Norderney war das erste deutsche Seebad an der Nordsee, wovon heute historische Gebäude des Kurtourismus zeugen. Im Westen gibt es viele Kneipen und Bars, im Osten – einsame Natur.
Der Col du Tourmalet ist ein französischer Pyrenäenpass im Südwesten des Départements Hautes-Pyrénées. Seine Bekanntheit verdankt er vor allem dem Radsport. Kein anderer Bergpass wurde in der Geschichte der Tour de France häufiger befahren. Bereits 1910, als die Tour erstmals in die Pyrenäen führte, stand der Tourmalet mit im Programm. Octave Lapize, der als Erster oben ankam und im späteren Verlauf die Gesamtwertung der Tour 1910 für sich entscheiden sollte, wird dabei der empörte Ausruf „Vous êtes des assassins!“ (Ihr seid Mörder!) zugeschrieben, mit dem er die Tourorganisatoren beschimpfte. Auch die Vuelta a España führte schon mehrfach auf den Tourmalet.
Der Col de l’Iseran ist mit 2764 Metern der höchste asphaltierte Alpenpass Europas und eine der legendärsten Herausforderungen im französischen Hochgebirge. Er besitzt große Bedeutung für den Radsport und war mehrfach Teil der Tour de France. Seine Schwierigkeit ergibt sich nicht nur aus den vielen Höhenmetern und der Länge des Anstiegs, sondern auch aus der dünnen Luft und den oft extremen Wetterbedingungen. Selbst im Hochsommer können Kälte und Sturm den Pass dominieren – 2019 musste die Tour de France hier aufgrund von Schnee und Erdrutschen sogar abgebrochen werden.
Das Timmelsjoch, auch Timmel genannt, ist ein 2474 m hoher Grenzpass zwischen Österreich und Italien, der die Ötztaler Alpen von den Stubaier Alpen trennt und das Ötztal mit dem Passeiertal verbindet. Der Pass, dessen Name vom rätoromanischen Wort „tömbl“ für Hügel stammt, wurde seit frühester Zeit genutzt und war ein wichtiger Handelsweg, auch von den Fuggern und Welsern. Seit 1920 verläuft die Grenze zwischen Italien und Österreich über das Joch und 2010 wurde das Timmelsjoch-Museum eröffnet, das genau auf der Grenze errichtet wurde und die Geschichte und Bedeutung des Passes hervorhebt.
Der Malojapass ist ein beeindruckender Gebirgspass in den Schweizer Alpen, der auf einer Höhe von 1812 Metern liegt. Er verbindet das Engadin im Kanton Graubünden mit dem italienischen Veltlin und bietet atemberaubende Ausblicke auf die umliegende Berglandschaft. Der Malojapass ist nicht nur eine wichtige Verkehrsverbindung, sondern auch ein beliebtes Ziel für Touristen, die die Schönheit der Alpenregion erkunden möchten.
Der Col du Galibier ist mit einer Höhe von 2642 m der fünfthöchste asphaltierte Straßenpass in den Alpen. Der Pass in den Westalpen ist einer der absoluten Klassiker im Programm der Tour de France. Gleichzeitig hat er landschaftlich sehr viel zu bieten. Ein Großteil der Strecke verläuft durch hochalpines, einer Mondlandschaft ähnelndes Gelände. Der Galibier bildet zudem eine Klimagrenze zwischen dem feuchteren nordalpinen und dem trockenen mediterranen Klima auf der Südseite.
Alpe d’Huez ist ein Wintersportort in den französischen Alpen, der international bekannt als Bergankunft bei der Tour de France ist.Alpe d’Huez – das sind wahrscheinlich die 21 berühmtesten Serpentinen der Welt. Die kurvige Auffahrt in den französischen Wintersportort wird auch „Woodstock des Radsports” genannt. Wenn die Tour de France hier Station macht, pilgern Hunderttausende an den Rand der Strecke und feiern eine große Party.
Der Mont Ventoux ist ein 1909 m hoher Bergmassiv in der französischen Provence. Dieser Berg wird auch „Gigant der Provence“ genannt und hat eine große Bedeutung für den Radsport. Obwohl der Berg deutlich weniger hoch ist als die bekanntesten Alpenpässe, ist er vom Schwierigkeitsgrad her vergleichbar. Dafür sorgen nicht nur die vielen Höhenmeter, sondern oft auch die Hitze der Provence und ein erbarmungsloser Gegenwind auf den letzten Kilometern.
