Weit über 1000 Meter erhebt sich der Lugauer über das Radmertal im Osten des Bergs. Der markante Doppelgipfel fällt auf der Westflanke deutlich sanfter ab. Hier fühlen sich besonders die vielen Skitourengänger wohl, die den Lugauer jedes Jahr besuchen. Dem tollen Panorama, das sich beim Aufstieg zum Gipfel bietet, verdankt der Berg auch seinen Namen. „Lug auer“ im lokalen Dialekt kann mit „Schau hinunter“ übersetzt werden.
Les Diablerets (Teufelshörner) liegen auf der Kantonsgrenze zwischen Wallis und Waadt. Der höchste Gipfel der Gruppe, der Sommet des Diablerets, ist zugleich der höchste Punkt von Waadt. Weitere bedeutende Nebengipfel der Diablerets sind unter anderem das Oldenhorn, auf dem mit Bern das dritte Kanton des Bergmassivs angrenzt, und der nicht ganz 3000 Meter hohe Sex Rouge. Dieser kann seit den 1960er Jahren mit einer Seilbahn erreicht werden, die während der Wintersaison zum Teil des Gletscherskigebiets Glacier 3000 wird.
Das Lagginhorn ist der zweite Viertausender der Weissmiesgruppe im Wallis, nahe der Grenze zu Italien. Es ist gleichzeitig der niedrigste Berg mit über 4000 Metern Höhe in den Schweizer Alpen. Der Berg gilt als nur unwesentlich schwieriger zu besteigen als der benachbarte, sieben Meter höhere Weissmies. Die populäre heutige Normalroute, die bereits bei der Erstbesteigung 1856 gewählt wurde, führt von Westen vom Talort Saas-Grund über die auf etwa 2700 Meter gelegene Weissmieshütte zum Gipfel.
In unmittelbarer Nachbarschaft der Viertausender der Walliser Alpen wirkt das Jegihorn, oder Jägihorn, eher klein. Dennoch erfreut sich der Gipfel bei Kletterern großer Beliebtheit. Besonders bekannt ist die Hängebrücke, der Panorama-Klettersteig Jägihorn, der von Anfang Juni bis Anfang Oktober auf dem Weg zum Gipfel begangen werden kann. Von oben genießt man einen fantastischen Ausblick über die Nachbargipfel der Mischabelgruppe, die Berner Alpen und das Rhonetal.
Im Osten des Gadertals strecken sich die Gipfel des Heiligkreuzkofel in den Himmel. Von einfachen bis zu den schwierigsten Routen bietet der Berg für Alpinisten eine große Vielfalt. Westlich des Gipfels befinden sich Heilig-Kreuz-Kirche und das heute als Schutzhaus genutzte Heiligkreuz-Hospiz, die nach dem Berg benannt wurden. Der Heiligkreuzkofel, ladinisch Sas dla Crusc, findet hingegen schon wesentlich früher Erwähnung, unter anderem in der ladinischen Sage vom Reich der Fanes.
Das Fluchthorn besteht aus drei Gipfeln, von denen das Südliche Fluchthorn mit 3399 Metern lange der höchste war. Nach einem gewaltigen Felssturz am Südgipfel im Juni 2023, der unter anderem das Gipfelkreuz mit sich riss, wurde jedoch das Mittlere Fluchthorn zur höchsten Erhebung des Bergs. Über die Gipfel verläuft nicht nur die Grenze zwischen Österreich und der Schweiz sondern auch die zwischen deutschem und rätoromanischem Sprachgebiet. Im Rätoromanischen ist das Fluchthorn als Piz Fenga bekannt.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts galt das Fletschhorn noch als Viertausender der Alpen. Durch das Abschmelzen der Gletscher auf dem Gipfel wurde die Höhenangabe jedoch auf zunächst 3993 Meter ab den 1950er-Jahren und zuletzt auf 3985 Meter korrigiert. Das Fletschhorn ist der nördlichste der drei großen Gipfel der Weissmiesgruppe. Durch das Fletschjoch ist der Berg vom südlich gelegenen Lagginhorn getrennt.
Ihrem südlichen Nachbarn Matterhorn gilt ein Großteil der Aufmerksamkeit doch auch die Dent Blanche fasziniert mit ihrem nahezu perfektem pyramidenförmigen Gipfel. Von diesem aus verlaufen vier Grate fast kreuzförmig in die vier Himmelsrichtungen. Der erste dokumentiere erfolgreiche Aufstieg auf die Dent Blanche gelang 1862, drei Jahre vor der Erstbesteigung des Matterhorns. Die seinerzeit gewählte Route von Süden gilt heute als Normalroute. Beliebter Ausgangspunkt für Aufstiegsversuche ist die Hütte des Schweizer Alpenvereins Cabane de la Dent-Blanche.
