Ostallgäuer Höhenweg

– Von Nesselwang nach Halblech –

Der Ostallgäuer Höhenweg bietet eine unvergessliche Wandertour durch die atemberaubende Natur des süddeutschen Alpenvorlands, vorbei an etlichen Bergseen, Gipfeln und Schlössern. Wir haben alle Highlights und wichtigen Informationen dieser sechstägigen Wandertour für dich zusammengefasst.

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Die Etappen

Der Ostallgäuer Höhenweg beginnt im idyllischen Luftkurort Nesselwang an dessen Hausberg, der Alpspitz. Er führt insgesamt 91 Kilometer lang über Almen und durch Täler, vorbei an der Ostallgäuer Seenlandschaft zur imposanten Pröllatschlucht und dem wohl bekanntesten aller Schlösser – Schloss Neuschwanstein – bis hin zur bayrischen Gemeinde Halblech. Die beste Jahreszeit für die Wandertour ist von Mai bis September. Im Durchschnitt solltest du hierfür sechs Tagesetappen einplanen, sodass du bei einer täglichen Wanderzeit von 5-6 Stunden auch noch genug Zeit hast die grandiosen Ausblicke zu bewundern und Abkühlung in einem der Seen zu finden. Insgesamt überwindest du auf der Strecke ganze 13.000 Höhenmeter. Höchster Punkt der Route ist der Gipfel der Hochplatte (2082 Meter) in den Ammergauer Alpen. Am tiefsten gelegen sind auf einer Höhe von 800 Metern die Ortschaften Füssen und Halblech.


Unsere Alpenkarte mit 1001 Bergen und Wanderwegen


1. Etappe: Nesselwang – Sportheim Böck/ BöckLodge

Von Nesselwang aus geht es zunächst durch das Dorf Bayerstetten entlang bewaldeter Pfade hinauf zu der Alpspitz (1.575 Meter), welche sich auch alternativ mit der Alpspitzbahn erreichen lässt. Sowohl Wintersport-, als auch Sommersportaktivitäten werden hier angeboten. Vom ersten erklommenen Gipfel der Wanderung bietet sich dir ein toller Panoramablick über das Allgäu und das Alpenvorland. Knapp unterhalb der Bergstation Alpspitzbahn Nesselwang liegt die Berghütte Sportheim Böck, die mit ihren luxuriösen Lodges im Stil eines Chalet und einer Aussicht über die Allgäuer und Tiroler Alpen ihre Gäste willkommen heißt. 

Sportheim Böck Alpspitz Nesselwang

Sportheim Böck auf der Alpspitz

2. Etappe: Sportheim Böck/ BöckLodge – Ostlerhütte

Von der Sportheim Böck geht es steil talabwärts an der Grundhütte und dem Edelsberg (1.630 Meter) vorbei durch das Vilstal. Hier fließt die in den Alpen entspringende Vils durch. Anschließend geht es entlang des gut markierten Wegs, ebenso steil in Serpentinen auf den Breitenberg und zur 1.838 Meter hoch gelegenen Ostlerhütte, die sich direkt auf dem langgezogenen Bergkamm befindet. Hier kannst du für die Nacht einkehren und dich für den anstrengender Aufstieg mit leckerem Essen und einem Blick über das Pfrontener Tal belohnen. 

Ostlerhütte Pfronten

Ostlerhütte

3. Etappe: Ostlerhütte – Pfronten

Bei dieser Tagesetappe steigst du ausschließlich bergab in die Gemeinde Pfronten, welche direkt an der deutsch-österreichischen Grenze liegt. Durch die Reichenbachklamm, einer naturbelassenen, felsigen Schlucht mit vielen Wasserfällen gelangst du zur Talstation der Breitenbergbahn. Die Reichenbachklamm ist mit Drahtseilen und eisernen Geländern gesichert. 


Zeichnet eure eigenen Routen ein. Auf unser Karte „Alpen gestalten“.


4. Etappe: Pfronten – Hohenschwangau

Nach einer Übernachtung in der am Nordrand der Allgäuer Alpen liegenden Gemeinde Pfronten, führt dich die vierte Tagesetappe über Füssen nach Hohenschwangau in die Region der Königsschlösser. Erstes Tagesziel ist der sagenumwobene Berg Falkenstein. Kulturell hat dieser Berg so einiges zu bieten. Schon beim Aufstieg passierst du die Mariengrotte, welche eine Nachbildung der französischen Lourdes Grotte darstellt. Auf dem Gipfel angekommen, kannst du neben einer tollen Fernsicht über das Ostallgäu auch die Burgruine Falkenstein bestaunen. Über den Salobergrat geht es vorbei am Aussichtspunkt Vierseenblick, zum Alatsee und anschließend nach Füssen. Hier kann eine kleine Erholungspause eingelegt werden.