Das Stilfser Joch gilt als „die Königin der Passstraßen“ und ist der Übergang zwischen Südtirol und der Lombardei.Mit einer Passhöhe von 2757 Metern ist das Stilfser Joch der höchste Gebirgspass in Italien sowie die dritthöchste Passstraße der Alpen.
Der Passo Pordoi liegt eingefasst von Sass Pordoi und Sass Becé inmitten der Dolomiten und trennt die italienischen Provinzen von Trient und Belluno. Einst Anfang des 20. Jahrhunderts als einer der höchsten asphaltierten Gebirgspässe der Dolomiten erbaut, um Bozen mit Cortina d’Ampezzo zu verbinden, ist das Joch heute vor allem ein beliebtes Ausflugsziel. Während das Passo Pordoi im Sommer Ausgangspunkt für Wanderungen, Kletter- oder Bergtouren ist, sind im Winter von dort die Pisten der Skigebiete Belvedere und Arabba zu erreichen.
Bei der Großglockner-Hochalpenstraße ist das Sprichwort „Der Weg ist das Ziel“ wörtlich zu verstehen. Bei der Straße handelt es sich nicht nur um eine gewöhnliche Autoverbindung zwischen den österreichischen Bundesländern Salzburg und Kärnten. Die Straße ist auch Touristenattraktion und Naturspektakel. Wer dem Straßenlauf folgt passiert den Nationalpark Hohe Tauern, mitten im alpinen Hochgebirge, mit Strecken auf einer Höhe von bis zu 2500 Metern. In den Frühjahrs- und Sommermonaten hat man hier zudem gute Chancen, Alpenmurmeltiere zu erspähen, die in der Gegend zahlreich vorkommen.
Die autofreie Insel ist an keiner Stelle breiter als 900 Meter. So ist es nie weit zum Meer, dessen Brandung man immer hören kann. Pferdefuhrwerke transportieren auf Juist Personen und Güter.
Der Splügenpass verbindet die Schweiz mit Italien und beeindruckt mit seinen zahlreichen engen Serpentinen, historischen Tunneln und schützenden Steingalerien, die sich spektakulär an den Fels schmiegen. Besonders aufregend ist die kurvenreiche Passstraße, die durch diese einzigartigen Bauwerke und die imposante Alpenlandschaft zu einem unvergesslichen Erlebnis wird.
Auf Borkum florierte im 19. Jahrhundert der Badetourismus. Davon zeugen heute historische Gebäude an der Strandpromenade. Die Borkumer Kleinbahn holt die Gäste am Hafen ab.
Der Julierpass ist ein bedeutender Gebirgspass in den Schweizer Alpen und erreicht eine Höhe von 2284 Metern. Er verbindet das Engadin im Kanton Graubünden mit dem Rest der Schweiz und bietet atemberaubende Ausblicke auf die umliegenden Gipfel. Mit seiner reichen Geschichte als alte Handelsroute und seiner modernen Bedeutung als wichtige Straßenverbindung zieht der Julierpass sowohl Reisende als auch Outdoor-Enthusiasten an.
Die autofreie Insel Schiermonnikoog (Wörtlich übersetzt: Insel der grauen Mönche) gehörte im Mittelalter einem friesischen Kloster. Die Natur der Insel ist seit 1989 als eigener Nationalpark geschützt.
Die ruhige und autofreie Insel Vlieland besteht zur Hälfte auseiner riesigen Sandfläche, die „Sahara des Nordens“ genannt wird.Im einzigen Dorf der Insel stehen viele historische Gebäude.
Die größte Friesische Insel ist touristisch besonders beliebt. Texels Strand ist 30 Kilometer lang, am meisten Trubel herrscht im Badeort De Koog. Auf den Weiden der Insel grasen unzählige Schafe.
Der Strand der größten und touristisch beliebtesten deutschen Nordseeinsel ist 40 Kilometer lang. Sie gilt als Reiseziel von Reichen und Prominenten. Ein Bahndamm verbindet Sylt mit dem Festland.
In den Adula-Alpen, einem Teil der Lepontinischen Alpen liegt der Piz Medel auf der Grenze zwischen den Kantonen Graubünden und Tessin. Westlich des Gipfels befindet sich die Greina, ein bedeutender Alpenpass zwischen den beiden Kantonen, der bereits in der Antike genutzt wurde. Verschiedene Hütten eignen sich als Ausganspunkt für Touren zum Berg, darunter die Medelserhütte. Wie viele Berge der Region ist auch der Piz Medel ein lohnendes Ziel für Skitouren.