Gleich drei Schweizer Kantone grenzen am Brienzer Rothorn aneinander. Eine Seilbahn führt von Sörenberg in Luzern von Norden aus fast bis zum Berggipfel. Im Winter gehört das Areal zum Skigebiet Sörenberg / Rothorn. Die Bergstation der Bahn von der Südseite des Bergs von Brienz im Kanton Bern liegt etwa 100 Meter unterhalb des Gipfels. Das Brienzer Rothorn ist unter anderem für die Alpensteinböcke an seinen Hängen bekannt. Von Sörenberg aus kann man sich auf der Route des Steinbock-Treks auf die Suche nach den Tieren begeben.
Die Ballunspitze ist vor allem Besuchern des Skigebiets Galtür bekannt, welches sich am Nordhang des Bergs auf der Tiroler Seite nahe des Ortsteils Wirl befindet. Mit der Ballunspitzbahn gelangt man bis auf eine Höhe von gut 2200 Metern. Westlich des Skigebiets, auf Vorarlberger Seite, befindet sich der Stausee Kops, der in den 1960er Jahren angelegt wurde. Im Süden der Ballunspitze erheben sich die Dreitausender der Silvretta.
Die Aiguille du Dru im nördlichen Montblanc-Massiv ragt mit ihren beiden Spitzen, dem Grand Dru und dem etwa 20 Meter niedrigeren Petit Dru, steil nach oben. Die eindrucksvolle Erscheinung des Bergs fasziniert die Bergsteiger Europas und insbesondere Frankreichs seit langer Zeit. Der Grand Dru wurde erstmalig 1878 von Südosten aus bestiegen.
Die Zugspitze ist der höchste Berg Deutschlands und des Wettersteingebirges. Unterhalb des Gipfels liegen ein kleines Skigebiet und einige Gletscher, die aber, bedingt durch den Klimawandel, in den nächsten Jahren verschwinden werden. Es gibt einen Asteroid, der nach der Zugspitze benannt ist und sogar einen kleinen Freizeitpark auf dem mit drei Bahnen erschlossenen Gipfel.
Das Zuckerhütl an der Grenze zu Südtirol ist einer der charakteristischsten Berge der Alpen. Seine Nordseite wird vom mächtigen Gletscher Sulzenauferner bedeckt, während er zum Süden hin hunderte Meter schroff abfällt. Von seinem Gipfel aus kann man bei gutem Wetter bis zum Ortler schauen, an seinen Hängen die Pisten des Stubaitals genießen.
Die Wildspitze ist der zweithöchste Berg Österreichs und der höchste Berg der Ötztaler Alpen. Durch die große Schartenhöhe ist die Aussicht von der Wildspitze praktisch nur durch die Erdkrümmung begrenzt und reicht von den Berner Alpen im Westen, mit Bietschhorn und Aletschhorn, bis zur Schobergruppe im Osten. Im letzten Jahrhundert war der Nordgipfel der höhere Gipfel der Wildspitze, dieser ist aber abgeschmolzen. Heute ist der Südgipfel der höchste Punkt des Berges.
Trotz vergleichsweise geringer Höhe ist der Wilde Kaiser durch seine Prominenz und seine gute Erreichbarkeit eins der Wahrzeichen der Ostalpen. Sowohl bei Kletterern als auch bei Skifahrern ist das Kaisergebirge ein beliebtes Ziel. Pioniere wie Hans Dülfer entwickelten hier völlig neue Klettertechniken und an den Berghängen erstreckt sich das Skigebiet „Wilder Kaiser/Brixenthal“, eins der größten Areale Österreichs.
Der Watzmann ist einer Sage nach eine versteinerte Königsfamilie, die von einer Frau verflucht wurde. Als zentraler Gebirgsstock der Berchtesgadener Alpen prägt er die Landschaft im Südosten Oberbayerns und bietet mit seiner Ostwand eine der spannendsten Herausforderungen für Kletterer im gesamten Alpenraum.
Die Tschingelhörner sind eine Reihe von Bergspitzen in den Glarner Alpen. Wie große Zwerge thronen die Gipfel auf einer Decke aus Verrucanogestein. Diese jüngere Gesteinsschicht liegt über einer Älteren und bildet so die Glarner Hauptüberschiebung, ein berühmtes Geotop und UNESCO-Weltkulturerbe. Der höchste Berg der Glarner Alpen ist der Tödi, aber auch die Tschingelhörner haben es aufgrund ihrer Form zu einem beliebten Ausflugsziel gebracht.