Schloss Hohenschwangau
Füssen

Blick auf Schloss Hohenschwangau

Die imposanten Schlösser sind nun zum Greifen nah. Über den Königsweg schlängelt sich der Weg empor zum neugotischen Schloss Hohenschwangau, welches einst die Jagdresidenz von König Max II. war und später in den Besitz von Ludwig II. überging. Schloss Neuschwanstein liegt nicht direkt am Weg. Du kannst es aber am Ende der Tagesetappe von Hohenschwangau aus besichtigt. 

5. Etappe: Hohenschwangau – Kenzenhütte 

Die Wanderroute führt dich von Hohenschwangau aus durch die Pröllatschlucht unterhalb von Schloss Neuschwanstein. Die imposante Schlucht mit ihrem Wasserfall unterhalb der Marienbrücke ist ein Naturerlebnis für sich. Von der Marienbrücke aus lässt sich Schloss Neuschwanstein bewundern und wer sich das Märchenschloss von noch näher anschauen möchte, hat hier abermals die Möglichkeit einen Abstecher dorthin zu machen.

Schloss Neuschwanstein
Füssen

Schloss Neuschwanstein

Ansonsten geht es direkt weiter auf den Tegelberg, wo sich die Route am Tegelberghaus mit dem E4 kreuzt. Du passierst unter anderem den Branderschrofen und der Ahornkopf bevor du die Hochplatte (2.082 Meter) erklimmst. Vom Gipfel aus schaust du hinab auf Garmisch Partenkirchen und in die Ferne zur Zugspitze. Von hieraus steigst du hinab bis zur Kenzenhütte. 

6. Etappe: Kenzenhütte – Halblech

Von der auf 1.300 Meter Höhe liegenden Kenzenhütte folgt der Abstieg auf leichtem Weg in die beschauliche Gemeinde Halblech. Die meiste Zeit führt der Weg entlang einer Straße. Optional kann der letzte Abschnitt auch mit dem Bus zurückgelegt werden. 



Die Berghütten

In den Gemeinden entlang der Wanderroute gibt es ausreichend Übernachtungsmöglichkeiten und bei den anderen Etappenabschnitten findest du Unterkunft in einer der Berghütten. 

BöckLodge

Die luxuriösen Lodges bieten dir ganzjährig ein unvergessliches Übernachtungserlebnis. Mit atemberaubenden Ausblicken kannst du hier die Natur komfortabel genießen und Energie tanken bevor deine Wanderung losgeht. Die Lodges sind allerdings nicht ganz preisgünstig, je nach Saison zahlst du zwischen 140€ und 240€. 

Ostlerhütte

Die Ostlerhütte ist eine moderne Berghütte auf dem Grat des Breitenbergs. Entweder kannst du hier eine Nacht in einem der 2-4 Bettzimmer oder einem der geräumigen Matratzenlagern für bis zu 12 Personen verbringen. Zudem gibt es ein leckeres Frühstück und andere hausgemachte Allgäuer Spezialitäten. Für ein Zweibettzimmer liegt der Grundpreis durchschnittlich bei 116€ und für eine Übernachtung im Matratzenlager zahlst du ohne Essen 25€. 

Kenzenhütte

In der Kenzenhütte findest du Unterkunft in einem der Bettenlager für entweder 24, 16 oder 6 Personen. Zudem gibt es auch Doppel-, Drei-, oder Vierbettzimmer. Eine Übernachtung mit Frühstück kostet circa 30€. Geöffnet ist die Hütte mit insgesamt 60 Lagern von Christi Himmelfahrt bis Ende Oktober. 

Schwierigkeiten

Für die Strecke ist besonders Trittsicherheit und Ausdauer gefragt. Die Tagesetappen und die Gipfelbesteigungen sind anspruchsvoll und sollten nicht unterschätzt werden. Die Wege sind gut markiert und gesichert und entsprechen keinesfalls einem Klettersteig. Welche Ausrüstung du bei einer Wanderung auf jeden Fall dabei haben solltest, haben wir für dich hier zusammengefasst. Wir wünschen dir ein gutes Wandern!