einen wunderschönen Blick auf die Allgäuer Hochalpen mit dem Hochvogel und dem Großen Krottenkopf. Das Gebiet am Riedberger Horn gilt als ideales Wandergebiet für Familien und Menschen ohne Vorerfahrung. Nur der Weg über den Nordostgrat ist etwas herausfordernder.
Die Rigi ist ein Bergmassiv mit dem höchsten Gipfel Rigi Kulm. Das Massiv, gelegen zwischen Vierwaldstättersee, Zugersee und Lauerzersee, bietet einen spektakulären Ausblick über weite Teile der Schweizer Alpen. Auch deshalb wurde 1871 mit der Vitznau-Rigi-Bahn die erste Bergbahn Europas in Betrieb genommen. Die Rigi zieht seit Jahrhunderten berühmte Gäste an: Twain und Goethe besuchten das Massiv und Tolstoi beschrieb die Aussicht sogar als „die schönste weltweit“.
Zwischen Monte Rosa im Süden und der Mischabelgruppe im Norden erhebt sich das Rimpfischhorn als höchster Punkt der Allalingruppe. Sein Felsgrat steigt langsam von Norden bis zum höchsten Gipfel im Süden an. Entsprechend wirkt der Berg von Süden aus gesehen als steil aufragendes, steinernes Dreieck, während er von Westen und Osten seine Felszacken präsentiert. Das Rimpfischhorn eignet sich sowohl als Ziel für Hochtouren im Sommer wie auch für Skitouren im Winter.
Im Westen von Chur erhebt sich der Ringelspitz über das Vorderrheintal. Der Berg, der auf rätoromanisch als Piz Barghis bekannt ist, ist der höchste Gipfel des Kantons St. Gallen und liegt auf der Grenze zu Graubünden. Für Touren zum Gipfel bietet sich als Ausgangspunkt die Ringelspitzhütte des Schweizer Alpen-Clubs im Südosten des Bergs an. Für den Aufstieg besonders geeignet sind die Winter- und Frühjahrsmonate.
Der Risserkogel, der zweithöchste Gipfel der Tegernseer Berge, liegt südlich des etwas niedrigeren Plankensteins, der mit seinen markanten Zinnen ein populärer Kletterberg ist. Der Aufstieg auf den Risserkogel ist hingegen mit einer - je nach Route - zwei- bis vierstündigen Wanderung zu bewerkstelligen. Der Berg ist damit ein beliebtes Ausflugsziel, gerade auch für die Einwohner der Landeshauptstadt München und deren Umgebung.
Das Felsspitzen der Rosengartengruppe ragen östlich von Bozen in den Dolomiten empor. Höchster Gipfel ist der Kesselkogel. Der Fels des beliebten Aussichtsberg erstrahlt bei Sonnenuntergang in prächtigen Rottönen. Dieses Phänomen wird als Alpenglühen oder auf ladinisch als enrosadira bezeichnet. Um den Berg rankt sich die Sage des Zwergenkönigs Laurin, der nach einem verlorenen Kampf um die Königstochter den Rosengarten verflucht haben soll. Das „Gartl“ solle weder nachts noch tags sichtbar sein, weshalb es heute nur zur Dämmerung während des Alpenglühens erscheint.
Als einer der westlichen Gipfel der Daumengruppe erhebt sich das Rubihorn mit seinem weithin sichtbaren Gipfelkreuz im Westen des Nebelhorns und nördlich des Schattenbergs. Der Berg ist nach der Gemeinde Rubi im Norden von Oberstdorf benannt. Von oben bietet sich eine hervorragende Aussicht auf das Illertal und die benachbarten Berge. Gerade landschaftlich sehr reizvoll ist der Aufstieg von Osten, bei dem der malerische Gaisalpsee passiert wird.
Die größte dänische Nordseeinsel Rømø ist dünn besiedelt, aber beliebtes Ziel von Tagesgästen, die sie über einen Straßendamm erreichen. Der Weststrand ist einer der breitesten Strände Europas.
Der in der Ostschweiz gelegene Säntis ist mit 2501 m der höchste Berg im Alpstein. Mit einer Schartenhöhe von über 2000 m ist er zudem einer der prominentesten Alpenberge. Auf dem Gipfel treffen drei Kantonsgrenzen aufeinander. Von dort kann man bei guter Sicht sechs der acht Alpenländer sehen.