Der höchste Berg Sloweniens ist das alpine Wahrzeichen des östlichsten Alpenlandes und findet sich im nationalen Wappen sowie auf der slowenischen 50-Cent-Münze wieder. Er kann teilweise aus 100 km Entfernung erblickt werden. Nach dem Triglav ist der einzige Nationalparks Sloweniens benannt. An seinen Hängen soll in den nächsten Jahren das Skigebiet 2864 Bohinj entstehen, das als größtes Skigebiet Sloweniens Ökologie und Tourismus vereinen soll.
Der Traunstein wird aufgrund seiner vorgeschobenen und markanten Silhouette oft als Wächter des Salzkammergutes bezeichnet - bei gutem Wetter ist er aus über 150 km zu erspähen. Zwar ist er mit einer Höhe von 1691 m ein kleiner Fisch unter den Alpenbergen - die Schönheit des Berges zieht aber seit jeher prominente Besucher an. Schon Kaiser Franz Josef kam regelmäßig zur Gemsenjagd.
Der Tödi ist der höchste Gipfel der Glarner Alpen. Er ist stark vergletschert und nur schwer zugänglich. Der Name kommt vermutlich vom schweizerdeutschen „d’ Ödi“ (die Öde; unbewohntes, einer Wüste gleichendes Gebiet), was im Laufe der Zeit zu Tödi wurde. Bei klarem Himmel ist der Tödi bis vom 70 Kilometer entfernten Zürich aus sichtbar.
Der Spitzkofel ist der zweithöchste Berg der Lienzer Dolomiten und wird oft als Hausberg von Lienz bezeichnet. Er besteht hauptsächlich aus Kalk und Schiefer und thront unübersehbar über dem Lienzer Talkessel. An seinem Fuß findet sich auf 1902 m die Kerschbaumeralm als Ausgangspunkt für die Besteigung des Berges, die 1926 mit weithin hallenden Böllerschüssen eröffnet wurde.
Die 2717 Meter hohe Serles liegt in den Stubaier Alpen in Tirol. Durch ihre dominante Lage sind der Haupt- und die beiden Nebengipfel bei klarer Sicht von Innsbruck aus gut zu erkennen. Der Legende nach ist der Hauptgipfel, der „Riese Serles“, ein ob seiner Grausamkeit von Gott zur Strafe versteinerter König.
Die Sellagruppe ist ein markanter Gebirgsstock, der insbesondere durch die legendäre Skiumrundung Sellaronda an Bekanntheit gewonnen hat. Knapp 42 Kilometer werden auf dieser Runde zurückgelegt, die sich in 26 Pisten- und 16 Lift-Kilometer aufteilen. Der höchste Gipfel der Sella ist der Piz Boè mit einer Höhe von 3152 Metern, der allerdings durch die Kompaktheit des Gebirgsstocks kaum in Erscheinung tritt.
Die Seceda liegt in den Dolomiten in Südtirol, am Rande des Naturparks Puez-Geisler. Von St. Ulrich im Grödner Tal fährt die Seilbahn Seceda bis zur Bergstation, etwa 70 Meter unterhalb des Gipfels. Oben auf dem Berg bietet sich ein Panoramablick auf fast ganz Südtirol und weiter über Italien und Österreich. Das Skigebiet auf der Seceda-Alm bietet eine der längsten Abfahrten der Dolomiten. Von kurz unterhalb des Gipfels geht es über mehr als 10 Kilometer und mehr als 1000 Höhenmeter hinunter nach St. Ulrich.
Der 2076 m hohe Schneeberg ist der höchste Berg in Niederösterreich und der am östlichst gelegene Zweitausender in den Alpen. Nach dem Großglockner hat der Schneeberg die größte Dominanz aller österreichischen Berge. Bei guter Sicht kann man vom Gipfel die Hauptstadt Wien sehen. Für deren Bewohner ist der Berg ein beliebtes, nahes Ausflugsziel.
Der 2563 m hohe Schlern ist aufgrund seiner charakteristischen Form eines der Wahrzeichen Südtirols und der Dolomiten. So wird der Berg unter anderem im „Bozner Bergsteigerlied“, einer der inoffiziellen Südtiroler Hymnen, besungen. Den Legenden nach sollen um den Berg herum die Schlernhexen ihr Unwesen treiben, die vor allem für Unwetter und anderes Unheil sorgen.
