Die 8 beliebtesten Berge der Alpen

Gemeinsam mit euch haben wir in einem langen Wettbewerb auf Instagram die beliebtesten Berge der Alpen gesucht. Es gab viele Überraschungen. Die Zugspitze war abgeschlagen, der Mont Blanc hat es nicht einmal ins Achtelfinale geschafft, auch der Peitlerkofel, der Symbolberg der Südtiroler, ist in der ersten Runde rausgeflogen, und mit dem Sieger hätten wir nicht unbedingt gerechnet. (Alle Ergebnisse seht ihr übrigens ganz, wenn ihr auf die Grafik rechts klickt). Insgesamt waren 32 Berge im Rennen, diese 8 haben es bis in Viertelfinale geschafft und sind also die 8 beliebtesten Alpenberge.

Platz 8: Der Triglav, das nationale Symbol der SlowenInnen

Der Triglav ist der höchste Berg in Slowenien und ein Nationalsymbol. Er zieht unter anderem eine Euro-Münze. Im Winter fällt auch für die Alpen am Triglav vergleichsweise viel Schnee. Die Massen türmen sich meterhoch auch. Früher war das Gebiet um den Triglav ein echter Geheimtipp. Das hat sich geändert – heute ist der Berg einer der beliebtesten Berge der Alpen. Jedes Jahr kommen tausende Touristen, um am Berg und in dem gleichnamigen Nationalpark zu wandern und die beeindruckende Natur zu erleben. Trotzdem ist vergleichsweise weniger los als zum Beispiel an vielen Orten in Tirol. Mit Glück ist man ungestört und kann das hervorragende Essen und die Gastfreundschaft im Norden Sloweniens genießen.Berge der Alpen: Der Triglav, Fotograf: Alex Krivec Der Triglav, Fotograf: Alex Krivec

Platz 7: Die Wildspitze, Königin von Tirol

Die Wildspitze (3.768m) ist der höchste Berg Nordtirols und ein sehr beliebtes Ziel für Kletterer. Sie dominiert die Ötztaler Alpen, eine der wildesten und größten Bergregionen der Alpen. Mittlerweile ist sie durch die Pitztaler Gletscherbahn bequem in einer Tagestour zu ersteigen. Allerdings muss man Gletscherausrüstung mitbringen – der Gipfel ist komplett von Gletschern umgeben. Auf dem Mittelbergferner, dem zweitgrößten Gletscher der Ötztaler Alpen, kann man auch im Sommer Ski fahren. Mit Österreichs höchstgelegenen Skilift gelangt man bis auf  3.428 Meter.

Berge der Alpen: Die Wildspitze, fotografiert von Nadine Engelhart Die Wildspitze, fotografiert von Nadine Engelhart

Platz 6: Der Watzmann im tiefsten Süden Deutschlands

Der Watzmann (2.713m), der stolz und schroff über Berchtesgaden thront, ist wohl der mystische Berg Deutschlands. Seine Überquerung ist fordernd und sehr ausgesetzt und für einen Tag eine Herausforderung. Dafür wird man mit Blicken weit ins Berchtesgadener Land nach Norden und zum Steinernen Meer nach Südosten belohnt. Durch seine beeindruckende und einzigartige Form ist der Watzmann seit Jahrhunderten ein beliebtes Motiv für Künstler. Berühmt geworden ist ein Gemälde Casper David Friedrichs, dass der Künstler malte, ohne jemals den Berg gesehen zu haben.

Berge der Alpen: Die Wildspitze, fotografiert von Felix Mittermeier Die Wildspitze, fotografiert von Felix Mittermeier

Platz 5: Wüst und Rau. Die Bischofsmütze

Die Bischofsmütze (2.458m) im Dachsteinmassiv ist der höchste Punkt des Gosaukamms und ist ein unfassbar markanter Felsen. Trotz eines Bergsturzes im Jahr 1993, wo ein 200 Meter hoher Pfeiler abstürzte, sit sie immer noch sehr Charakteristisch und insbesondere für die Salzburger ein Lieblingsberg der Alpen. Die Südwestansicht der Bischofsmütze ist besonders dramatisch, allerdings wirkt der Berg von allen Seiten markant, was ihn ebenso besonders macht. Es gibt ca. 15 Kletterrouten zum Gipfel, einige davon mit Haken gesichert. Deshalb wird er gern bestiegen. Ungeübte Bergsteiger sollten sich allerdings vorsehen, die Route ist nicht einfach und eine kleine alpinistische Herausforderung.