Etwa 1000 Meter erhebt sich der Sassongher als mächtiger Felsturm über das südliche Gadertal und den Ort Corvara. Der markante Berg ist Teil des Naturpark Puez-Geisler, in dessen Südosten er sich befindet. Den Gipfel des Sassongher zu erreichen ist erfahrenen Kletterern vorbehalten. Für die Mühen wird man mit einer beeindruckenden Aussicht von oben belohnt. Der Berg ist bekannt für die tollen Panoramen anderer Dolomitengipfel von Fanesgruppe über Sellastock bis zur Marmolata.
Der Säuling in den Ammergauer Alpen gilt als Hausberg von Füssen und liegt südöstlich der Stadt, genau auf der deutsch-österreichischen Grenze. Vom Gipfel bietet sich ein grandioser Ausblick, nicht nur auf die umgebenden Seen, sondern auch auf die beiden Schlösser Hohenschwangau und das weltberühmte Neuschwanstein. Obwohl der Gipfel des Säuling eher pyramidenförmig erscheint, verdankt der Berg seinen Namen wohl der Tatsache, dass er steil, fast säulenartig emporragt.
Englands höchster Berg, Scafell Pike, liegt im durch Gletscher geformten Lake District im Nordwesten des Landes, der zum UNESCO-Welterbe zählt. Nicht zu verwechseln ist er mit dem etwas niedrigeren benachbarten Berg Sca Fell. 1919 wurde der Scafell Pike von Lord Leconfield an die National Trust Organisation als Kriegsdenkmal gespendet. Wie die höchsten Berge von Schottland und Wales ist auch der Scafell Pike Teil der „National Three Peaks Challenge“, bei der alle drei Gipfel innerhalb von 24 Stunden bestiegen werden müssen.
Die Scala dei Turchi ist aus dem weißen Gestein Mergel bestehender monumentaler Felsen im Süden von Sizilien. Wie eine riesige Felstreppe erscheinen seine Klippen und sind dadurch zu einer Touristenattraktion geworden.
Nahe des südlichen Dreiländerecks zwischen der Schweiz, Österreich und Liechtenstein erhebt sich die Schesaplana. Mitten in den Alpen gelegen bietet der Gipfel als höchster Punkt des Rätikons bei guten Bedingungen eine Aussicht auf hunderte Alpengipfel bis in die Walliser Alpen, die Ötztaler Alpen, das Zugspitzmassiv und darüber hinaus. Verschiedene Hütten bieten sich als Zwischenstation auf dem Weg auf die Schesaplana an, etwa die Mannheimer Hütte im Norden hinter dem Brandner Gletscher, die Douglashütte am Lünersee im Osten oder die Schesaplanahütte im Süden.
Die autofreie Insel Schiermonnikoog (Wörtlich übersetzt: Insel der grauen Mönche) gehörte im Mittelalter einem friesischen Kloster. Die Natur der Insel ist seit 1989 als eigener Nationalpark geschützt.
Der 2563 m hohe Schlern ist aufgrund seiner charakteristischen Form eines der Wahrzeichen Südtirols und der Dolomiten. So wird der Berg unter anderem im „Bozner Bergsteigerlied“, einer der inoffiziellen Südtiroler Hymnen, besungen. Den Legenden nach sollen um den Berg herum die Schlernhexen ihr Unwesen treiben, die vor allem für Unwetter und anderes Unheil sorgen.
Die Schlögener Schlinge ist ein eindrucksvolles Naturwunder in Oberösterreich. Etwa auf halbem Weg zwischen Passau und Linz schlägt die Donau, geleitet durch den harten Granitstein des böhmischen Massivs, eine beeindruckende Wende ein, die den Fluss fast zu einem Kreis schließt. Der eindrucksvolle Mäander lässt sich besonders gut von den Aussichtsplattformen im Schlögener Umland betrachten, die durch zahlreiche Rad- und Wanderwege verbunden sind.
Der 2076 m hohe Schneeberg ist der höchste Berg in Niederösterreich und der am östlichst gelegene Zweitausender in den Alpen. Nach dem Großglockner hat der Schneeberg die größte Dominanz aller österreichischen Berge. Bei guter Sicht kann man vom Gipfel die Hauptstadt Wien sehen. Für deren Bewohner ist der Berg ein beliebtes, nahes Ausflugsziel.