Der Säuling in den Ammergauer Alpen gilt als Hausberg von Füssen und liegt südöstlich der Stadt, genau auf der deutsch-österreichischen Grenze. Vom Gipfel bietet sich ein grandioser Ausblick, nicht nur auf die umgebenden Seen, sondern auch auf die beiden Schlösser Hohenschwangau und das weltberühmte Neuschwanstein. Obwohl der Gipfel des Säuling eher pyramidenförmig erscheint, verdankt der Berg seinen Namen wohl der Tatsache, dass er steil, fast säulenartig emporragt.
Der in der Ostschweiz gelegene Säntis ist mit 2501 m der höchste Berg im Alpstein. Mit einer Schartenhöhe von über 2000 m ist er zudem einer der prominentesten Alpenberge. Auf dem Gipfel treffen drei Kantonsgrenzen aufeinander. Von dort kann man bei guter Sicht sechs der acht Alpenländer sehen.
Die Presanella ist ein Berg der italienischen Südalpen und höchster Punkt der Adamello-Presanella-Alpen. Die Erstbesteigung erfolgte am 25. August 1864 durch den Briten Douglas William Freshfield. Die Identität seiner Begleiter ist umstritten, sodass Freshfield oft allein als Erstbesteiger genannt wird.
Der Pizzo Coca ist der höchste Berg der Bergamasker Alpen, einem steilen, nach Norden hin scharf abfallenden Gebirgszug. Der Berg ist einer der südlichsten Dreitausender der italienischen Alpen. Von seinem Gipfel hat man einen wunderbaren Blick in die norditalienische Tiefebene, nach Norden hin blickt man zum Piz Bernina, dem östlichsten Viertausender der Alpen.
Der 2844 m hohe Pizol gehört zu den Glarner Alpen und liegt im Schweizer Kanton St. Gallen. Zum Wander- und Skigebiet auf der Nordseite des Bergmassivs führte seit 1954 die älteste Gondelbahn der Schweiz herauf, die 2007 durch eine neue Anlage ersetzt wurde. Das Pizolgebiet ist ein beliebter Ausgangspunkt für Skitouren.
Der Piz Palü ist vor allem Filmbegeisterten ein Begriff - im Klassiker „Die weiße Hölle des Piz Palü“ von 1929 sucht ein verzweifelter Bergsteiger die Leiche seiner von einer Lawine verschütteten Frau. Der Name Palü kommt vom lateinischen „Palus“, was „sumpfig“ bedeutet. Von der vier Kilometer östlich gelegenen Alpe Palü ging der Name auf den Berg über.
Der Piz Buin ist der bestimmende Berg des Montafons, eines Ill-Tals in Vorarlberg. Als Teil des Silvretta-Hauptkamms markiert er den Grenzverlauf zwischen Österreich und der Schweiz. Aus den beiden Gletschern auf österreichischer Seite entspringt die Ill. Der Aufstieg zum Berg wird durch die ausapernden Gletscher immer schwieriger. Im Winter allerdings bietet der Berg wunderschöne Skirouten vom Gipfel ins Tal.
Der Piz Bernina ist der einzige Viertausender der Ostalpen und der isolierteste Berg der Schweiz. Die Erstbesteigung erfolgte 1850 durch Johann Coaz, dessen Tagebucheintrag über die Gipfel eine schöne Beschreibung der Liebe zu den Alpen ist: “Serious thoughts took hold of us. Greedy eyes surveyed the land up to the distant horizon, and thousands and thousands of mountain peaks surrounded us, rising as rocks from the glittering sea of ice. We stared amazed and awe-struck across this magnificent mountain world.”
Der Peitlerkofel, im Ladinischen als „Sass de Pütia“ bekannt, liegt in den nördlichen Dolomiten. Steil und einsam ragen seine beiden Gipfel Großer Peitler und der etwa 60 Meter niedrigere Nebengipfel im Westen, der Kleine Peitler, zwischen Gadertal und Vilnößtal empor. Während man den Kleinen Peitler mit einer Wandertour erreichen kann, führen einfache Routen Kletterer von Süden her auf den Gipfel des Großen Peitlers, von wo aus man eine der schönsten Aussichten in den Dolomiten genießen kann.
Der Ortler ist der höchste Gipfel Südtirols und ein historisch bedeutsamer Berg. Seine Besteigung erfolgte bereits 1805 auf Befehl von Erzherzog Johann von Österreich und war ein wichtiges alpinistisches Ereignis. Während des Ersten Weltkrieges stellte Österreich-Ungarn auf dem Gipfel sogar Geschütze auf. Überreste dieser Stellungen sind heute noch sichtbar. In einer Sage heißt es, dass der Ortler ein vor lauter Wut versteinerter Riese ist, der von einem Zwerg bezwungen wurde.