Ps. Alle diese Berge und noch viele mehr findet ihr auf unser Alpenkarte “Alpen Gestalten

Die Landkarte zum Einzeichnen der ganz persönlichen, besonderen Orte in den Alpen – Gipfel, Pässe, Täler, Bäche, Seen, Wälder, Almen. Ski-, Rad-, oder Wanderrouten, Ortschaften und Regionen.

Platz 4: Er dominiert das Stilfser Joch. Der Ortler

Der Ortler (3.905m) ist der höchste Berg Tirols und Südtirols. Der Normalweg auf den stark vergletscherten Gipfel ist eine anspruchsvolle Hochtour, die Nordwand ist immer noch etwas vereist und deshalb eine besondere alpinistische Herausforderung. Mittlerweile gehen aber auch am Ortler die Gletscher stark zurück, vor allem, da durch steigende Sommertemperaturen immer weniger neues Eis entsteht. Ein besonderer Bewohner der Region um den Ortler ist der Gletscherfloh, der insbesondere im Norden bei Sulden sehr häufig zu finden ist. In den letzten Jahren ist der Braunbär immer wieder in den Oraler-Alpen gesichtet worden.

Berge der Alpen: Der Ortler vom Stelvio Pass, fotografiert von David Marcu Der Ortler vom Stilfser Joch, fotografiert von David Marcu

Platz 3: Hoch über Zermatt, das ikonische Matterhorn

Was soll man zu diesem Berg noch sagen. Das Matterhorn (4.478m) ist das Symbol  und der Star der Berge der Alpen. Es thront über Zermatt wie eine gigantische, von Berggöttern erschaffene Pyramide und reist seit Jahrhunderten AlpinistInnen zu Begeisterungsstürmen hin. Zur 150. Geburtstag der Erstbesteigung wurde die Route mit Lichtern erleuchtet: ein spektakulärer Anblick und wieder ein Moment für die alpinen Geschichtsbücher. Bemerkenswert ist, dass der Ort Zermatt am Fuß des Matterhorns trotz seiner vielen Besucher seinen ursprünglichen Charme behalten hat. Das mag auch daran liegen, dass nur Elektroautos im Ort erlaubt sind.

Berge der Alpen: Das Matterhorn, fotografiert von Philip Gow Das Matterhorn, fotografiert von Philip Gow

Platz 2: Die Drei Zinnen, ein alpines Symbol

Die Drei Zinnen (2.999m an der Großen Zinne), oder italienisch Tre Cime di Lavaredo, sind eins der markantesten Symbole der Dolomiten und Südtirols. Das sie im Halbfinale unseres Mountain Battles gegen das Matterhorn gesiegt haben, beweist ihre Beliebtheit. Sie liegen an der Grenze der Provinzen Südtirol und Belluno und haben eine große Alpine Geschichte, die leider auch harte Kämpfe im zweiten Weltkrieg mit einschließt. Heute wird an den Zinnen viel geklettert, der Weg zum Gipfel ist sehr anspruchsvoll.

Berge der Alpen: Die Drei Zinnen, fotografiert von Paul Gilmore Die Drei Zinnen, fotografiert von Paul Gilmore

Für die engagierten Wanderer ohne Lust zum Steigen empfiehlt sich die Dreizinnenhütte mit einem phänomenalen Ausblick, die zwar sehr viel besucht wird, aber das mit sehr guter Organisation und tollem Essen kompensiert.

Platz 1 der beliebtesten Berge der Alpen: Ein Berg, der bis in den Himmel Österreichs reicht. Der Großglockner

Für die ÖsterreicherInnen ist dieser Berg mindestens ein 5.000er. Der Großglockner ist ein nationales Symbol und auch einer der schönsten Berge der Alpen. Wenn man die Großglockner-Hochalpenstraße entlangfährt, offenbart sich seine Gewalt und Anmut und man möchte ihn direkt ersteigen. Der Weg zum Gipfel ist machbar, aber eine sehr anstrengende Höhentour für die man gut gewappnet sein sollte. Einen Wermutstropfen bringt die Klimaerwärmung mit sich. Die Pasterze, Österreichs größter Gletscher, der früher das ganze Tal am Fuße des Glöckners ausgefüllt hat, zieht sich immer weiter zurück. Heute sind nur noch einige Reste vorhanden, die nur erahnen lassen, wie mächtig dieser Gletscher in den vergangenen Jahrhunderten gewirkt haben muss.

Großglockner, fotografiert von Christopher Panzenböck

Was ist euer Lieblingsberg der Alpen? Schreibt uns gerne eine Mail an service@marmotamaps.com, vielleicht nehmen wir ihn ins nächste Tournament auf. Und jetzt ab auf den Gipfel.