Das Schreckhorn ist der nördlichste Viertausender Europas. Steil ragt der mächtige Felszacken südlich von Grindelwald empor. Zusammen mit dem nur unwesentlich niedrigeren Lauteraarhorn bildet das Schreckhorn einen imposanten Doppelgipfel. Häufig wird das Schreckhorn als der am schwierigsten zu besteigende Viertausender der Alpen bezeichnet. Der Berg gilt als Geheimtipp für erfahrene Bergsteiger, da es wegen seiner abseitigen Lage eher menschenleer ist.
Die Seceda liegt in den Dolomiten in Südtirol, am Rande des Naturparks Puez-Geisler. Von St. Ulrich im Grödner Tal fährt die Seilbahn Seceda bis zur Bergstation, etwa 70 Meter unterhalb des Gipfels. Oben auf dem Berg bietet sich ein Panoramablick auf fast ganz Südtirol und weiter über Italien und Österreich. Das Skigebiet auf der Seceda-Alm bietet eine der längsten Abfahrten der Dolomiten. Von kurz unterhalb des Gipfels geht es über mehr als 10 Kilometer und mehr als 1000 Höhenmeter hinunter nach St. Ulrich.
Die Sellagruppe ist ein markanter Gebirgsstock, der insbesondere durch die legendäre Skiumrundung Sellaronda an Bekanntheit gewonnen hat. Knapp 42 Kilometer werden auf dieser Runde zurückgelegt, die sich in 26 Pisten- und 16 Lift-Kilometer aufteilen. Der höchste Gipfel der Sella ist der Piz Boè mit einer Höhe von 3152 Metern, der allerdings durch die Kompaktheit des Gebirgsstocks kaum in Erscheinung tritt.
Die 2717 Meter hohe Serles liegt in den Stubaier Alpen in Tirol. Durch ihre dominante Lage sind der Haupt- und die beiden Nebengipfel bei klarer Sicht von Innsbruck aus gut zu erkennen. Der Legende nach ist der Hauptgipfel, der „Riese Serles“, ein ob seiner Grausamkeit von Gott zur Strafe versteinerter König.
Die Shetlandinseln sind eine Inselgruppe, die zu Schottland gehört. Sie befinden sich in der Mitte zwischen Norwegen, den Färöern und den schottischen Orkneyinseln und bilden somit die nördliche Begrenzung der Nordsee gegenüber dem Nordatlantik.
Der Shishapangma ist als niedrigster Achttausender der vierzehnthöchste Berg der Erde sowie der einzige Berg mit über 8000 Metern Höhe, der vollständig in China liegt. Von den Achttausendern wurde der Gipfel 1964 als letzter erstbestiegen, über die heutige Normalroute von Norden. Nördlich des Shishapangma erstreckt sich die tibetische Hochebene, was die Bedeutung des Namens erklärt, der mit „Berg, der die grasige Ebene überblickt“ übersetzt werden kann. Der indische Name Gosainthan, der zunächst gebräuchlicher war, bedeutet „Heiliger Ort“ oder „Ort der Heiligen“. Besonders eindrucksvoll wie fordernd ist die über 2000 Meter höhe Südwestwand des Bergs.
Der Shivling ist ein markanter pyramidenförmiger Gipfel im nordindischen Teil des Himalayas. Der Name ist auf die hinduistische Gottheit Shiva zurückzuführen, wobei der Berg von britischen Alpinisten auch als “Matterhorn Peak” bezeichnet wurde. Der Gangotrigletscher, einer der größten im Himalaya, liegt östlich des Berges. Hier entspringt mit dem Bhagirathi einer der Quellflüsse des Ganges, weshalb ein bekannter Pilgerweg in die Gegend führt. Erstmals bestiegen wurde der Shivling im Jahr 1974 durch eine Expedition der indisch-tibetischen Grenzpolizei.
Die Signalkuppe, auf Italienisch auch Punta Gnifetti genannt, ist ein Gipfel in den Penninischen Alpen an der Grenze zwischen Italien und der Schweiz. Sie ist ein Untergipfel des Monte Rosa. Der Berg ist nach „dem Signal“ benannt, einem markanten Gendarmen auf dem Ostgrat, der Cresta Signal genannt wird. Die Erstbesteigung wurde von Giovanni Gnifetti, einem Pfarrer aus Alagna Valsesia, durchgeführt. Das höchste Gebäude Europas, die Capanna Margherita, liegt auf dem Gipfel des Berges. Die Arbeiten begannen 1890 mit Unterstützung der italienischen Krone, und Königin Margherita eröffnete sie 1893.