Südlich des höheren Oberalpstocks liegt der Piz Ault. Die beiden Berge erheben sich über das Vorderrheintal und die Gemeinde Disentis. Die Skilifte des Skigebiets Disentis 3000 auf der Südseite des Bergs führen bis auf eine Höhe von etwa 2800 Metern, knapp unterhalb des Gipfels des Piz Ault. Beliebte Station bei Touren rund um den Berg im Sommer wie Winter ist die Hütte des Schweizer Alpenvereins, die Camona da Cavardiras im Westen, auf der anderen Seite des Brunnifirns.
Im Osten von Albertville in der Beaufort Region liegt die Pierra Menta, ein gut 2700 Meter hoher Felsgipfel. Die charakteristische Spitze fasziniert Wanderer wie Bergsteiger gleichermaßen. Legendenstatus hat die Pierra Menta jedoch vor allem durch das nach ihr bennante Skitourenrennen, das jedes Jahr in der Region stattfindet und zu den drei größten Veranstaltungen dieser Art in den Alpen zählt.
Weithin sichtbar ragt der 1893 Meter hohe Ötscher in den Ybbstaler Alpen, im Osten der Nördlichen Kalkalpen empor. Besonders beeindruckend erscheint das Bergmassiv von Norden und Süden aus gesehen, wenn es sich in seiner vollen Breite präsentiert. Der Name des Bergs lässt sich auf slawische Bewohner der Gegend im 9. Jahrhundert zurückführen, die den Berg als „Othza“ (Vaterberg) bezeichneten. Für Wanderer und Kletterer ist der Ötscher das ganze Jahr über ein beliebtes Ziel. Nordwestlich des Gipfels befindet sich zudem das Skigebiet Lackenhof am Ötscher.
Als einer der höchsten Berge der Glarner Alpen erhebt sich der Oberalpstock zwischen Maderanertal in Uri im Norden und Surselva, dem Vorderrheintal in Graubünden im Süden. Besonders markant sind die vier Grate, die nahe des Gipfels zusammenlaufen. Der erste Aufstieg auf den Oberalpstock erfolgte über die Südostseite. Dieser Weg ist auch heute noch die Normalroute. Außer bei Wanderern und Bergsteigern ist der Oberalpstock auch bei Skitourengängern sehr beliebt.
Helgoland liegt fast 50 Kilometer vom Festland entfernt. In ihrer Geschichte wechselte die kleine Insel oft die staatliche Zugehörigkeit. Sie ist berühmt für ihre roten Felsen, auf denen Seevögel brüten.
Weit über 1000 Meter erhebt sich der Lugauer über das Radmertal im Osten des Bergs. Der markante Doppelgipfel fällt auf der Westflanke deutlich sanfter ab. Hier fühlen sich besonders die vielen Skitourengänger wohl, die den Lugauer jedes Jahr besuchen. Dem tollen Panorama, das sich beim Aufstieg zum Gipfel bietet, verdankt der Berg auch seinen Namen. „Lug auer“ im lokalen Dialekt kann mit „Schau hinunter“ übersetzt werden.
Les Diablerets (Teufelshörner) liegen auf der Kantonsgrenze zwischen Wallis und Waadt. Der höchste Gipfel der Gruppe, der Sommet des Diablerets, ist zugleich der höchste Punkt von Waadt. Weitere bedeutende Nebengipfel der Diablerets sind unter anderem das Oldenhorn, auf dem mit Bern das dritte Kanton des Bergmassivs angrenzt, und der nicht ganz 3000 Meter hohe Sex Rouge. Dieser kann seit den 1960er Jahren mit einer Seilbahn erreicht werden, die während der Wintersaison zum Teil des Gletscherskigebiets Glacier 3000 wird.
Das Lagginhorn ist der zweite Viertausender der Weissmiesgruppe im Wallis, nahe der Grenze zu Italien. Es ist gleichzeitig der niedrigste Berg mit über 4000 Metern Höhe in den Schweizer Alpen. Der Berg gilt als nur unwesentlich schwieriger zu besteigen als der benachbarte, sieben Meter höhere Weissmies. Die populäre heutige Normalroute, die bereits bei der Erstbesteigung 1856 gewählt wurde, führt von Westen vom Talort Saas-Grund über die auf etwa 2700 Meter gelegene Weissmieshütte zum Gipfel.
