Der Gipfel war in der Schweiz bis ins 19. Jahrhundert als Gornerhorn bekannt, der italienische Name lautete Cima Alta. Zu Ehren von Guillaume-Henri Dufour wurde der Berg durch den Schweizer Bundesrat 1863 offiziell umbenannt. Dufour war für die Erstellung der ersten amtlichen, topografischen Landkarte der Schweiz verantwortlich, die zwischen 1845 und 1865 in 25 Blättern veröffentlich wurde. Die „Dufourkarte“ gilt als ein Werk von nationaler Bedeutung für die Schweiz.
Bereits im 18. Jahrhundert wurden Besteigungsversuche im Monte Rosa unternommen. Zunächst standen jedoch andere Gipfel als Ziele im Fokus. 1848 gelang den Schweizern Johann Madutz und Matthias Zumtaugwald die Besteigung des Gipfels im Osten der Dufourspitze, der heute Dunantspitze genannt wird. Zwar wurde dieser Aufstieg angezweifelt und gemutmaßt, ob die beiden nicht stattdessen den Grenzgipfel erreicht hätten. Als klar widerlegt gilt die Besteigung jedoch nicht. Der erste Aufstieg auf die Dufourspitze gelang schließlich 1855 einer englischen Seilschaft mit Unterstützung durch lokale Bergführer. Unter anderem gehörten der Gruppe Matthias Zumtaugwald und der Engländer Charles Hudson an. Letzter verunglückte zehn Jahre später nach der Erstbesteigung des Matterhorns beim Abstieg tödlich (S. 122).