In unmittelbarer Nachbarschaft der Viertausender der Walliser Alpen wirkt das Jegihorn, oder Jägihorn, eher klein. Dennoch erfreut sich der Gipfel bei Kletterern großer Beliebtheit. Besonders bekannt ist die Hängebrücke, der Panorama-Klettersteig Jägihorn, der von Anfang Juni bis Anfang Oktober auf dem Weg zum Gipfel begangen werden kann. Von oben genießt man einen fantastischen Ausblick über die Nachbargipfel der Mischabelgruppe, die Berner Alpen und das Rhonetal.
Im Osten des Gadertals strecken sich die Gipfel des Heiligkreuzkofel in den Himmel. Von einfachen bis zu den schwierigsten Routen bietet der Berg für Alpinisten eine große Vielfalt. Westlich des Gipfels befinden sich Heilig-Kreuz-Kirche und das heute als Schutzhaus genutzte Heiligkreuz-Hospiz, die nach dem Berg benannt wurden. Der Heiligkreuzkofel, ladinisch Sas dla Crusc, findet hingegen schon wesentlich früher Erwähnung, unter anderem in der ladinischen Sage vom Reich der Fanes.
Das Fluchthorn besteht aus drei Gipfeln, von denen das Südliche Fluchthorn mit 3399 Metern lange der höchste war. Nach einem gewaltigen Felssturz am Südgipfel im Juni 2023, der unter anderem das Gipfelkreuz mit sich riss, wurde jedoch das Mittlere Fluchthorn zur höchsten Erhebung des Bergs. Über die Gipfel verläuft nicht nur die Grenze zwischen Österreich und der Schweiz sondern auch die zwischen deutschem und rätoromanischem Sprachgebiet. Im Rätoromanischen ist das Fluchthorn als Piz Fenga bekannt.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts galt das Fletschhorn noch als Viertausender der Alpen. Durch das Abschmelzen der Gletscher auf dem Gipfel wurde die Höhenangabe jedoch auf zunächst 3993 Meter ab den 1950er-Jahren und zuletzt auf 3985 Meter korrigiert. Das Fletschhorn ist der nördlichste der drei großen Gipfel der Weissmiesgruppe. Durch das Fletschjoch ist der Berg vom südlich gelegenen Lagginhorn getrennt.
Der Fichtelberg ist der höchste Berg Sachsens sowie die höchste Erhebung auf der deutschen Seite des Erzgebirges. Der höchste Gipfel des gesamten Gebirgszugs, der Klínovec oder Keilberg in Tschechien, befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft, in nur etwa dreieinhalb Kilometer Entfernung. Rund um beide Berge befinden sich die größten Skigebiete des Erzgebirges. Zusammen bilden sie das wichtigste Zentrum für Wintersport in der Region.
Ihrem südlichen Nachbarn Matterhorn gilt ein Großteil der Aufmerksamkeit doch auch die Dent Blanche fasziniert mit ihrem nahezu perfektem pyramidenförmigen Gipfel. Von diesem aus verlaufen vier Grate fast kreuzförmig in die vier Himmelsrichtungen. Der erste dokumentiere erfolgreiche Aufstieg auf die Dent Blanche gelang 1862, drei Jahre vor der Erstbesteigung des Matterhorns. Die seinerzeit gewählte Route von Süden gilt heute als Normalroute. Beliebter Ausgangspunkt für Aufstiegsversuche ist die Hütte des Schweizer Alpenvereins Cabane de la Dent-Blanche.
Gleich drei Schweizer Kantone grenzen am Brienzer Rothorn aneinander. Eine Seilbahn führt von Sörenberg in Luzern von Norden aus fast bis zum Berggipfel. Im Winter gehört das Areal zum Skigebiet Sörenberg / Rothorn. Die Bergstation der Bahn von der Südseite des Bergs von Brienz im Kanton Bern liegt etwa 100 Meter unterhalb des Gipfels. Das Brienzer Rothorn ist unter anderem für die Alpensteinböcke an seinen Hängen bekannt. Von Sörenberg aus kann man sich auf der Route des Steinbock-Treks auf die Suche nach den Tieren begeben.
Die Ballunspitze ist vor allem Besuchern des Skigebiets Galtür bekannt, welches sich am Nordhang des Bergs auf der Tiroler Seite nahe des Ortsteils Wirl befindet. Mit der Ballunspitzbahn gelangt man bis auf eine Höhe von gut 2200 Metern. Westlich des Skigebiets, auf Vorarlberger Seite, befindet sich der Stausee Kops, der in den 1960er Jahren angelegt wurde. Im Süden der Ballunspitze erheben sich die Dreitausender der Silvretta.